29.10.2020
UEFA Europa League, Profis, Spielbericht

Schade: Kein Durchkommen bei Molde

Nachdem unsere Mannschaft samt Trainer- und Betreuerteam bereits am Dienstag nach Norwegen gereist war, hatte man zwar theoretisch genug Zeit zum Akklimatisieren. Mit dem Kunstrasen im Aker-Stadion vom Molde FK, unserem nächsten Gegner in der Gruppenphase der UEFA Europa League betrat man dennoch ein ungewohntes Terrain. Cheftrainer Didi Kühbauer wollte diesen Umstand aber gar nicht zu sehr ins Rennen führen, vertraute lieber auf die Stärken unserer Mannschaft, die sie zuletzt gegen den WAC am Sonntag gezeigt hatte. Und mit Paul Gartler auf einen neuen, überraschenden Rückhalt im Tor. Von Beginn weg war auch Leo Greiml in die Startelf gerückt, vorne kam erwartungsgemäß Koya Kitagawa zum Zug, der zusammen mit Ercan Kara das Spitzenduo bildete. Taxi Fountas fehlte nach dem Bruch eines Mittelhandknochens, durchbrechen wollte Rapid aber klarerweise die robuste Abwehrformation, welche gegen die Norweger zu erwarten war.

600 zugelassene Zuschauer sahen, wie ihr Heimteam uns zunächst unter Druck setzen konnte: Ein Schuss von Eikrim verzog in der Anfangsminute (1.), dann musste sich Goalie Gartler strecken, um einen Haugen-Kopfball über die Latte zu drehen (9.). Unser Schlussmann war ebenfalls zur Stelle, als sich Stürmer Omoijuanfo aus der Drehung versuchte (18.). Die erste Rapid-Chance ergab sich nach einer halben Stunde durch Kara, dessen Abschluss aber zu zentral ausfiel. Generell kamen wir gegen ein tief stehendes Molde zu selten durch, im Gegenzug überbrückten die Gastgeber schnell das Mittelfeld: Wieder war es Kapitän Eikrim, der im Strafraum im Fallen für Gefahr sorgte, Goalie Gartler blieb aber aufmerksam (36.). Aber kurz vor der Pause waren es dann wir, die plötzlich die beste Gelegenheit vorfanden - Marcel Ritzmaier nahm Maß und setzte einen Weitschuss an die Stange, der Tormann war noch dran (43.). Eine Szene, die Lust auf mehr machte in Hälfte Zwei!

Rapid bemühte sich, fand im Aker-Stadion aber nur wenige Chancen vor.

Die zweiten 45 Minuten begannen für uns aber zunächst mit einem Wechsel: Kelvin Arase ersetzte Thorsten Schick, der in Halbzeit Eins einmal unsanft aufgekommen und behandelt worden war. Doch es waren die Gastgeber, die uns wieder in Bedrängnis bringen konnten. So ließ man den Ball laufen und tauchte durch Omoijuanfo erneut im Strafraum auf, Gartler zeichnete sich aus (55.). Und als Aursnes nach einer hohen Flanke einen Aufsitzer auf Höhe der zweiten Stange übers Gehäuse setzte (59.), lang das Führungstor für den norwegischen Meister irgendwie schon in der Luft. Kurz danach fiel es leider auch: Nach scharfem Zuspiel von Haugen von der Seite staubte Omoijuanfo ab (65.). Es war ein Gegentor, das sich abgezeichnet hatte, aber nun mussten wir den Druck erhöhen.

Das tat Rapid auch: Nachdem Arase hoch in den Fünfer geköpfelt hatte, kam Kara zum Ball, spitzelte diesen aber knapp am Tor vorbei (74.). In der Schlussphase setzte unser Stürmer noch einen Weitschuss ab (83.), das war es dann aber auch, denn obwohl wir es noch mal versuchten, kamen wir gegen Molde an diesem Tag nicht durch. Kopf hoch, in der kommenden Woche kommt es zum nächsten europäischen Kräftemessen, wenn Dundalk in Hütteldorf gastiert.

Fotos: GEPA Pictures.

(gub)

UEFA Europa League, 2. Spieltag:
Molde FK - SK Rapid 1:0 (0:0)
Aker-Stadion, 600 Zuschauer, SR Ardeleanu (CZE)

Tor: 1:0 Omoijuanfo (65.)

Molde FK: Linde – Wingo, Björnbak, Gregersen, Haugen – Aursnes, Eikrem (84./James), Ellingsen – Hestad (68./Bolly), Omoijuanfo, Brynhildsen (77./Hussain)

SK Rapid: Gartler – Stojkovic, Greiml, Barac, Ullmann – Schick (46./Arase), D. Ljubicic, Grahovac (77./Ibrahimoglu), Ritzmaier – Kara, Kitagawa (59./Knasmüllner)

Gelbe Karten: Wingo, Ellingsen, Aursnes; Ljubicic, Greiml;

Stimmen von Didi Kühbauer und Paul Gartler nach dem Spiel

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