04.05.2026Admiral Bundesliga

Schmerzhafte Niederlage

Zum Wochenstart reiste unsere Mannschaft rund um Kapitän Matthias Seidl heute in die Stahlstadt. In der 30. Runde der ADMIRAL Bundesliga gastierten unsere Rapidler somit beim amtierenden Cupsieger, erst am Freitag feierte der LASK unter Cheftrainer Didi Kühbauer nach einem 120-Minuten-Krimi den Titelgewinn. Das heutige Auswärtsspiel war mit einem Blick aufs Kopf-an-Kopf-Rennen in der Tabelle für beide Teams von enormer Relevanz – drei Punkte waren für unsere Grün-Weißen daher eigentlich Pflicht, um einen der oberen Tabellenplätze zu sichern. Doch unsere negative Statistik in der Raiffeisen Arena sollte sich leider fortsetzen: Nach dem Führungstreffer von Janis Antiste gaben wir das Spiel aus der Hand und fuhren mit einer schmerzhaften 1:3-Niederlage zurück nach Hütteldorf.

Anfängliche Überlegenheit

Mit dem wieder genesenen Jannes Horn, jedoch ohne dem angeschlagenen und gelb gesperrten Nenad Cvetković, startete unsere Mannschaft mit viel Schwung und kämpferischer Körpersprache ins Spiel. Fast wäre ein perfekter Blitzstart gelungen, als Petter Nosa Dahl den Ball nach starker Einzelleistung im Tor unterbrachte, allerdings leider aus einer extrem knappen Abseitsposition (3.). Doch nur neun Minuten später trauten die mitgereisten, grün-weißen Fans ihren Augen kaum: Nach einem traumhaften Zusammenspiel von Janis Antiste und Petter Nosa Dahl landete eine punktgenaue Flanke von Bendi Bolla auf dem Kopf von Ercan Kara, der sich die Chance nicht entgehen ließ und Janis Antiste bediente – unsere Nummer 90 fackelte nicht lange und netzte sehenswert zur Führung ein, 1:0 (12.)!

Die Gastgeber taten sich sichtlich schwer, kombinierten sich nach 18 Minuten erstmals gefährlich vors Tor, doch ohne Erfolg. Im Gegensatz dazu setzte unsere Mannschaft immer wieder offensive Nadelstiche, so u.a. auch Petter Nosa Dahl, der nach Zündung seines Turbos jedoch erneut im Abseits stand (34.), zudem landete ein Kopfball von Janis Antiste leider knapp über den Maschen (44.). Die Linzer bekamen zunehmend mehr Aufwind, doch gelingen wollte zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel. Die Überlegenheit unserer Mannschaft spiegelte sich zur Pause somit auch verdient auf der Anzeigetafel wider.

Janis Antiste erzielte den einzigen grün-weißen Treffer des Abends. © GEPA

Spiel aus der Hand gegeben

Der zweite Durchgang startete nach einem guten Vorstoß von Ercan Kara sehr temporeich (47.), doch die Gastgeber kamen mit frischem Schwung aus der Kabine, ließen unsere Abwehr stehen und erzielten bereits in der 52. Minute eiskalt den Ausgleich – 1:1. Jannes Horn setzte sich wenig später gut durch, den daraus resultierenden Abschluss setzte Ercan Kara jedoch neben das lange Eck (59.). Und dann kam es richtig bitter: Nach einem vermeintlichen Foul im grün-weißen Strafraum entschied Schiedsrichter Alexander Harkam auf Elfmeter für die Gastgeber – die Linzer nahmen dankend an und drehten die Partie nach 63 Minuten, 1:2. Cheftrainer Johannes Hoff Thorup brachte frische Energie, Yusuf Demir ersetzte Janis Antiste (64.), ebenso sorgten Niki Wurmbrand und Andi Weimann statt Petter Nosa Dahl und Ercan Kara für neue Luft (71.). Die neue Luft bekam hingegen der LASK – zählte ein Treffer aufgrund eines Handspiels nicht (73.), jubelten die Stahlstädter zu Beginn der Rapidviertelstunde über das dritte Tor, 1:3.

Für die Schlussphase kamen auch noch Tobias Gulliksen und Tobias Børkeeiet statt Jakob Schöller und Ange Ahoussou aufs Feld (81.). Der Ball landete dann erneut in unserem Netz, doch der Treffer zählte aufgrund einer Abseitsposition nicht (88.). In der Nachspielzeit kam es dann für unsere Rapidler noch ganz dick, Kapitän Matthias Seidl holte sich nach einem klaren Foul die rote Karte (90.+6).

Am Ende konnten wir uns für die starke Anfangsphase nicht belohnen.

Fotos: GEPA

ADMIRAL Bundesliga | 30. Runde | Raiffeisen Arena

Tore: Antiste (12.); Horvath (52.), Adeniran (63.), Usor (75.)

Sonstiges: Seidl (90.+6/Rot)

Rapid-11: Hedl; Horn, Ahoussou (81. Børkeeiet), Raux-Yao, Schöller (81. Gulliksen), Bolla, Seidl ©, Amane, Dahl (71. Wurmbrand), Kara (71. Weimann), Antiste (64. Demir Y.)

Ersatz: Orgler, Tilio, Grgić, Wurmbrand, Børkeeiet, Gulliksen, Demir Y., Weimann, Demir F.

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