29.02.2016 15:51
SK Rapid, Nachwuchs, Verein, Ausbildung

Fußball und Ausbildung gehen Hand in Hand

Renate Brauner ist sichtlich begeistert.

Sportkarriere und Lehre – das geht

Derzeit absolvieren 15 NachwuchssportlerInnen (davon 8 Rapidler) aus den Sparten Bürokaufmann/frau ihre Ausbildung in dem speziellen Lehrgang. Die ersten werden im September 2018 zur Lehrabschlussprüfung antreten. Der nächste Lehrgang startet im September dieses Jahres.

Nach Abschluss der Lehre gibt es auch noch spezifische Weiterbildungsmöglichkeiten, z.B. die Ergänzungsprüfung zum Sportadministrator/in (Eventmanagement, Sportmarketing und Sport PR) sowie die KADA – Sport mit Perspektive Berufsreifeprüfung im Leistungssport, die zum Universitäts- bzw. FH-Studium befähigt.

Lehrausbildung zum Bürokaufmann/frau für NachwuchssportlerInnen bei Ibis acam

"Es ist eine große Freude, zu sehen, mit wie viel Einsatz, Energie und Begeisterung die jungen Fußballer an ihrer sportlichen und beruflichen Zukunft arbeiten," zeigte sich Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner heute Montag beim Besuch des neuen Ausbildungslehrgangs Bürokaufmann/frau für NachwuchssportlerInnen bei der ibis acam Bildungs GmbH in der Geiselbergstraße im 11. Bezirk begeistert. Durchgeführt wird das spezielle Ausbildungsangebot vom AMS Wien gemeinsam mit der Berufsschule und ibis acam. Brauner nahm den offiziellen "Ankick“ für das Projekt gemeinsam mit Initiator Christoph Peschek, SK Rapid Geschäftsführer Wirtschaft vor. Mit dabei waren auch Gerda Challupner vom AMS für Jugendliche in Wien, Peter Grechtshammer, Leiter Sportmanagement, Akademie und Nachwuchs, SK Rapid, Rafael Montibeller ibis acam-Geschäftsführer und Andreas Ollinger, ibis acam Bereichsleiter Wien. Derzeit sind im Lehrgang ausschließlich Fußballnachwuchsspieler vertreten. Ein Anliegen, das alle eint: Auch Mädchen für den Lehrgang zu gewinnen und eine Sportvielfalt in der Ausbildung zu erreichen.

 
Es ist uns Anliegen und Verpflichtung, gerade unsere jungen Spieler abseits der fußballerischen Ausbildung zu unterstützen!
Christoph Peschek, SK Rapid Geschäftsführer Wirtschaft

Christoph Peschek freut sich über den Erfolg des Pilotprojekts.

"Im Rahmen unseres dualen Ausbildungsmodelles haben unsere Spieler nicht nur die Möglichkeit den Karriereweg als Profifußballer einzuschlagen, sondern können gleichzeitig auch eine schulische bzw. berufliche Ausbildung abschließen. Denn die sportliche Karriere könnte nicht nach Wunsch verlaufen oder aus verschiedenen Gründen jederzeit zu Ende sein. Sei es verletzungsbedingt, das Karriereende oder einfach fehlendes Potential. Daher erachten wir beim SK Rapid eine abgeschlossene schulische oder berufliche Ausbildung als unbedingt notwendig. Auch im Sinne unseres Leitbildes, das die Übernahme von sozialer Verantwortung beinhaltet, ist es uns Anliegen und Verpflichtung, gerade unsere jungen Spieler abseits der fußballerischen Ausbildung zu unterstützen", hielt Peschek fest.

Peter Grechtshammer, Leiter Sportmanagement, Akademie und Nachwuchs, ergänzt: "Generell sind wir der Meinung, dass unsere Spieler sehr viel aus dem Leistungssport, hier vor allem aus einer Mannschaftssportart, für ihre persönliche Entwicklung und ihren weiteren Lebensweg mitnehmen können. Im Sport als auch in der Lehre sind die gleichen Eigenschaften und Tugenden wie Interesse, Lernbereitschaft, Leidenschaft, Einsatzbereitschaft, Spaß und Freude an der Sache, Disziplin, Kommunikation, Zusammenarbeit etc. gefragt."

Brauner: „Auf zwei Beinen steht man sicherer und besser als auf einem“

"In Wien ist es uns ein wichtiges Anliegen, jungen Menschen einen guten Start ins Berufsleben als Grundlage für eine eigenständig gesicherte Existenz zu ermöglichen. Deswegen haben wir die Wiener Ausbildungsgarantie ins Leben gerufen. Mit dem Ausbildungslehrgang für Nachwuchssportlerinnen- und Sportler gibt es jetzt ein zusätzliches innovatives Angebot. Die Jugendlichen können sich nämlich voll auf ihre sportliche Karriere konzentrieren und gleichzeitig eine wertvolle Berufsausbildung abschließen. Denn für ihre Zukunft gilt: Auf zwei Beinen steht man sicherer und besser als auf einem."

 

"Eine Sport-Karriere ist großartig, solange man gesund und kräftig ist. Aber es kann schon eine einzige Verletzung den Traum zum Platzen bringen - und dann ist es wichtig, mit einer gefragten Berufsausbildung an einen neuen Karrierestart gehen zu können," unterstreicht Gerda Challupner von der Wiener AMS-Geschäftsstelle für Jugendliche. "Als fertige Bürokaufleute sind die jungen Menschen für den Arbeitsmarkt gerüstet, und das ist uns wichtig."

Andreas Ollinger, Ibis acam Bereichsleiter Wien: “Im Rahmen dieser Ausbildung ist es vorgesehen, dass den Jugendlichen für die Trainingsphasen und den Wettkämpfen eine Freistellung von der fachpraktischen Ausbildung ermöglicht wird. Die Ausbildung erfordert daher einen hohen Anteil an Flexibilität und Organisation. Durch die intensive Zusammenarbeit mit TrainerInnen, Berufsschule, Vereinen, Erziehungsberechtigten und den Jugendlichen legen wir gemeinsam die Basis für einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und somit zu einem mehr an Sicherheit für die Zukunft der Jugendlichen. Wir sind sehr stolz auf unsere Lehrlinge, die den Spagat, gute Schulleistungen einerseits und ausgezeichnete sportliche Leistung andererseits, hervorragend meistern."