Remis in Hartberg
Am frühen Nachmittag rollte heute der Bundesliga-Ball in der modernisierten Profertil Arena in Hartberg. Unsere Grün-Weißen waren zu Gast in der Oststeiermark zum ersten Teil des Hartberg-Doppels – bereits am Mittwoch folgt das nächste Aufeinandertreffen in Wien-Hütteldorf. Nach dem Remis im Wiener Derby waren unsere Rapidler fest entschlossen, heute wichtige Punkte im Titelrennen zu sichern. Aus personeller Sicht durfte Ercan Kara nach seinem Treffer im Stadtduell von Beginn an ran, Jannes Horn hingegen fehlte heute erneut – diesmal krankheitsbedingt. Nach zweimaligem Rückstand konnten unsere Rapidler schlussendlich immerhin einen Punkt aus der grünen Mark mitnehmen.
Unbelohnte Dominanz
Die Anfangsviertelstunde lag ganz klar in grün-weißer Hand, mit rund 70 Prozent Ballbesitz sprach auch die Statistik ganz klar für uns. Bereits nach zwei Minuten versuchte es Ange Ahoussou mit einem Abschluss aus der Distanz, ehe Hartberg-Spezialist Ercan Kara zwei gute Möglichkeiten verbuchte – beide Kopfbälle verfehlten nur knapp das Ziel (3., 12.). Unsere Mannschaft dominierte das Spielgeschehen, die letzte entscheidende Durchschlagskraft bzw. das nötige Glück fehlte allerdings noch. So ließen auch weitere zwingende Möglichkeiten auf sich warten. Die Gastgeber arbeiteten defensiv konsequent und ließen uns keine Räume, offensiv wurden sie erst in den Minuten vor der Pause vorstellig: Im 1:1-Duell eines Hartberger Stürmers mit Niklas Hedl eilte Jakob Schöller zur Hilfe und rutschte im letzten Moment dazwischen (42.). Doch Sekunden vor dem Pausenpfiff zeigte sich, wie schnell es gehen kann: Entgegen dem Spielverlauf nutzten die Gastgeber einen Eckball eiskalt aus, Lukas Spendlhofer sicherte sich den zweiten Ball und chippte ihn gefühlvoll ins lange Eck – 0:1, Pausenpfiff!
Petter Nosa Dahl und Bendi Bolla sorgten mit ihren Treffern für den 2:2-Endstand. © GEPA
Bolla und Dahl drehen zweimaligen Rückstand
Die zweiten 45 Minuten starteten so, wie es sich nicht nur die zahlreich mitgereisten Rapid-Fans erhofft hatten: Kapitän Matthias Seidl behielt in der Vorwärtsbewegung die Übersicht, legte ab auf Bendi Bolla, der von der Strafraumgrenze abzog und Sekunden später über den unhaltbar abgefälschten Ausgleichstreffer jubelte, 1:1 (48.)! Die Freude währte allerdings nur kurz, denn nur vier Minuten später waren es erneut die Gastgeber, die in Führung gingen: Es war sozusagen eine Kopie des grün-weißen Treffers, denn diesmal zog Luca Pazourek ab und SP Raux-Yao fälschte den Ball unhaltbar ins eigene Tor ab, 2:1 (52.). Cheftrainer Johannes Hoff Thorup reagierte rasch, brachte mit Petter Nosa Dahl statt Jakob Schöller Schwung für die Offensive (53.). Zehn Minuten später versuchte es Andi Weimann aus der Drehung, Millimeter fehlten beim gefühlvollen Schlenzer zum Torjubel (63.).
Doch in Minute 67 passte alles, stach Joker Petter Nosa Dahl: Nach einer passgenauen Flanke von Matti Seidl blieb unsere Nummer 10 im Strafraum eiskalt und brachte die Kugel gekonnt im Tor unter, 2:2 (67.)! Nach dem erneuten Ausgleich verabschiedete sich Hartberg-Trainer Manfred Schmid nach einer roten Karte auf die Tribüne, es wurde somit nicht nur am Feld hitziger. Für die Schlussphase durfte auch noch Yusuf Demir statt Niki Wurmbrand aufs Feld (77.), ebenso kamen Lukas Grgić und Janis Antiste statt Romeo Amane und Ercan Kara zum Einsatz (85.).
Bis zum Schlusspfiff waren unsere Rapidler am Drücker, aber auch ein Abschluss von Matti Seidl in die Hände des Keepers (88.) sowie eine abgeblockte Doppelchance von unserem Kapitän und Bendi Bolla (89.) sollten keinen Erfolg mehr bringen.
Am Ende stand das 2:2 auf der Anzeigetafel, die Möglichkeit zur vollen Punkteausbeute gibt’s gleich am Mittwoch um 18:30 Uhr – immer weiter, Rapidler!
Fotos: GEPA
ADMIRAL Bundesliga | 27. Runde | Profertil Arena
Tore: Bolla (48.), Dahl (67.); Spendlhofer (45.), Pazourek (52.)
Rapid-11: Hedl; Ahoussou, Raux-Yao, Cvetković, Schöller (53. Dahl), Bolla, Seidl ©, Amane (85. Grgić), Wurmbrand (77. Demir Y.), Kara (85. Antiste), Weimann
Ersatz: Gartler, Tilio, Grgić, Dahl, Gulliksen, Demir Y., Auer, Demir F., Antiste
Jannes Horn fehlte krankheitsbedingt.