Sonntag: Salzburg zu Gast in Hütteldorf
Zum dritten Mal unter Johannes Hoff Thorup gegen die Roten Bullen – gelingt der Hattrick?
Nachdem Rapid aus den letzten vier Ligaspielen nur zwei magere Punkte holen konnte, geht es im Heimspiel gegen Salzburg nun darum, in der Tabelle nicht weiter zurückzufallen. Ankick im Allianz Stadion ist bereits um 14:30 Uhr, über 22.000 Tickets sind bereits abgesetzt (Karten online unter rapidshop.at erhältlich).
Am 8. März 2026 qualifizierte sich Rapid mit einem 1:0-Heimsieg gegen Salzburg im letzten Spiel des Grunddurchgangs noch für die Meistergruppe der Top 6. Eine Woche später gelang sogar ein 1:0-Auswärtssieg über die Bullen – der erste seit über zehn Jahren. Damals schien die Welt für uns Grün-Weiße noch in Ordnung. Vor allem, als die Mannschaft im zweiten Spiel der Meistergruppe auch den starken LASK überzeugend mit 4:2 bezwingen konnte. Zu diesem Zeitpunkt durften sich die Rapidler nach einer überaus turbulenten Saison durchaus berechtigte Hoffnung auf einen Platz im obersten Bereich der Tabelle machen.
© SK Rapid|Widner
Dann kam die Länderspielpause und am 5. April griffen die Grün-Weißen im Heimspiel gegen Sturm Graz nach der Tabellenführung. Daraus wurde nichts, das Spitzenduell ging 0:2 verloren. Statt Tabellenführung ging die Tendenz nach unten. Nach der Niederlage gegen den Meister und Tabellenführer folgten ein 1:1 im Derby und aus den beiden Spielen gegen Hartberg holte die Mannschaft um Routinier Andreas Weimann trotz deutlicher Überlegenheit nur einen Punkt (2:2 und 0:2).
Somit ist nun im Heimspiel gegen die Mozartstädter Schadensbegrenzung angesagt. Die Salzburger werden jedoch hoch motiviert zu Werke gehen. Denn im Gegensatz zu Rapid liegen sie noch aussichtsreich im Titelkampf und konnten in der Doppelrunde zuletzt sechs Punkte gegen die Wiener Austria einfahren (jeweils 3:1).
Weiße Weste für Hoff Thorup gegen die Roten Bullen
Für die Mannschaft von Coach Daniel Beichler geht es am Sonntag im Allianz Stadion auch darum, sich für die beiden jüngsten 0:1-Niederlagen (die grün-weißen Goldtore im März erzielten Janis Antiste in Hütteldorf und Matthias Seidl in Wals-Siezenheim) zu revanchieren. Im Jahr 2026 gelang es Rapid zum bisher dritten Mal, zwei Spiele in Folge gegen den einstigen Serienmeister (zehnmal Meister zwischen 2014 und 2023) zu gewinnen. Davor war das bereits 2012 und 2024 der Fall. In drei aufeinanderfolgenden Spielen gewann Rapid aber gegen die Bullen überhaupt noch nie. Aufgrund der jüngsten Ergebnisse käme ein weiterer Erfolg der Grün-Weißen sicher für viele überraschend.
Es würde auch den Resultaten der letzten Jahre widersprechen. Denn zwischen 2019 und 2024 konnte Rapid von 22 Pflichtspielen gegen die Roten Bullen kein einziges gewinnen und dabei nur viermal zumindest einen Punkt holen. In der jüngeren Vergangenheit konnte der Rekordmeister die Bilanz aber wieder etwas zu seinen Gunsten drehen: Vier der letzten acht Duelle gewannen die Rapidler, drei Mal waren die Salzburger erfolgreich. Nur ein Spiel endete mit einem Remis.
Von den bisherigen 40 Heimspielen in der Bundesliga gegen die Roten Bullen hat Rapid genau die Hälfte verloren. Dem stehen elf Heimsiege gegenüber. Immerhin drei der letzten vier Heimpartien gegen die Salzburger haben die Grün-Weißen für sich entschieden. Wobei die Heimstärke in der laufenden Saison allgemein zu wünschen übrig lässt. In den bisherigen 14 Heimspielen der Saison gab es für Rapid jeweils sechs Siege bzw. Niederlagen. Dabei durften die Fans 18 Tore bejubeln – ob sich diese Quote in den letzten beiden Heimspielen (nach Salzburg steht am 10. Mai noch das 350. Wiener Derby auf dem Programm) noch deutlich erhöhen wird?
Jedenfalls steht Ercan Kara gegen Red Bull vor seinem 100. Meisterschaftsspiel für Rapid. Dabei erzielte er bisher 34 Tore und auch in der aktuellen Saison ist Kara mit fünf Treffern derzeit der beste Saisontorschütze der Grün-Weißen. Nach dem „Doppel“ gegen Hartberg ist keiner aus dem grün-weißen Kader gesperrt, sehnsüchtig erwartet wird die Rückkehr des zuletzt erkrankten Flügelspielers Jannes Horn, mit dem es in der Start-11 bislang keine einzige Niederlage im Kalenderjahr 2026 gab. Coach Johannes Hoff Thorup wird am frühen Freitagnachmittag sicher ein Personal-Update beim offiziellen Medientermin, bei dem auch Kapitän Matthias Seidl angekündigt ist, vor dem Schlager gegen Salzburg geben.
© SK Rapid|Widner
Meisterschafts-Bilanz gegen Red Bull Salzburg (seit 2005/06):
Gesamt: 81 Spiele / 17 Siege / 20 Remis / 44 Niederlagen / Tore: 101:147
Heimbilanz: 40 Spiele / 11 Siege / 9 Remis / 20 Niederlagen / Tore: 53:70
1. Spiel gegeneinander: 30.07.2005 (2:0 in Salzburg)
Höchster Sieg: 7:0 (23.03.2008) Höchster Heimsieg: 4:2 (10.05.2009 / 20.11.2011)
Höchste Niederlage: 1:6 (19.07.2014)
Höchste Heimniederlage: 2:7 (24.06.2020)
Die meisten Meisterschaftsspiele für Rapid gegen Red Bull Salzburg:
39 Spiele: Steffen Hofmann
34 Spiele: Mario Sonnleitner
22
Spiele: Markus Heikkinen
21
Spiele: Markus Katzer, Maximilian Hofmann, Louis Schaub
20
Spiele: Helge Payer
19
Spiele: Stefan Schwab, Guido Burgstaller
17 Spiele:
Deni Alar
16
Spiele: Andreas Dober, Veli Kavlak, Stefan Kulovits, Srdjan Grahovac, Niklas
Hedl
15 Spiele: Christopher Trimmel, Richard Strebinger, Thorsten Schick
13
Spiele: Thomas Schrammel, Philipp Schobesberger, Christopher Dibon, Jonas Auer
12
Spiele: Christopher Drazan, Dejan Ljubičić, Marco Grüll
11
Spiele: u.a. Matthias Seidl
10
Spiele: u.a. Ercan Kara
Tore für Rapid gegen Red Bull Salzburg:
9 Tore: Steffen Hofmann, Guido Burgstaller
6 Tore: Erwin
Hoffer, Terrence Boyd
4 Tore: Marek
Kincl, Stefan Maierhofer
3 Tore:
Robert Berić, Isak Jansson
2 Tore:
u.a. Ercan Kara, Jonas Auer
1 Tor: u.a.
Louis Schaub, Matthias Seidl, Janis
Antiste