21.02.2026Frauenfußball

Eiskalter Sieg

Der Spielbericht zum 2:0-Sieg der Rapidlerinnen bei der SG Geretsberg/Bürmoos

Die erste Auswärtsfahrt der noch jungen Rückrunde der 2. Frauen Bundesliga führte die Rapidlerinnen in der 13. Runde zur SG Geretsberg/Bürmoos. An der Grenze zwischen Salzburg und Oberösterreich ging es in Bürmoos gegen die Tabellenneunten. Nach packenden und eiskalten 90 Minuten war klar, dass drei Zähler auf das Punktekonto der Hütteldorferinnen wandern. 

Aber zuerst zur Aufstellung. Das heute rein weiblich besetzte Trainerinnenteam rund um Katja Gürtler startete mit Jasmin Zotter im Tor. Die Abwehrkette davor besetzten Ronja Leidler, Tina Charwat und Isabell Schneiderbauer. Eine Reihe weiter vorne steuerten Kapitänin Sandrina Haupt und Ilvy Taucher das zentrale Mittelfeld umgeben von Tabea Aitenbichler, die nach kurzer Verletzungspause ihr Comeback feierte, und Lisa Rammel. Auf der Zehn dirigierte Jasmin König die beiden Sturmspitzen Vanessa Rauter und Lana Khalaf

Zäher erster Durchgang

Mit einem schwungvollen Start konnten die Grün-Weißen früh erste Nadelstiche setzen. Nach einem Freistoß fehlte Khalaf nur knapp der Abschluss, kurz darauf wurde eine Hereingabe von Rammel zur Mitte geblockt – Eckball (4.). Gleich in Minute fünf wurde es erstmals richtig gefährlich: Aitenbichler brachte den Corner von rechts in den Fünfer, wo Rauter zum Kopfball kam, die Torfrau der Gastgeberinnen aber auf der Linie stark reagierte und festhielt.

Nach den intensiven Anfangsminuten ließ die Gürtler-Elf den Ball etwas geduldiger laufen, suchte über ruhigeren Spielaufbau die Lücken und kam weiterhin immer wieder in die gefährlichen Zonen. Rammel sorgte über rechts für Tempo, mehrere Standards brachten Druck. Taucher fand bei einer Ecke von links zwar die zweite Stange, doch eine Gegenspielerin klärte knapp vor Khalaf. Auch ein Freistoß von Sandrina Haupt an den Elfmeterpunkt wurde im Getümmel zunächst von der SG entschärft.

Die größte Chance vor der Pause hatte Rapid nach einer Aitenbichler-Ecke: Khalaf konnte per Kopf verlängern, doch erneut war die Torfrau mit einer starken Reaktion zur Stelle (24.). Kurz darauf verpasste König den Abschluss zunächst knapp und legte dann auf Rammel ab – deren Versuch fischte die Keeperin gerade noch aus der Ecke (32.). Diese verhinderte dann auch jegliche Abschlüsse bei der anschließenden Doppelecke.

In der Schlussphase fehlte bei Pässen in die Tiefe dann öfter die letzte Genauigkeit. Dann scheiterte König mit einem direkten Freistoß an der Mauer, Taucher dribbelte bis tief in die gegnerische Hälfte und flankte an den Elfer, wo eine Verteidigerin erneut im richtigen Moment klärte. Kurz vor dem Pausenpfiff jubelten die Rapidlerinnen bereits, doch ein Treffer nach hohem Ball von Schneiderbauer auf Khalaf wurde wegen Abseits aberkannt (45.).

Ein X stand nach der ersten Hälfte auf der Anzeigetafel.

Verdiente Treffer sichern Sieg

Mit einem Doppelwechsel startete Rapid in Durchgang zwei: Birgit Muck und Aldijana Masinovic kamen für Isabell Schneiderbauer und Lana Khalaf. Die Hütteldorferinnen blieben sofort aktiv, Taucher eroberte stark den Ball und schickte Lisa Rammel in die Tiefe, die nur noch per Foul gestoppt werden konnte. Der folgende Freistoß konnte von der Spielgemeinschaft entschärft werden.

Dann fiel endlich die Führung: Nach einem Seitenwechsel auf Rammel legte sie von der Grundlinie ideal nach hinten ab, wo Taucher wartete und den Ball mit viel Gefühl ins lange Eck zirkelte – 1:0 (53.). In der Phase danach meldeten sich die Gastgeberinnen kurz mit zwei Möglichkeiten, doch Jasmin Zotter blieb jeweils sicher und hielt die Null fest.

Nach einer Stunde kam Kristina Decker ins Spiel, später ersetzte Viktoria Leitner-Garcia Ronja Leidler. Kurz darauf zog Rammel an der Torfrau vorbei,  doch eine Gegnerin rettete im letzten Moment auf der Linie. Im Anschluss versuchte Rammel einen Lupfer, der Ball wollte aber nicht ins Netz – und Decker setzte den dritten Versuch über das Tor (68.). 

Die Entscheidung fiel zehn Minuten vor Schluss. Nach einer Doppelchance blieb Muck eiskalt und erhöhte auf 2:0 (80.). Nur wenige Augenblicke später hatte Taucher sogar den Doppelpack am Fuß, als sie nach Zuspiel von Rammel am Sechzehnerrand gefühlvoll lupfte – die Schlussfrau verhinderte aber den nächsten Treffer.

In der Schlussphase wurde es noch einmal kurz hektisch: Vier Minuten Nachspielzeit waren angezeigt, und dann trafen die Geretsbergerinnen in Minute 90+2 mit einem Schuss die Latte – da war auch etwas Glück dabei. Danach brachte Rapid den Vorsprung souverän über die Zeit und durfte nach 90+5 über einen 2:0-Auswärtssieg jubeln. Damit sind die Rapidlerinnen immerhin für eine Nacht Tabellenführerinnen und dürfen morgen gespannt nach Krottendorf blicken. Denn die Wildcats treffen am Sonntag auf den FC Pinzgau/Saalfelden. 

Birgit Muck setzte mit dem 2:0 den Schlusspunkt des heutigen Abends.

2. Frauen Bundesliga | 13. Runde | SeeArena Bürmoos (Kunstrasen)

Tore: Taucher (53.), Muck (80.)

Rapid-11: Zotter; Schneiderbauer (45. Muck), Charwat, Leidler (74. Leitner-Garcia); Haupt © (60. Decker), Taucher; Aitenbichler, König (83. Bittendorfer), Rammel; Rauter, Khalaf (45. Masinovic)

Ersatz: Haiden, Bittendorfer, Decker, Johnston, Leitner-Garcia, Masinovic, Muck

Fotos:  © Christian Müller

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