Gerhard-Hanappi-Platz

Ein Jahr nach seinem viel zu frühen Tod im Jahr 1980, wurde das Weststadion in Wien-Hütteldorf in Gerhard-Hanappi-Stadion umbenannt. Um einen der größten Rapid-Spieler aller Zeiten auch in der Zukunft zu ehren, wird die Adresse des neuen Allianz-Stadions Gerhard-Hanappi-Platz 1 lauten.

Das neue Allianz Stadion

Stadionadresse Gerhard-Hanappi-Platz 1

Ab Sommer 2016 wird in Wien-Hütteldorf der Gerhard-Hanappi-Platz eingeweiht, eine Idee, die Rapid in Absprache mit den Söhnen der Rapid-Legende, gleichzeitig Architekt des einstigen und später nach ihm benannten Weststadions, nun umsetzten konnte. Gerhard Hanappi jun. sagte damals anlässlich des Neubaus des Allianz Stadions: "Die Anforderungen haben sich in den letzten Jahrzehnten massiv geändert und ein schöner Trost ist es, dass das neue Stadion in Zukunft so ausgerichtet werden soll, wie dies mein Vater immer geplant hatte. Ich freue mich auch über den Vorschlag, dass der Vorplatz künftig den Namen Gerhard-Hanappi-Platz tragen soll."

Die Familie Hanappi mit Rapid-Präsident Michael Krammer und Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek.

"Eine bessere Vereinsanschrift kann es nicht geben"

"Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, dass es gelungen ist, mit der Benennung Gerhard-Hanappi-Platz den ehemaligen Rapid-Kapitän und Architekten der langjährigen Heimstätte würdig zu ehren. Eine bessere Vereinsanschrift kann es für den SK Rapid gar nicht geben, wohl kein anderer Klub hat schließlich über Jahrzehnte seine Heimstätte in einem Stadion gehabt, das eine der größten Klublegenden geplant hat.", freut sich Christoph Peschek, Geschäftsführer Wirtschaft des SK Rapid.      

"Gerhard Hanappi war einer der herausragenden Fußballer der Nachkriegszeit. Sowohl als ehemaliger Rekordspieler in der österreichischen Nationalelf als auch als langjähriger Kapitän bei Rapid hat er Fußballgeschichte geschrieben", so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.

Gerhard Hanappi 1965

Einer der Besten der Welt

Gerhard Hanappi, auch bekannt unter dem Spitznamen "Gschropp", kam 1950 als 21-jähriger unter fast abenteuerlichen Umständen von Wacker Wien, wo er schon als 18-jähriger in der Kampfmannschaft spielte und 1947 auch Meister und Cupsieger wurde, zu Rapid, wo damals der nicht minder legendäre Franz "Bimbo" Binder als Trainer das sportliche Sagen hatte. Hanappi blieb Grün-Weiß bis zu seinem Karriereende im Jahr 1964 treu und holte sieben Mal den Meisterteller nach Hütteldorf - damals noch auf die Pfarrwiese. Dazu wurde er einmal Cupsieger, einmal Zentropacupsieger und stand natürlich auch in jener Mannschaft, die 1961 bis ins Semifinale des Meistercups, dem Vorläufer der UEFA Champions-League, einzog. Insgesamt bestritt Hanappi (zwischen 1950 und 1960 wurde er acht Mal zu Österreichs beliebtesten Fußballer gewählt!) 382 Pflichtspiele für Rapid und erzielte dabei bemerkenswerte 119 Tore.

Das Gerhard-Hanappi-Stadion

Ehemaliger ÖFB-Rekordspieler

Von 1957 bis 1964 war er zudem Kapitän des SCR, eine Funktion, die er im damals höchst erfolgreichen österreichischen Nationalteam (WM-Dritter 1954) von 1955 bis 1962 ausübte. Mit 93 Länderspielen hielt Gerhard Hanappi jahrzehntelang (bis 1998) den Rekord im Österreichischen Fußball-Bund, bis heute brachten es nur Andreas Herzog (103) und Anton Polster (95) auf mehr Einsätze im ÖFB-Trikot. 1953 wurde Hanappi, der am 23. August 1980 im Alter von nur 51 Jahren viel zu früh nach einer schweren Erkrankung verstarb, sogar in die FIFA-Weltauswahl berufen. 1981 wurde ihm zu Ehren das Weststadion in Gerhard-Hanappi-Stadion unbenannt und 1999 wurde er von den Rapid-Fans ins "Rapid-Team des Jahrhunderts" gewählt. 

Gerhard-Hanappi-Stadion

Alte Heimat

Allianz Stadion

Neues Zuhause