23.01.2020
Verein

Ruhe in Frieden, Fredi Körner!

Den SK Rapid hat heute eine sehr traurige Nachricht ereilt. Mit Alfred „Fredi“ Körner ist am frühen Donnerstagmorgen der bis dahin älteste lebende Rapid-Spieler nach kurzer Krankheit im 94. Lebensjahr verstorben.

Einzigartige 17 Saisonen (!) spielte Alfred Körner für Rapid. In 283 Meisterschaftsspielen traf er insgesamt 157 Mal. Zwei Mal wurde er von der "Sportschau" in das Team der Saison berufen (1947/48 und 1949/50). 1945/46 gewann Körner mit Rapid den österreichischen Cupwettbewerb.

1950/1951 gewann er mit Rapid den Vorgänger des Europacups, den Zentropacup. Im Finale setzten sich die Hütteldorfer gegen Wacker Wien mit 3:2 durch. Gemeinsam mit seinem bereits 1989 verstorbenen Bruder Robert bildete der am 14. Februar 1926 geborene Alfred Körner das beste Brüderpaar, das je für Grün-Weiß spielte.

Fredi Körner in seinem Element beim Intonieren des alten Rapid-Liedes (c) GEPA Pictures

Bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz war „Körner II“ Mitglied der rot-weiß-roten Auswahl. Österreich erreichte den dritten Rang und die somit beste Platzierung in der Geschichte des österreichischen Fußballs. 47 Mal spielt er für das Nationalteam, Körner erzielte dabei 14 Treffer. Nach dem Ableben seines Freundes Turl Wagner vor zwei Tagen verstarb mit Fredi Körner der letzte Stammspieler dieser legendären Mannschaft.

Von 1959 bis 1963 spielte er bei Admira, wo er seine Karriere schließlich ausklingen ließ. Der Ur-Wiener blieb stets an der Seite seines Hütteldorfer Herzensklubs. Bis zuletzt nahm er aktiv am Vereinsleben teil, war Mitglied des Ethikrates, besuchte jedes Heimspiel und war auch regelmäßiger Gast bei allen relevanten Klub-Veranstaltungen. Anlässlich seines 90. Geburtstag wurde der Hauptbewerb des Rapidlaufs, bei dem er von Beginn an das Startsignal gab, in Alfred-Körner-Lauf benannt.

Geschäftsführer Christoph Peschek meint zum Ableben des bis zuletzt rüstigen Vorzeige-Rapidlers: „Fredi Körner war einmalig und wird in den Herzen der großen Rapid-Familie weiterleben. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren, er wird als einer der größten Persönlichkeiten unserer Vereinsgeschichte in Erinnerung bleiben. Ich möchte seiner Familie und seinen zahlreichen Wegbegleitern und Freunden persönlich und im Namen des SK Rapid unsere aufrichtige Anteilnahme aussprechen. Wie kaum ein anderer lebte Fredi Körner bis zu seinem letzten Atemzug die klassischen grün-weißen Tugenden, er setzte stets auf Zusammenhalt und repräsentierte den personifizierten Rapidgeist.“

Zum Gedenken an Fredi wird der SK Rapid selbstverständlich das erste Pflichtspiel im neuen Jahr mit einer Trauerminute beginnen und mit Trauerflor spielen.

Ruhe in Frieden, Fredi! (c) GEPA

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