Niederlage im Play-off-Hinspiel
Der fünfte Platz in der ADMIRAL Bundesliga bescherte uns sogleich ein Überstunden-Duell um einen Europacup-Startplatz. Im Play-off traf die Mannschaft von Cheftrainer Johannes Hoff Thorup daher heute auswärts auf die SV Ried. Im Hinspiel wollten sich unsere Rapidler eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel am Montag erarbeiten und dem internationalen Ticket somit einen Schritt näher kommen.
Mit Bendi Bolla, Lukas Grgić und Nenad Cvetković fehlten dabei heute drei Routiniers im Matchtagskader: Der ungarische Internationale fiel erkrankt aus, unser oberösterreichischer Mittelfeldmotor sowie unser serbischer Abwehrhühne mussten angeschlagen passen. Jonas Auer feierte dadurch sein Start-11-Comeback.
Nach intensiven 93 Minuten verabschiedeten wir uns jedoch leider mit einer 1:2-Niederlage aus dem Innviertel…
Grün-weiße Chancen, schwarz-grünes Tor
In einer munteren Anfangsphase kam Petter Nosa Dahl zur ersten guten Möglichkeit, nach gutem Zusammenspiel mit Ercan Kara segelte der Abschluss haarscharf am Gehäuse vorbei (5.). Wenig später erarbeitete sich unsere Nummer 10 die nächste Top-Chance, dem Turbosprint folgte jedoch eine starke Parade des Rieder Schlussmannes (7.). Es ging in dieser Marschrichtung weiter, Niki Wurmbrand scheiterte mit einem Distanzschuss (10.). Dann sorgten die Gastgeber mit einem abgefälschten Schuss an die Latte für Aufsehen (12.), das Momentum kippte aus grün-weißer Sicht: Nach einer Flanke waren es nicht wir, sondern die Rieder die über den Führungstreffer jubelten, Nikki Havenaar köpfte überlegen ein, 0:1 (14.). Unsere Mannschaft war durch den Gegentreffer sichtlich verunsichert, die Oberösterreicher übernahmen immer mehr die Kontrolle über das Spielgeschehen. Eine elfmeterverdächtige Situation sorgte dann kurz für Aufruhr, Dahl ging im Strafraum zu Boden, Strafstoß gab es im Endeffekt keinen. Erst kurz vor dem Pausenpfiff hatten wir dann den Ausgleich in zweimaliger Ausführung am Fuß: Zuerst zirkelte Romeo Amane den Ball am langen Eck vorbei, dann scheiterte Ercan Kara mit einem artistischen Fallrückzieher – Pause.
Unsere Rapidler schafften leider keine optimale Ausgangslage fürs Rückspiel. © GEPA
Chancenlose zweite Hälfte
Im zweiten Durchgang erhofften sich die mitgereisten Fans eine Reaktion unserer Mannschaft, gute Reaktion zeigte hingegen vorerst nur Niklas Hedl, der einen Weitschuss sicher entschärfen konnte (54.). Unsere Rapidler suchten nach der Antwort und versuchten durch geduldigen Aufbau Chancen zu kreieren. Niki Wurmbrand tankte sich dann gut auf der Seite durch, seine Hereingabe zur Mitte fand jedoch keinen Abnehmer (68.). Coach Johannes Hoff Thorup reagierte mit einem Dreifach-Wechsel: Marco Tilio, Furkan Demir und Tobias Børkeeiet ersetzten Niki Wurmbrand, Jonas Auer und Andi Weimann (71.). Und just mit dem Beginn der Rapidviertelstunde gab es endlich Grund zu jubeln: Nach technisch sauberer Vorarbeit von Petter Nosa Dahl war Romeo Amane zur Stelle und beförderte die Kugel per Volley ins Netz, 1:1 (75.). Doch die Freude hielt nur kurz an, denn nur zwei Minuten später wollte SP Raux-Yao einen Kopfball klären, traf aber auf kuriose Art und Weise ins eigene Tor… 1:2 (77.). Louis Schaub durfte statt Ange Ahoussou auf den Rasen, kam somit zu seinem 200. Bundesligaspiel (85.).
Nach 93 Minuten war jedoch Schluss im Hinspiel, mit keiner optimalen Ausgangslage geht’s nun am Montag ins Rückspiel im Allianz Stadion.
Fotos: GEPA
ADMIRAL Bundesliga | Europacup-Play-off Hinspiel | BWT x Oberösterreichische Arena
Tore: Havenaar (14.), Amane (75.), Raux-Yao (77./ET)
Rapid-11: Hedl; Auer (71. Demir F.), Ahoussou (85. Schaub), Raux-Yao, Schöller, Seidl ©, Amane, Dahl, Weimann (71. Børkeeiet), Wurmbrand (71. Tilio), Kara
Ersatz: Gartler, Tilio, Børkeeiet, Gulliksen, Schaub, Haidara, Szladits, Gröller, Demir F.