30.04.2026Profis

Guter Zeitpunkt für eine Premiere

Der erste Sieg in der Linzer Raiffeisen Arena wäre am kommenden Montag doppelt wichtig – unsere Vorschau:

Die Meistergruppe der ADMIRAL Bundesliga geht in die absolute Finalphase. Am Sonntag stehen die Duelle zwischen der Wiener Austria (14:30 Uhr in Wien) sowie Salzburg und Sturm Graz (17:00 Uhr) am Programm, erst am Montag folgt dann der Schlager der Runde, unser Gastspiel beim LASK – Ankick in Linz ist um 20:30 Uhr!

Ein ungewöhnlicher Termin, der der Tatsache geschuldet ist, dass die Oberösterreicher am Freitag in Klagenfurt gegen Altach das Finale um den ÖFB Cup absolvieren. Unabhängig vom Ausgang dieses Endspiels wartet auf unsere Mannschaft eine sehr schwere Aufgabe, mit einem Sieg könnten Matthias Seidl & Co weiter im Rennen um einen Platz in der ganz oberen Tabellenregion bleiben!       

© SK Rapid|Widner

Doch die noch junge Spielstätte unserer Gastgeber, die im Februar vor drei Jahren eröffnete Raiffeisen Arena auf der Linzer Gugl, war bislang alles andere als ein guter Boden für uns. In bislang sechs Versuchen konnte am Froschberg in der oberösterreichischen Landeshauptstadt lediglich ein Punkt geholt werden. Selbst diese Remis, ein 1:1 am 28. Juli 2023 fühlte sich wie eine Niederlage an. Unsere seinerzeit von Zoran Barišić betreute Mannschaft führte durch einen Treffer von Matthias Seidl (24. Minute) fast über die gesamte Spielzeit hinweg, ehe Felix Luckenender mit einem Abstauber in der letzten Aktion des Spiels (fünfte Minute der Nachspielzeit) der Ausgleich für die Gastgeber gelang.

Ansonsten gab es schmerzhafte und teilweise deftige Niederlagen im neuen Linzer Stadion. Bei der grün-weißen Premiere am 23. April 2023 machte Robert Zulj mit einem Doppelpack in der ersten Halbzeit schon fast alles klar, der Anschlusstreffer von Ferdy Druijf in der 52. Minute gab zwar Hoffnung auf eine Aufholjagd, doch Ex-Rapidler Filip Stojković machte diese zehn Minute vor Ende der regulären Spielzeit mit dem späteren 3:1-Endstand zunichte. Ganz brutal verlief das Duell am 28. April 2024: Wenige Tage vor dem Cupfinale in Klagenfurt musste der damalige Rapid-Coach Robert Klauß auf zahlreiche Stammspieler verzichten und konnte unsere Mannschaft bei einer 0:5-Packung (alle Tore zwischen der 31. & 61. Minute) mit Ach und Krach ein noch höheres Debakel verhindern. Auch die beiden bislang letzten Duell in der Raiffeisen Arena waren eine klare Sache für die Athletiker. Im Mai 2025 gelang Robert Zulj abermals ein Doppelpack, zudem traf Ismaila Coulibaly für die Gastgeber im Hinspiel des Bundesliga EC-Play-Offs. Der Ehrentreffer von Matthias Seidl, das zwischenzeitliche 1:1 per Elfmeter, den der gefoulte Kapitän verwandelte, erwies sich bekanntlich noch als extrem wertvoll, gelang doch im Rückspiel drei Tage später ein unvergessener 3:0-Heimsieg im Allianz Stadion dank Toren von Guido Burgstaller (31. Minute), Matthias Seidl (abermals Elfmeter in der 80. Minute) und Ercan Kara (Kopfball nach Vorarbeit von „Burgi“ in der fünften Minute der Nachspielzeit).       

© SK Rapid|Widner

Auch beim bislang letzten Gastspiel in der Raiffeisen Arena setzte es eine klare Niederlage. Wenige Stunden nach der Trennung von Cheftrainer Peter Stöger musste die von Interimscoach Stefan Kulovits betreute Auswahl eine 0:3-Niederlage hinnehmen, zumindest gelang im März in Hütteldorf eine würdige Revanche vor eigenem Publikum in Hütteldorf!  Insgesamt hat Rapid gegen den LASK von den letzten 13 Duellen lediglich zwei gewonnen und sechs verloren, folgerichtig wurden fünfmal die Punkte geteilt. Allerdings gewannen beide Teams je zwei der letzten vier Duelle. Beide Siege fuhren die Grün-Weißen im Allianz Stadion ein (3:0, 4:2).

Mit dem LASK trifft unsere Mannschaft nun auf das beste Heimteam der Bundesliga (acht Siege, drei Remis, drei Niederlagen). Seit Rapid-Legende Didi Kühbauer das Trainerzepter bei den Stahlstädtern übernommen hat, sind die Schwarz-Weißen das Team mit der besten Punkteausbeute der Liga. Nach neun Runden hatten die Athletiker noch zehn (!) Punkte Rückstand auf Rapid, seither konnte der LASK elf (!) Punkte mehr als jeder andere Bundesligaklub in den letzten 20 Partien einfahren, 42 (zwölf Siege und sechs Remis) insgesamt (es folgen Sturm mit 31 und Salzburg mit 30 Zählern; wir mussten uns seither mit 27 Punkten zufriedengeben)!

Nur zwei Niederlagen musste „Don Didi“ seit seiner Amtsübernahme beklagen, neben dem 2:4 im März im Allianz Stadion „passierte“ im Februar ein deutliches 1:5 vor eigenem Publikum gegen die Roten Bullen aus Salzburg.

Coach Johannes Hoff Thorup muss im Schlager auf Nenad Cvektović verzichten. Der Innenverteidiger ist etwas angeschlagen, muss aber aufgrund der 5. Gelben Karte ohnehin pausieren. Jannes Horn konnte nach einer hartnäckigen Erkrankung, aufgrund derer er die letzten drei Partien verpasste, zumindest wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Für Spannung ist auf alle Fälle am Montagabend in der Raiffeisen Arena garantiert, der Rapid-Sektor ist trotz des ungewöhnlichen Termins seit Mittwoch restlos ausverkauft.

 Meisterschafts-Bilanz von Rapid gegen den LASK

 Gesamtbilanz: 167 Spiele / 91 S / 35 U / 41 N – Tore: 380:195

Auswärtsbilanz: 83 Spiele / 33 S / 20 U / 30 N – Tore: 130:124

1. Spiel gegeneinander:  22.12.1940 (9:0) 1. Heimspiel: 02.02.1941 (11:3) 

 Höchster Sieg: 11:2 (26.08.1950) / 9:0 (27.09.1952, 22.12.1940) 

Höchster Auswärtssieg: 9:0 (22.12.1940) 

Höchste Niederlage: 0:5 (29.03.1998 / 28.04.2024)

 

Die meisten Spiele für Rapid gegen den LASK :

 32 Spiele: Hans Krankl

31 Spiele: Peter Schöttel

28 Spiele: Herbert Feurer

27 Spiele: Heribert Weber

25 Spiele: Rudi Flögel

24 Spiele: Reinhard Kienast

23 Spiele: Johann Pregesbauer

22 Spiele: Werner Walzer, Michael Konsel

21 Spiele: Kurt Garger, Andreas Heraf

20 Spiele: Gerhard Hanappi, Egon Pajenk

19 Spiele: Walter Glechner, Michael Hatz

18 Spiele: Bernd Krauss, Gerald Willfurth

...

12 Spiele: u.a. Ercan Kara, Nklas Hedl

11 Spiele: u.a. Jonas Auer, Matthias Seidl

 

 Die meisten Tore für Rapid gegen den LASK:

 33 Tore: Hans Krankl

18 Tore: Robert Dienst

10 Tore: Erich Probst, Rudi Flögel, August Starek

9 Tore: Franz Binder, Zlatko Kranjčar

8 Tore: Johann Riegler, Walter Seitl, Johann Krejcirik

7 Tore: Matthias Kaburek, Robert Körner, Gerhard Hanappi, Steffen Hofmann

6 Tore: Alfred Körner, Rene Wagner, Hamdi Salihi, Taxiarchis Fountas, Christoph Knasmüllner

5 Tore: Zoran Stojadinović, Marcus Pürk, Dietmar Kühbauer, Stefan Maierhofer

4 Tore: Max Schmid, Sulejman Halilović, Christian Keglevits, Erwin Hoffer, Guido Burgstaller, Ercan Kara, Matthias Seidl

 2 Tore: u.a. Bendegúz Bolla

 1 Tor: u.a. Lukas Grgić, Jakob Schöller

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