Die Geschichte der Sportwette

Titelseite des allerersten Toto-Scheins

...und in voller Pracht

Das erste tipp3-Wettprogramm

Die Geschichte der Sportwetten ist eng verknüpft mit der Entstehung des sportlichen Wettkampfs. Erste Aufzeichnungen von offiziellen Sportwetten stammen von 676 v. Chr., als die alten Griechen bei den 23. Olympischen Spielen Geld oder andere Vermögenswerte auf den Ausgang eines Wettkampfes gesetzt haben. Bereits damals gab es auch schon spontane, sozusagen „live“ Wetten: es konnte also während eines laufenden Wettkampfes kurzfristig auf den Ausgang gewettet werden. Mit Aufstieg des Römischen Reiches wurde von den Römern auch Sportwetten von den Griechen übernommen, wobei im Circus Maximus beispielweise auf den Ausgang von Streitwagenrennen gesetzt wurde. Mit dem Untergang des Römischen Reiches verloren aber auch Sportwetten an Bedeutung. Im Mittelalter wurde während Ritterturnieren gewettet, jedoch ausschließlich im privaten Rahmen.

Von Pferden zum runden Leder

Einen wirklich signifikanten Popularitätsschub erlebten Sportwetten dann erst im 18. Jahrhundert in Großbritannien. Bei Pferdewettrennen wurden sie dazu genutzt, um mit den Einnahmen die Veranstaltung selbst zu finanzieren. Der Boom der Pferdewetten wurde dadurch verstärkt, dass die Pferdewirtschaft im Vereinigten Königreich bis ins 20. Jahrhundert eine besondere wirtschaftliche und militärische Bedeutung hatte. Als in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts dann auch der Fußball in Großbritannien populär wurde, war die Verbindung von Wetten und diesem neuem sportlichen Wettkampf natürlich naheliegend. Mit dem Siegeszug des Fußballsports von Großbritannien ausgehend, wurde rund um die Welt auch das Wetten auf das runde Leder populär.

Über Kartenspiele zur Sportwette

In Österreich wurde der Begriff „Wette“ schon 1898 vom „Komitee zur Veranstaltung von Fußballwettspielen“ (ab 1904 ÖFV, später dann ÖFB) verwendet. Kartenspiele gegen Geld waren in den Wirtshäusern des Arbeitermilieus üblich und damit lag auch die Verwendung monetärer Einsätze in Kombination mit Fußballspielen auf der Hand. Bereits 1920 berichtete das „Sport-Tagblatt“ in seiner Ausgabe vom 22. November, dass beim Spiel Rapid-WAF im Zuschauerraum „ungeniert“ gewettet wurde und es wurden in diesem Zusammenhang Spielmanipulationen befürchtet.

Die Geburtsstunde des "Toto"

Ab 1921 begann sich die Fußballwette, dem internationalen Trend des Bewerbsfußballs folgend, nach und nach als populärste aller Sportwetten zu etablieren. In diesem Jahr wurde in England auch das Wettspiel „Toto“ eingeführt, das in der Folge auch von halb Europa übernommen wurde.

Im Jahr 1948 wurde in Österreich schließlich per Gesetz das Sporttoto zugelassen. Im Oktober des darauffolgenden Jahres fand dann erstmals eine Toto-Runde statt. Der SK Rapid erwies sich als wahres Zugpferd für das neue Spiel: so ist das Aushängeschild der aller ersten Toto-Runde ein Derby im Wiener Stadion, das mit 4:4 endet. Der Wetteinsatz für eine Kolonne betrug damals 2,20 Schilling. Während es zu Beginn 527 Annahmestellen in Wien gab, sind es ein Jahr später bereits doppelt so viele. Annahmestellen befinden sich von Anfang an in z.B. Tabak-Trafiken, Lottokollekturen und Geschäftsstellen der Klassenlotterie. Überschüsse aus den Einnahmen sind  größtenteils für die Sportförderung im Land bestimmt. Manche Toto-Annahmestellen wurden von bekannten Spielern betrieben, darunter waren z.B. auch die Rapid-Spieler Ernst Happel und Max Merkl. In der Presse wurde Toto unter anderem mit der »Toto-Zeitung« beworben und es entstanden Produkte, die Geld durch systematisch „richtiges“ Tippen versprachen, wie z.B. das »Toto-Rad«.

Der "Totoschilling" und das Aufkommen der Buchmacher

Die Umwälzung von Teilen der Einnahmen auf die Sportvereine hat eine lange Tradition. 1954 wurden aus dem „Totoschilling“ öS 276.000 an den SK Rapid u.a. für Renovierungsarbeiten auf der Pfarrwiese überwiesen.

Neben dem offiziellen Toto haben sich im Laufe der Geschichte der Sportwetten zahlreiche Buchmacher herausgebildet, die entweder legal oder illegal Wetten offerierten, die mit festen Quoten auf den Ausgang der jeweiligen Wette festgelegt sind. Mit seinem Namen garantiert ein Buchmacher die Auszahlung der Gewinne.

Liberalisierung und Kooperationen

In Österreich ist der Markt für Sportwetten liberalisiert, weshalb sich besonders ab den 1990er Jahren zahlreiche Wettcafés- und -büros darauf spezialisieren vor allem Fußballwetten anzunehmen. So wird 1991 z.B. die Admiral Sportwetten GmbH gegründet. In der Folge kommt es häufig zu Kooperationen von Sportwettanbietern und Sport-, besonders Fußballvereinen, die zum Teil skurrile Auswüchse annehmen: so spielt der  SC Untersiebenbrunn, der zu der Zeit eine feste Größe in Österreichs zweithöchster Spielklasse ist, von 2001-2004 unter dem Namen SC Interwetten.com.

tipp3 und der SK Rapid

tipp3

Seit Beginn des neuen Jahrtausends kooperiert tipp3 - eine Marke der Österreichischen Sportwetten GmbH, welche  zur Casinos Austria AG/Österreichische Lotterien GmbH Gruppe gehört - mit dem SK Rapid. Diese Partnerschaft wird seither laufend erweitert. Seit 2008 ist tipp3 Premiumpartner bei den Grün-Weißen. Da es sich beim SK Rapid um einen Traditionsklub handelt, den populärsten Verein des Landes, der eine österreichweite Fanbasis besitzt, die sich durch die Leidenschaft zum Verein auszeichnet, ist auch im Sinne von tipp3 eine langjährige Partnerschaft entstanden, die tipp3 und den SK Rapid auch in Zukunft verbinden wird. Auch das Rapideum hat häufig von dieser Partnerschaft profitiert und sagt auch auf diese Weise, mit dieser expliziten Nennung, DANKE für diese wichtige Unterstützung.