11.11.2018 16:26
Profis, Bundesliga, WAC, Spielbericht

Bitteres Ende beim WAC

Immer wieder tauchte der WAC gefährlich vor unserem Tor auf - wir gingen aber zunächst in Führung.

Frühlingshaftes Wetter (und das Mitte November) brachte uns am Sonntag zur 14. Runde nach Wolfsberg. Also an jenem Spielort, wo wir erst in der Vorwoche gastierten - da gab es im UNIQA ÖFB Cup ein ungefährdetes 3:0 für uns, es war der erst zweite Sieg unserer Mannschaft beim WAC. Diesmal aber stand das Meisterschaftsduell am Programm und hier wollte Rapid, seit vier Spielen ungeschlagen, weiter das Seinige geben, damit die Leistungskurve auch nach dem Schlusspfiff nach oben zeigt. Sowohl in Altach, wie auch gegen Villarreal in der UEFA Europa League unter der Woche stimmte jedenfalls der Einsatz und machte Lust auf mehr. Den Wunsch zu spielen hatte Mario Sonnleitner auch, unser Routinier musste aufgrund einer Verkühlung aber kurzzeitig passen. Für ihn saß mit Leo Greiml ein junger Innenverteidiger von SK Rapid II auf der Bank und nahm damit neben einem alten Bekannten Platz: Philipp Schobesberger, der sich nach seiner Hüft-OP endlich wieder zurückmeldete und auf seinen ersten Einsatz seit Mai (damals ebenso in Wolfsberg) spitzte. In die Innenverteidigung rückte somit neben Christopher Dibon Mert Müldür.

Auch, wenn man sich es anders vorgenommen hatte, gehörte die Anfangsphase den Gastgebern: Ein Liendl-Freistoß in unseren Strafraum sorgte für erste Gefahr (5.), aber fast passiert wäre es nur eine Minute später, als Schmerböck fast unbedrängt einen Kopfball ganz knapp neben unser Tor setzen konnte (6.). Nach der ersten Offensive des WAC verflachte das Geschehen aber zusehends und verlagerte sich mehr und mehr ins Mittelfeld, wo Zweikämpfe dominierten. Nach 24 Minuten kam es zum ersten Wechsel, als Veton Berisha für Andrei Ivan kam, der einen Schmerz im Oberschenkel verspürt hatte.

Erst nach einer halben Stunde ging es hier so richtig los: Zuerst musste Goalie Richard Strebinger gegen einen Kopfball von Orgill aus spitzem Winkel parieren (29.). Dann ging unsere Mannschaft mit der ersten richtig guten Chance auch ansatzlos in Führung: Nach einer Kombination über mehrere Stationen bediente Berisha mit einer flachen Hereingabe Thomas Murg, der etwas versetzt zum 1:0 ins Eck traf (37.)! Rapid hätte gleich danach durch Berisha nachlegen können, unser Offensivspieler traf aber aus aussichtsreicher Position nur das Außennetz (44.). Im Gegenzug hatten wir zwei Mal Glück, dass Orgill nicht mehr aus seinen Chancen machte: Zuerst entschärfte Strebinger im 1:1-Duell, dann verlor unser Schlussmann einen Rückpass, den der WAC-Stürmer abfing und statt ins leere Tor an die Stange setzte (45.). Aber: Die Führung nahmen wir in die Halbzeit mit.

 

Die grün-weiße Führung - da war unsere Welt noch in Ordnung.

Aber sie hielt nicht lange: Der WAC glich nur 20 Sekunden nach Wiederanpfiff aus, nach einer Hereingabe konnte Orgill freistehend einschießen (46.). Das Bild danach glich auch wieder jenem der ersten Halbzeit, denn auch jetzt verflachte der Spielfluss. Schmerböck fand nach einer Stunde erneut eine Gelegenheit vor, sein Schuss ging aber daneben. Ebenso bei einem weiteren Versuch von Orgill, der im Strafraum verzog (66.). In dieser Phase meldete sich aber auch endlich wieder unsere Mannschaft, als Murg Maß nahm und seinen Schuss aus der Distanz nur knapp vorbeisetzte (67.). Es war die letzte Offensivaktion unseres Mittelfeldspielers, für ihn kam Philipp Schobesberger nach langer Zeit zu seinem Comeback (70.).

Die nächste gute Chance fand Veton Berisha vor, dessen Schuss nach einem Konter am langen Eck vorbeizog (72.). Ehe Leitgeb nach einer langen Flanke an unserem Gehäuse vorbeiköpfelte (73.). Der Gastgeber war dem zweiten Treffer nun näher, so setzte Schmerböck einen Versuch an die Stange (76.), dann Liendl einen Kopfball drüber (80.). Die Schlüsselszenen folgten kurz vor Spielschluss: Nach einem vermeintlichen Klammern von Marvin Potzmann im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter, den Liendl zum 1:2 verwandelte. Kurz darauf setzte der Kärntner Offensivmann per Abstauber nach einem Kopfball noch ein Tor nach und besiegelte ein bitteres Ende für uns - 1:3 (95.). Was für ein Schluss....nun geht es in die Länderspielpause, aus der Rapid hoffentlich erstarkt wiederkehren wird.

(gub)

 

tipico Bundesliga, 14. Runde:
WAC - SK Rapid 3:1 (0:1)
Lavanttal-Arena, 5.800, SR Ciochirca

Torfolge: 0:1 Murg (37.), 1:1 Orgill (46.), 2:1 Liendl (90.+3/Elfmeter), 3:1 Liendl (90.+5);

WAC: Kofler – Novak, Sollbauer, Rnic, Schmitz – Wernitznig (86. G. Nutz), M. Leitgeb, Liendl, Ritzmaier – Orgill (89. Gschweidl), Schmerböck;

SK Rapid: Strebinger – Potzmann, Müldür, Dibon, Bolingoli – D. Ljubicic, Schwab – Murg (69. Schobesberger), Knasmüllner (82. Martic), Ivan (27. Ve. Berisha) – Pavlovic;

Gelbe Karten: Liendl; Müldür

 

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Tabelle

Team Spiele Tore Punkte
1. FC RB Salzburg 17 +26 45
2. LASK 18 +13 34
3. SKN St. Pölten 17 +7 29
4. Wolfsberger AC 18 +4 27
5. SK Sturm Graz 18 +5 26
6. FK Austria Wien 17 -1 24
7. TSV Hartberg 17 -3 23
8. SK Rapid 17 -3 20
9. SV Mattersburg 18 -11 19
10. FC Wacker Innsbruck 18 -9 17
11. SCR Altach 17 -7 11
12. FC Admira 18 -21 11

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