06.04.2017
Profis

"Alles hineinwerfen, um weiterzukommen"

Fünf Tage nach dem ersten Duell mit dem SKN St. Pölten folgt am Mittwoch Abend die zweite Auflage. Allerdings diesmal in einem anderen Bewerb, steht doch das Viertelfinale im ÖFB-Samsung-Cup auf dem Spielplan. Ein Match, in das wir mit besonders großer Konzentration gehen müssen, liegt hier doch die letze Chance, uns heuer noch für die europäische Bühne zu qualifizieren. So weit, so klar die Rahmenbedingungen, auch wenn Geschäftsführer Sport Fredy Bickel diese gleich ins richtige Licht rückt: "Es braucht ein bisschen Demut, um das Ganze richtig zu interpretieren. Natürlich wollen wir den Cup holen - aber dazu braucht es insgesamt drei Spiele, nicht nur das jetzige in St. Pölten. Wenn man sieht, was wir in den letzten Monaten erreicht und vor allem nicht erreicht haben, dann sollten wir jetzt noch lange nicht vom Europacup reden. Sondern erst vom Erreichen des Halbfinales." Am wichtigsten, so Bickel, "ist in erster Linie das Erfolgserlebnis an sich, ein Sieg, um diese Negativ-Spirale zu stoppen."

Mit dabei ist erneut der "12. Mann", also unsere Fans und das zahlenmäßig sogar noch in größerer Form, als bereits am Samstag. Mit Stand Dienstag Nachmittag gab es für den Nebenbereich beim Gästesektor (dieser ist bereits seit längerem ausverkauft) nur mehr rund 200 Restkarten. Und die Mannschaft? Hier wird Mario Sonnleitner wegen einer Verkühlung in Wien bleiben, statt ihm rückt der junge Manuel Thurnwald in den Kader nach. Max Hofmann, der zuletzt frühzeitig ausgewechselt wurde, steht wieder im Aufgebot. "Sonst wird die gleiche Mannschaft auftreten wie am Wochenende", bestätigt Damir Canadi, der unser Team an die erste Halbzeit anschließen sehen will: "Hier haben wir eine ordentliche Leistung geboten. Leider haben wir es verabsäumt, das Spiel auch für uns zu entscheiden, durch den Gegentreffer ist die Verunsicherung wieder hochgekommen. Das ist zu verbessern, der Aufstieg ist unser klares Ziel."

Gut 1.600 Rapid-Fans werden in St. Pölten unsere Mannschaft nach vorne treiben - steht am Ende der Aufstieg?

Das Erfolgserlebnis an sich hat auch Stefan Schwab im Fokus: "Mental werden wir sicher nicht ins Spiel gehen, dass es die letzte Chance auf den Europacup ist. Sondern erst einmal das Spiel, wo wir durch ein Weiterkommen ins Halbfinale kommen. Wir haben 90 Minuten oder mehr Zeit, um zu zeigen, dass wir unbedingt aufsteigen wollen." Dem Kapitän ist bewusst, "dass wir zu viele Gegentore aus Standards bekommen. Dennoch gilt es nicht nur, defensiv stabil zu stehen, sondern unser Heil in der Offensive zu suchen." Bei den internen Analysen wurde dies auch bewusst so angesprochen, weil in St. Pölten in Hälfte Zwei verabsäumt wurde, mit Mut nach vorne zu spielen: "Wir müssen uns mehr Optionen für den ballführenden Spieler herausarbeiten."

Gelingt das, und könnte Rapid wirklich an die erste Hälfte vom Wochenende anschließen, dann sollte dem ersten Erfolgserlebnis wenig im Wege stehen. Denn allen ist bewusst: Irgendwann muss diese Unserie, die uns im Frühjahr bisher begleitete, ein Ende nehmen. Und warum nicht jetzt, im ÖFB-Samsung-Cup?

ÖFB-Samsung-Cup, Viertelfinale:
SKN St. Pölten - SK Rapid
Mittwoch, 5. April 2017
Anpfiff: 20:30 Uhr

Link: Karten-VVK zu den nächsten Spielen.

(gub)

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