23.01.2007 16:16
Verein

Mit Rapidgeist zum Rekordmeister

Anlässlich des Gründungsjubiläums des SK Rapid (8.Jänner) widmete die deutsche Sportzeitung dem österreichischen Rekordmeister einen ausführlichen Artikel über die Geschichte des Vereins. skrapid.at möchte diesen sehr interessanten Bericht seinen Usern präsentieren. Ein Dank geht an den Redakteur in Köln, Herrn David Nienhaus. Rapid Wien prägte den österreichischen FußballDie Österreicher werden als einziger nicht-deutscher Verein Deutscher Meister.„Rapidgeist“ und „Rapidviertelstunde“ wurden zu Markenzeichen.Endspiel um die Deutsche Meisterschaft.Im September des Jahres 1898 stand im „Wiener Abendblatt“ folgende Anzeige: „Der 1. Wiener Arbeiter Fußball Club, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat, den in Wien so beliebt gewordenen Fußballsport auch unter den sportfreundlichen Kollegen der arbeitenden Klasse einzuführen, ladet hiermit alle ernstlich sport-gesinnten Arbeiter ein, in den Klub, der bereits über eine Anzahl guter und geschulter Spieler verfügt, einzutreten. Die Einschreibegebühr beträgt 1 Krone, und der Wochenbeitrag ist auf 10 Heller festgesetzt.“Dieser Aufruf zog eine lange und beeindruckende Geschichte nach sich. Der 1. Wiener Arbeiter Club avancierte bald zum erfolgreichsten österreichischen Sportklub – unter neuem Namen: Rapid Wien.Holpriger BeginnBevor es dazu kam, musste der „Arbeiter FC“ zunächst allerdings eine Periode voller Enttäuschungen und Probleme überstehen. Zwar erreichte das Team in seinem allerersten (Freundschafts-)Spiel am 10. September 1898 ein 1:1-Unentschieden gegen FC Vorwärts Meidling, die folgenden Begegnungen endeten aber meist mit ziemlich deutlichen Siegen für die Gegner.Beim Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläumstunier im selben Jahr verlor der Arbeiterverein sieben seiner zehn Spiele und in den übrigen drei Partien reichte es lediglich zu Unentschieden. Dies, das desaströse Torverhältnis von 4:75 Treffern und der ausbleibende Erfolg veranlassten die Gründer, am 8. Januar 1899 eine Notstandssitzung der Vereinsmitglieder unter dem ersten Fußball-Obmann Carl Palek einzuberufen. Nach dem deutschen Vorbild Rapide 93 Berlin-Niederschönhausen, der um die Jahrhundertwende sehr erfolgreich Fußball spielte, entschlossen sich die Verantwortlichen des Wiener Klubs, sich in „Sportklub Rapid“ umzubenennen. Der eigentliche Geburtstag des späteren österreichischen Rekordmeisters ist also der 8. Januar 1899 – heute vor 108 Jahren.Schlechte BedingungenAn den sportlichen Resultaten änderte sich dennoch nichts – Rapid konnte auch weiterhin nur selten gewinnen. Das lag nicht nur an der fehlenden Qualität der Spieler, sondern auch an den begrenzten finanziellen Möglichkeiten des Klubs. So musste Rapid zum Beispiel neben der Radetzky-Kaserne auf einem behelfsmäßig eingerichteten Fußballplatz spielen der Sportplatz auf dem Schmelzer Exerzierfeld war ein veritabler Acker.Erst 1903 zog der Verein zum Rudolfsheimer Sportplatz an der Hütteldorfer Straße um. Auch dieser Platz genügte keineswegs höchsten Ansprüchen: Er war so abschüssig, dass ein Tor um zwei Meter höher lag als das andere. Diesen Umstand machte sich der Klub allerdings zu Nutze – er war fester Bestandteil des Heimvorteils. Noch im selben Jahr schaffte Rapid nach einem Sieg über den Wiener Sportclub (WSC) – damals noch „Deutscher Sportverein“ – den Sprung in die höchte österreichische Spielklasse.Hier können Sie den vollständigen Artikel weiterlesen - die sportzeitung

 

Tabelle

Tabelle
Pl. Team Spiele Tore Punkte
1. SK Sturm Graz 12 +11 28
2. FC RB Salzburg 12 +14 25
3. SK Rapid 12 +6 22
4. FK Austria Wien 12 +4 18
5. FC Flyeralarm Admira 12 +2 18
6. LASK 12 0 16
7. SCR Altach 12 -1 16
8. Wolfsberger AC 12 -4 12
9. SV Mattersburg 12 -11 7
10. SKN St. Pölten 12 -21 2