28.07.2015
Kampfmannschaft

Auch wenn Peter Pacult vor den Tirolern warnt, Rapid kann der Statistik zufolge getrost die Auswärtsfahrt nach Innsbruck antreten. Denn inklusive der Abwesenheit Tirols in der Bundesliga datiert der letzte Sieg der jetzigen Straka-Truppe vor eigenem Publikum vom 1. Dezember 2001. Seit diesem Zeitpunkt holten die Hütteldorfer zumindest einen Punkt und weisen somit eine positive Bilanz am Tivoli Neu auf. Seit dem Wiederaufstieg Wacker Tirols in die höchste österreichische Spielklasse stehen drei Siege und zwei Unentschieden auf dem Konto der Grün-Weißen. Eine Fahrt in das westliche Bundesland hat sich in den letzten Jahren also immer ausgezahlt. Auffallend ist nur, dass beide Unentschieden in den letzten beiden Duellen zustande kamen. Im letzten Aufeinandertreffen in Innsbruck verabschiedete sich Rapid mit einem 2:2. Petr Vorisek und Peter Hlinka glichen jeweils eine Führung der Gastgeber aus. Richtig zur Sache ging es aber erst im zweiten Durchgang. Alle Treffer resultierten aus der zweiten Halbzeit. Am 26. November 2005 endete Rapids Siegesserie am Tivoli-Neu seit der Rückkehr der Innsbrucker in die Bundesliga. Bei winterlichen Temperaturen und einem Spiel auf mäßigem Niveau ließ man wichtige Punkte liegen, konnte aber mit einem 0:0 wenigstens mit einem Punkt im Gepäck abreisen. Als amtierender Meister 2005 fuhr man den höchsten Sieg der letzten Jahre ein. 3:0 hieß es nach 90 Minuten. Unter den Torschützen befand sich, der im Aufwind befindliche Marek Kincl. Der Tscheche ebnete, bei einer überlegenen Vorstellung der gesamten Mannschaft, den Weg zum Erfolg. Im April 2005 konnte auch ein ungewöhnlicher Spieltermin den Rekordmeister nicht aus der Ruhe bringen. Aufgrund der Eishockey-WM war das Spiel gegen die Tiroler vom Wochenende auf Freitag vorverlegt worden. Trotz späten Erwachens aus dem Winterschlaf drehte Rapid die Partie und siegte schlußendlich verdient mit 2:1. Alle drei Tore wurden allerdings von der Gastmannschaft erzielt. Der noch immer im Kader befindliche Jozef Valachovic fälschte unglücklich ins eigene Tor ab und brachte so die Gäste in Front. Die drei Punkte trösteten aber auch über dieses Mißgeschick hinweg. Das erste Duell des neu gegründeten Vereins, Wacker Tirol, mit dem Rekordmeister war gleichzeitg das 100. Duell der beiden Mannschaften. Klar und souverän holte man sich den 2:0-Triumph in der Fremde. Mit von der Partie war Markus "Mecki" Katzer, der den Hütteldorfern bereits nach drei Minuten die Führung bescherte. Für zwei Rapidler bedeutet der Ausflug nach Innsbruck eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Sportdirektor Alfred Hörtnagl spielte jahrelang eine tragende Rolle bei den Grün-Schwarzen, Verteidiger Hannes Eder kam erst im Jänner von den Tirolern nach Wien gereist. Eins ist aber klar: Beide sind dem Rapid-Fieber voll und ganz verfallen.In der anstehenden Doppelrunde gilt es den Aufwärtstrend der letzten Wochen zu bestätigen und nicht länger dem sicher geglaubten Sieg gegen Salzburg daheim nachzutrauern. In der Form, in der sich Rapid derzeit befindet, sollte auch dieses Mal am Tivoli Neu mindestens ein Punkt herausspringen. Nun gilt es die Form zu konservieren und die oberen Plätze der Tabelle nicht aus den Augen zu verlieren. Denn: Weiterhin ist alles möglich!(ak)