30.12.2009 16:35
Verein

Der grün-weiße Jahresrückblick, Teil 3:

Mai:In Linz gab es ein Wiedersehen der besonderen Art. Rapid-Legende Hans Krankl übernahm beim LASK in den letzten Runden das Traineramt. Mit einem Totalumbau wollte er Pacult & Co. überraschen. Doch Rapid agierte eiskalt und Hoffer und Boskovic sorgten für einen nie gefährdeten 2:0-Auswärtserfolg. Einziger Wermutstropfen: Der Montenegriner erlitt in einem Zweikampf mit LASK-Stürmer Mijatovic eine Fraktur des Unterarms. Klubarzt Dr. Mondl fixierte Elle und Speiche in einer zweistündigen OP mit zwei Platten und 16 (!) Schrauben. Die Saison war für Boskovic somit vorbei. Aber es gab auch positive Meldungen: Tormanntrainer „Tiger“ Zajicek und Raimund Hedl bekamen nach bestandener Prüfung das Tormanntrainer-Diplom des ÖFBs verliehen.Diashow: LASK – SK Rapid 0:2Um die Mini-Chance auf die Titelverteidigung zu wahren, musste im ausverkauften Hanappi Stadion gegen RB Salzburg unbedingt ein Sieg her. Schließlich hatte Salzburg sieben Punkte Vorsprung auf die Hütteldorfer. Rapid wollte im Schlagerspiel also nur eines: Einen vorzeitigen Titelgewinn der Salzburger verhindern. Auch Trainer Peter Pacult gab sich bewusst zuversichtlich vor dem Entscheidungsspiel: „Wir wollen diesen Sieg“, sagte er vor der Partie. Und Rapid durfte nach dem Spiel weiterhin hoffen, denn im ausverkauften St. Hanappi wurden die „Bullen“ mit 4:2 abgefertigt. Salzburg konnte nur zwischenzeitlich über das 1:1 jubeln. Danach sorgte „Jimmy“ Hoffer mit drei Treffern für die klare Entscheidung. Stefan Maierhofer traf zum 1:0 und Aufhauser sorgte in der Schlussphase für den zweiten Salzburger-Treffer. Rapid war wieder zurück im Titelkampf.Diashow: SK Rapid – RB Salzburg 4:2Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Titelverteidigung hielt leider nicht lange an. Nach zwei Niederlagen innerhalb von nur vier Tagen war der Zug leider abgefahren. Zuerst musste sich unsere Mannschaft in Ried geschlagen geben. Innerhalb von zehn Minuten kassierte man im Innviertel drei Gegentore. Im Hanappi Stadion setzte es erneut vier Tage später wieder eine Niederlage. Mattersburg entführte aus dem Hanappi Stadion drei Punkte.Diashow: SV Ried – SK Rapid 3:0Mittlerweile gab es bei Rapid eine tolle Aktion: Rapid begann mit dem Vorverkauf für Abonnenten und Mitglieder zu den Jubiläumsspielen gegen Schalke (11. Juli) und Liverpool (18. Juli). Die Karten kosteten jeweils 18,99 Euro - eine Aktion zum Gründungsjahr 1899. Doch bevor man sich mit Schalke und Liverpool messen durfte, musste noch die Meisterschaft zu Ende gespielt werden. Rapid verabschiedete sich mit einem 4:0-Auswärtssieg bei Kapfenberg in die Sommerpause. Hoffer erzielte dabei drei Treffer und nebenbei in der zweiten Spielminute den schnellsten in der  abgelaufenen Saison.Diashow: Kapfenberg – SK Rapid 0:4 110 Jahre Rapid: Der Gala AbendJuni:Für Steffen Hofmann war die Spielzeit heuer schon nach 34 Runden beendet. Der Rapid-Star ließ sich eine Schraube aus dem linken Knie entfernen, verpasste dadurch die letzten zwei Spiele. Dennoch durfte Hofmann nach Saisonschluss gleich zwei Mal jubeln. Zum einen war der 28-Jährige  nun auch kirchlich mit Ehefrau Barbara verheiratet. Anfang Juni holten Barbara und Steffen Hofmann in Oberlaa drei Jahre nach ihrer standesamtlichen Trauung die kirchliche nach. Die einjährige Emily war noch zu klein, um groß mit zu feiern, wurde aber von Schwesterchen Sophie-Marie als Gratulantin bestens vertreten. Zum Zweiten war „Steff“ - wie schon im Vorjahr - der regierende Assistkönig von Europa. Mit 23 Torvorlagen ließ er Superstar Xavi vom Champions-League-Sieger FC Barcelona (22 aufgelegte Treffer) knapp hinter sich. Nummer eins bei den Fans war erneut Rapid mit 16.944 Fans pro Spiel vor Salzburg (15.222) und Sturm (12.278). Am meisten Zuseher in einem Spiel hatte Salzburg mit den 23.800 gegen Rapid.Trotz Urlaubszeit tat sich noch etwas. Trainer Peter Pacult entschloss sich, sein Personal auszuwechseln. Manfred Kohlbacher und Leopold Rotter wurden als neuer Trainerstab präsentiert.(chb)