29.10.2016 18:56
Profis, tipico Bundesliga, Spielbericht

2:1-Arbeitssieg in der Südstadt

Mit einem großartigen Dribbling sorgte Thomas Murg für den zweiten Treffer

Trainer Büskens Reaktion auf den Ausschluss von Mocinic

Unsere Defensive kämpfte und verhinderte den Ausgleichstreffer

Das Ziel vor diesem Spiel gegen die Gastgeber aus Niederösterreich war ganz klar – Ein Sieg musste her! Schließlich konnte Grün-weiß in den letzten vier Bundesligaspielen kein einziges Mal als Gewinner vom Rasen gehen, was mit den hohen grün-weißen Zielen naturgemäß unvereinbar war. Die Mannschaft von Cheftrainer Mike Büskens war also regelrecht in Zugzwang, vorallem die Effizienz beim Torabschluss musste sich verbessern und genau deshalb richtete das Trainerteam die Startelf, wie bereits im Cup-Spiel gegen BW Linz, sehr offensiv aus. Mit Matej Jelic und Giorgi Kvilitaia schickte er erneut zwei Stürmer ins Rennen, die sich im Laufe des Spiels als sehr nützlich erweisen würden!

Dass es eine hart umkämpfte Partie wird war klar, denn die letzten Aufeinandertreffen mit den Mödlingern waren alles Andere als ein leichtes Unterfangen. Ein Rauswurf aus dem ÖFB-Cup vergangene Saison, gefolgt von einem 4:0-Heimdebakel rief regelrecht nach Revanche – Und genau die gab es auch vor knapp 2 1/2 Monaten als unsere Grün-weißen die Südstädter mit 4:0 nach Hause schickten!

Laufintensive Anfangsminuten

Rapid startete mit sicheren, einfachen Pässen um das Spiel von Anfang an unter Kontrolle zu bringen, doch dieser Plan ging nicht auf. Die Admira versuchte Druck zu machen und startete bereits in der fünften Spielminute den ersten vielversprechenden Angriff auf unser Tor. Knasmüllner spielte Sax an der rechten Außenbahn an, der bis zur Outlinie sprintete und einen Pass in den Rückraum spielte. Monschein lauerte dort bereits und testete erstmals Goalie Richard Strebinger, der glücklich per Kopf abwehren konnte (5.). Danach folgten sehr laufintesive Angriffe, wie beispielsweise in der 8. Minute als Sax den Ball vom Fünfer aus über das Tor knallte. Die Admira spielte eine gute Anfangsphase, doch langsam aber sicher kam auch Grün-weiß besser ins Spiel.


Der erlösende Führungstreffer

In den vergangenen Spielen wurde immer wieder die schlechte Toreffizienz unserer Mannschaft kritisiert, doch heute sollte es nicht so sein - bereits der zweite Angriff unserer Rapidler fand seinen Weg ins Tor! Ein hoher Ball wurde auf Jelic gespielt, der per Kopf in den Strafraum verlängerte. Ebner leitete dort das Leder ungewollt auf Louis Schaub weiter, der sich plötzlich alleine vor dem gegnerischen Schlussmann wiederfand. Er zirkelte den Ball in Richtung linke Torecke, doch Goalie Leitner konnte mit einer tollen Parade an die Stange abwehren. Es scheinte erneut nicht klappen zu wollen im Abschluss, doch dann kam Tamas Szanto angelaufen und knallte das Leder hinter die Linie (16.)! 1:0.

Rapid hatte Blut geleckt, denn auch die darauf folgenden zehn Spielminuten waren ganz klar in grün-weißer Hand. In Minute 26 wurde es erneut brenzlig für die Mödlinger: Kvilitaia spielte einen punktgenauen Laufpass auf Thomas Murg, der zwei Gegenspieler ausstiegen ließ und den Ball flach in die lange Ecke knallte, wo der gegnerische Keeper ihn nicht mehr erreichen konnte! Es stand 2:0 für Rapid!

Das Spiel gewann nach dem zweiten Treffer erneut an Härte, villeicht sogar ein wenig zu viel. In der 33. Minute kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen den Spielern, wodurch der Schiedsrichter gezwungen war zu reagieren und das tat er auch – Mocinic, Jelic und Toth wurden mit Gelb bestraft. Die restliche erste Hälfte wurde – villeicht aufgrund der drei gelben Karten – wieder ein wenig ruhiger und Rapid ging mit einem verdienten 2:0 in die Halbzeit.

In der Halbzeitpause änderte Trainer Büskens die Formation. Matej Jelic, der zweite Stürmer, der ziemlich ausgepowert war und zudem Gelb-Rot gefährdet war, musste vom Rasen. Für ihn kam Srdjan Grahovac ins defensive Mittelfeld um das Zentrum zu stärken.

Die Admira kam zurück

Villeicht war unsere Mannschaft mit dem 2:0 im Rücken ein wenig zu siegessicher, doch das sollte sich ganz schnell ändern. Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff führte Knasmüllner den Ball bis an die Strafraumgrenze und zog ab. Max Hofmann fälschte den Schuss dabei sehr unglücklich in die lange Ecke ab, so dass Strebinger ihn nicht mehr erreichen konnte (49).

Spielerisch wurde es nach dem Anschlusstreffer recht ausgeglichen. Die Admira drückte ein wenig in Richtung Rapid-Tor, doch unsere Defensive hielt gut dagegen. In Minute 77 dann die Schreckensnachricht – Mocinic musste nach einer schlecht getimten Grätsche mit Gelb-Rot vom Platz. Rapid war also nur mehr zu Zehnt! - Die Admira hingegen konnte nun mehr nach Vorne spielen. Es folgten zahlreiche gute Angriffe der Niederösterreicher, doch Rapid schaffte es dagegen zu halten!

Nach drei Minuten Nachspielzeit dann endlich der ersehnte Schlusspfiff - Unsere Mannschaft hatte es geschafft nach vier sieglosen Ligaspieln endlich wieder drei Punkte zu holen, Goalie Richard Strebinger hielt kurz vor Schlusspfiff den Sieg noch mit einer Glanzparade fest!

 

(JW)

 

 

Tipico-Bundesliga, 13. Runde

Samstag:

Admira - Rapid 1:2 (0:2)

Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 5.032 Zuschauer, SR Kolleger

Torfolge:
0:1 Szanto (16.)
0:2 Murg (29.)
1:2 Knasmüllner (49.)

Admira: Leitner - Zwierschitz, Lackner, Wostry, Pavic - Sax (84./Starkl), Ebner, Knasmüllner, Toth, Bajrami (62./Spiridonovic) - Monschein (75./Schmidt)

Rapid: Strebinger - Pavelic, Sonnleitner, M. Hofmann, Schrammel - Schaub, Murg, Mocinic, Szanto (61./Traustason) - Kvilitaia (69./Joelinton), Jelic (46./Grahovac)

Gelb-Rote Karte: Mocinic (76.)

Gelbe Karten: Toth, Pavic bzw. Jelic, Grahovac

Die besten Spieler: Schaub, Sonnleitner bzw. Toth, Knasmüllner

 

Tore und Highlights von Sky Sport Austria

 

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2%
(10) Louis SCHAUB
2%
(13) Giorgi KVILITAIA
6%
(15) Srdjan GRAHOVAC
0%
(18) Tamas SZANTO
5%
(20) Maximilian HOFMANN
2%
(22) Mario PAVELIC
1%
(23) Arnor Ingvi TRAUSTASON
1%
(26) Ivan MOCINIC
1%
(29) Thomas MURG
7%
(30) Richard STREBINGER
63%
(34) JOELINTON
0%

Tore und Highlights

von Sky Sport Austria