15.04.2018 18:48
Profis, tipico Bundesliga, Spielbericht

Magischer SCR: Kantersieg im 326. Derby!!!!

Jubel, wohin man schaute: Rapid durfte am Sonntag gleich mehrfach feiern.

Die drei Siege hintereinander gaben unserer Mannschaft das nötige Selbstvertrauen, um gestärkt ins 326. Wiener Derby zu gehen. Dieses fand, weil auswärts, zugleich auch das letzte Mal im alt-ehrwürdigen Ernst-Happel-Stadion statt, bevor unser Lokalrivale im Sommer nach Favoriten zurückkehrt. Nachdem Rapid in dieser laufenden Saison im Derby ungeschlagen war (zwei Siege, zwei Unentschieden) war das Ziel an diesem Sonntag also für uns klar definiert: Bestmöglich ein weiterer Sieg sollte her, um Platz 3 zurückzuerobern, im Stadtduell unbesiegt zu bleiben - und einfach überhaupt!

Personell musste Cheftrainer Goran Djuricin beim letzten Gang ins Happel-Stadion auf Stephan Auer verzichten, der aufgrund einer Verhärtung nicht im Kader stand. Den Platz auf rechts hinten übernahm Mario Pavelic, der den Vorzug gegenüber Manuel Thurnwald (auf der Bank) bekam. Dejan Ljubicic war nach seiner Gelb-Sperre wieder dabei. Ganz vorne wurde Philipp Schobesberger nominiert, dahinter auf den Seiten Veton Berisha und Louis Schaub, in der Mitte Thomas Murg.

Also konnte es losgehen, und wie auch noch: Nach einem Eckball setzte Stefan Schwab den ersten Kopfball-Aufsitzer nach einer Ecke noch vorbei (2.). Nur wenige Minuten später machte es der Kapitän ganz fein: Heber von Schaub im Strafraum in den Lauf von Schwab, der heranrauschte und den Ball mit einem wuchtigen Dropkick ins Eck versenkte - 1:0 (8.)! Der Jubel der rund 3200 Rapid-Fans, die das Match akustisch wie so oft in ein Heimspiel verwandelten, wäre aber fast unterbrochen worden: Nach einem durchgesteckten Ball kam Pires im Strafraum zum Schuss, dieser zog aber am langen Eck vorbei (10.). Die nächsten Chancen stellten sich ein: Zuerst parierte Goalie Richi Strebinger einen Freistoß von Salamon (18.). Dann flankte Schwab ideal auf den Kopf von Schobesberger, dessen gut angetragener Kopfball aber von Goalie Pentz gehalten wurde (24.).

 

Traumtor: Dirigent Thomas Murg krönte seine Leistung mit dem 2:0.

Es folgte eine kurze Druckphase des Gastgebers, wo Strebinger einen abgefälschten Monschein-Schuss entschärfte (32.). Generell ging die Taktik von uns aber meist blendend aus und hebelte die Angriffsbemühungen des Gegners aus. Immer wieder kam unsere Mannschaft zu guten Vorstößen und zeigte sich auch effizient: Wieder mal Murg mit einem seiner Haken nach innen, seine Abschlüsse landeten ja heuer meist leider am Aluminium, aber diesmal passte er - satt ins Eck, ein Supertor zum 2:0, genau vor der Pause (42.)!

Pause. In dieser heißt es oft, sich neu zu orientieren, aber unsere Mannschaft machte wie vorhin weiter! Traumhafter Lochpass von Schwab auf Schobesberger, dieser lief allein auf Goalie Pentz zu, verlud diesen und verwandelte zum 3:0 (51.)! Was war denn hier los?!? Rapid hatte weiter den Hunger nach mehr, viel mehr – und es tat so gut: Murg setzte nach tollem Einsatz einen perfekten Stanglpass, der aber keinen Abnehmer fand (60.). Dann ein hoher Ball auf Schaub, dieser bediente im Strafraum Schobesberger, dessen Schuss aus kurzer Distanz pariert wurde (62.). Zwischendurch gab es noch eine Möglichkeit von Monschein, bei der aber Strebinger die Oberhand behielt (70.).

 

Nummer 1 von Wien: Rapid ließ die Austria verstummen.

Erster Wechsel bei uns und warum wir das so betonen, hat auch einen Grund: Giorgi Kvilitaia ersetzte Schobesberger, Veton Berisha setzte einen Stanglpass und Kvilitaia war mit seiner ersten Ballberührung zur Stelle – 4:0, ein Traum (73.)!! Die Veilchen waren nicht nur verwelkt, sondern zerstört, und als Kvilitaia nur eine Minute später zum Flachschuss ansetzte, verhinderte Pentz das absolute Debakel (74.). Neben Thanos Petsos kam für die Schlussphase noch Altmeister Steffen Hofmann. Und Rapid blieb dem fünften Tor auch hier immer näher, etwa, als nach einem Konter Louis Schaub neben das Tor schlenzte (85.).

Es blieb somit beim sensationellen 4:0, das auch eine historische Komponente beinhaltet: Es ist der höchste Derbysieg für uns seit 1981 (!). In diesem Sinne: DERBYSIEGER - und jetzt mit voller Kraft am Mittwoch im Cup-Halbfinale nach Graz!!  

(gub)

 

tipico Bundesliga, 30. Runde
FK Austria - SK Rapid 0:4 (0:2)
Ernst-Happel-Stadion, 11.267 Zuschauer, SR Grobelnik

Tore: 0:1 ( 8.) Schwab, 0:2 (42.) Murg, 0:3 (51.) Schobesberger, 0:4 (73.) Kvilitaia;

FK Austria: Pentz - Klein, Madl, Borkovic, Salamon - Demaku - Venuto, De Paula (77./Grünwald), Alhassan (55./Fitz), Pires (63./Lee) - Monschein

SK Rapid: Strebinger - Pavelic, M. Hofmann, Galvao, Bolingoli - Ljubicic, Schwab (77./Petsos) - Schaub, Murg (76./S. Hofmann), V. Berisha - Schobesberger (72./Kvilitaia)

Gelbe Karten: M. Hofmann, Murg, Schwab;

 

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War war Euer Man of the Match beim 4:0-Auswärtstriumph im 326. Wiener Derby?

Anzahl der Stimmen: 915
(1) Richard STREBINGER
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(3) Lucas GALVAO
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(5) Boli BOLINGOLI
4%
(7) Philipp SCHOBESBERGER
21%
(8) Stefan SCHWAB
23%
(9) Veton BERISHA
7%
(10) Louis SCHAUB
2%
(11) Steffen HOFMANN
17%
(13) Giorgi KVILITAIA
1%
(19) Thomas MURG
18%
(20) Maximilian HOFMANN
0%
(22) Mario PAVELIC
0%
(39) Dejan LJUBICIC
1%
(55) Thanos PETSOS
0%