0:2 im 348. Wiener Derby
Das Warten hatte heute ein Ende: Das 348. Wiener Derby ging bei unserem Stadtrivalen über die Bühne – und zwar mit Rapid-Fans. Die Vorfreude war groß, die Stimmung dementsprechend am Höhepunkt. Alles andere als am Höhepunkt waren leider die grün-weiße Leistung sowie die Ereignisse kurz vor dem Ende, aber der Reihe nach.
Überlegene Gastgeber
Trotz der eiskalten Temperaturen ging es am Rasen heiß her. Durch Andi Weimann gab es den ersten Vorstoß aus unserer Sicht, seine Flanke fand allerdings keinen Abnehmer (3.). Gefährlicher wurde es nur Sekunden später auf der Gegenseite, ein Pass kullerte in unseren Strafraum, den Abschluss konnte Niki Hedl mit einer überragenden Fußabwehr gerade noch klären (4.). Die Gastgeber waren fortan eine Fußlänge besser in der Partie, kombinierten sich immer wieder nach vorne und gingen schlussendlich nach einem missglückten Spielaufbau unsererseits mit einem platzierten Abschluss aufs kurze Eck in Führung, 0:1 (15.). Es kam noch bitterer, Martin Ndzie musste verletzt vom Feld, für ihn kam Lukas Grgić zum Einsatz – gute Besserung an dieser Stelle (21.)! Unsere frisch eingewechselte Nummer 8 behauptete wenig später den Ball eiskalt vorm Strafraum, der Steilpass auf Niki Wurmbrand brachte jedoch keinen Ertrag. Auf der Gegenseite waren es dann wieder die Gastgeber, die jubelten – unsere Abwehr war geschlagen und ein gefühlvoller Abschluss kullerte ins lange Eck, 0:2 (35.). Die erste richtige Möglichkeit auf grün-weißer Seite verbuchte Niki Wurmbrand, sein Schuss segelte aber auch deutlich über die Querlatte (36.). Das wars dann auch schon wieder – Pausenrückstand.
Im 348. Wiener Derby gabs für Lukas Grgić & Co. nichts zu holen. © GEPA
Unverändertes Bild
Mit einer Veränderung gings in Hälfte 2, statt Tobias Gulliksen kam Tobias Børkeeiet ins Spiel (46.). Doch das blieb die einzige Veränderung, am Platz zeigte sich leider das gleiche Bild wie in den ersten 45 Minuten. Zum ersten guten Abschluss kam Bendi Bolla in Minute 60, der sich durchtänzelte und den Schlussmann prüfte. Frischen Schwung in der Offensive sollten Ercan Kara und Daniel Nunoo statt Kapitän Matthias Seidl und Romeo Amane bringen (71.). Das Spiel wurde hitziger, keine Chancen auf beiden Seiten und viele Spielunterbrechungen durch Fouls standen an der Tagesordnung. Für die Schlussphase kam dann auch noch Moulaye Haidara statt Bendi Bolla zu seinem Einsatz (81.). Unschöne Szenen, die wir als Verein schwer verurteilen, zeigten sich ab Minute 90 auf den Tribünen, die eine Spielunterbrechung von knapp fünfzehn Minuten zu Folge hatten und auch hier sei gesagt: Bei aller Enttäuschung, bei allem Frust das Abfeuern von Böllern und Leuchtkörpern ist und bleibt ein absolutes No-Go – der SK Rapid distanziert sich von den Vorkommnissen und wir hoffen, dass niemand zu Schaden gekommen ist!
Schlussendlich stand ein 0:2 auf der Anzeigetafel, ein rabenschwarzer Nachmittag für Grün-Weiß.
Fotos: GEPA
ADMIRAL Bundesliga | 19. Runde | Generali Arena
Tore: Eggestein (15.), Ranftl (35.)
Rapid-11: Hedl; Ahoussou, Raux-Yao, Cvetković, Bolla (81. Haidara); Gulliksen, Ndzie (21. Grgić), Amane (71. Nunoo); Wurmbrand, Weimann, Seidl © (71. Kara)
Ersatz: Gartler, Grgić, Kara, Børkeeiet, Horn, Haidara, Gröller, Nunoo, Demir F.