24.01.2026Frauenfußball

Rustikaler 3:1-Sieg in Bratislava

Winterliche Verhältnisse und Temperaturen knapp um den Gefrierpunkt erwarteten die Rapidlerinnen beim zweiten Testspiel. Dieses fand erstmals im Ausland statt. In der slowakischen Hauptstadt ging es gegen SK Slovan Bratislava zur Sache. 

Schlussendlich setzte sich die Gürtler-Elf mit 3:1 durch und bestand in der slowakischen Hauptstadt einem Härtetest. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie, in der Rapid mit Aggressivität, Tempo und viel Zug zum Tor überzeugte und trotz körperbetonter Gastgeberinnen die besseren Momente hatte.

Nicht mit dabei war Jasmin König, die für Testspiel krankheitsbedingt passen musste. Daher schickte Cheftrainerin Katja Gürtler für die ersten 45 Minuten folgende Elf auf das Feld: Jasmin Zotter im Tor. Erstmals als Rapid-Spielerin mit dabei war Isabell Schneiderbauer, die auf der linken Seite in der Dreierkette neben Tina Charwat und Ronja Leidler spielte. Davor wurden Kapitänin Sandrina Haupt und Kristina Decker auf der Sechs aufgeboten. An den Flügeln sorgten Tabea Aitenbichler und Lisa Rammel für Unruhe, Ilvy Taucher auf der Zehn. Vanessa Rauter und Lana Khalaf waren die Doppelsturmspitze. 

Starker Auftritt von Beginn an

Schon früh wurde es gefährlich. Lisa Rammel kam nach wenigen Minuten schräg allein vor das Tor, setzte ihren Abschluss aber über die Latte. Die Hütteldorferinnen blieben dran und zeigten in der 6. Minute eine sehenswerte Angriffskombination. Ein langer Abschlag von Jasmin Zotter landete bei Rammel, die den Ball stark behauptete und auf Lana Khalaf weiterleitete. Über Vanessa Rauter ging es direkt weiter nach vorne, auch wenn der letzte Pass noch nicht zum Abschluss führte. In der Folge gab es Torschüsse auf beiden Seiten, aber zunächst keine ganz klaren Chancen.

Die Grün-Weißen belohnten sich dann nach 24 Minuten. Nach einer Ecke von Kristina Decker auf die zweite Stange drückte Ronja Leidler den Ball mit dem Schienbein über die Linie, Rapid führte verdient mit 1:0. Nur wenige Minuten später hatte man sogar das 2:0 am Fuß: Rammel setzte sich stark durch, zog in den Strafraum und spielte einen scharfen Stanglpass, den Rauter nur hauchdünn verpasste. Rauter selbst kam kurz darauf noch einmal zum Abschluss, verzog aber über das Tor. Kurz vor der Pause tauchte Rammel erneut alleine vor der Torfrau auf, wurde diesmal jedoch im entscheidenden Moment gestört. Insgesamt war es eine richtig starke erste Halbzeit mit viel Schwung und Entschlossenheit gegen robuste Slowakinnen.

Viktoria Bittendorfer setzte den Schlusspunkt. © Christian Müller

Defensiv gut mit starken Einzelaktionen

Zur Pause wurde durchgewechselt: Birgit Muck kam für Tabea Aitenbichler, Hannah Gessl ersetzte Ilvy Taucher, Flora Zimmermann für Ronja Leidler, Kayleigh van Niehoff für Jasmin Zotter und Victoria Leitner-Garcia für Tina Charwat.

Nach dem Seitenwechsel starteten die Gastgeberinnen offensiver und drängten mehr in die Rapid-Hälfte. Sandy Haupt und Co. konnten sich immer wieder mit langen Bällen befreien, defensiv stand das Team stabil und ließ lange wenig zu. In der 60. Minute folgten weitere Wechsel: Annika Seidl ersetzte Sandrina Haupt, Tabea Aitenbichler kam für Isabell Schneiderbauer und Sophia Johnston für Lisa Rammel.

In der 64. Minute erhöhte Hanna Gessl auf 2:0. Nach einem Pressball an der letzten Linie mit dem nötigen Glück setzte sie sich im Laufduell gegen zwei Verteidigerinnen durch und lupfte den Ball lässig über die Torfrau ins Netz.

Die 73. Minute wurde für weitere Wechsel genutzt. Viktoria Bittendorfer, Aldijana Masinovic und Milla Puck kamen neu in die Partie, Vanessa Rauter, Lana Khalaf und Kristina Decker gingen vom Feld.

Slovan kam dennoch zurück. Nach einer Ecke fiel in der 78. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2. Zuvor hatte Kayleigh Van Niehoff mit einer Monsterparade einen Gegentreffer verhindert, bei der Standardsituation war sie dann machtlos. Grün-Weiß antwortete aber in Person von Viktoria Bittendorfer umgehend. Bittendorfer gewann in der 80. Minute ihr Laufduell, legte den Ball an der Torfrau vorbei und schob anschließend eiskalt zum 3:1 ein.

Unterm Strich war es ein gelungener, intensiver Test: Rapid zeigte vor allem vor der Pause einen starken Auftritt, verteidigte in der Drangphase nach der Pause konsequent und blieb vorne effizient.

Testspiel  | Academy Pasienky (Bratislava)

Tor: Leidler (24.), Gessl (64.), Bittendorfer (5.)

Rapid-Elf: Zotter; Schneiderbauer, Charwat, Leidler, Aitenbichler, Haupt ©, Decker, Rammel; Taucher; Rauter, Khalaf 

Ersatz: V. Niehoff, Bittendorfer, Gessl, Johnston, Leitner-Garcia, Masinovic, Muck, Puck, Seidl, Zimmermann 

Fotos: © Christian Müller

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