18.07.2026Profis

Testspielerfolg gegen den HSV

Nur wenige Tage nach dem Heimsieg gegen Panathinaikos FC wartete mit dem Hamburger SV bereits der nächste internationale Gradmesser auf Grün-Weiß. Im dritten Testspiel binnen einer Woche sollte der letzte Feinschliff vor dem bevorstehenden Pflichtspielauftakt gelingen und die intensive Vorbereitungsphase mit einem weiteren Erfolg abgeschlossen werden und das gelang auch: Dank einer starken ersten Halbzeit feierten die Hütteldorfer einen 3:2-Heimsieg gegen den deutschen Traditionsklub.

Torreiche erste Spielhälfte

Die Partie begann nach Maß. Bereits in der 3. Minute brachte Yusuf Demir eine Flanke aus dem rechten Halbfeld punktgenau zur Mitte, wo Ercan Kara am höchsten stieg und per Kopf zur frühen 1:0-Führung traf. Nur fünf Minuten später bot sich die große Chance auf den zweiten Treffer. Kara eroberte den Ball stark, bediente Adamsen, der den besser positionierten Mitspieler suchte, doch ein HSV-Verteidiger konnte in höchster Not klären. Nach rund einer Viertelstunde meldeten sich die Gäste erstmals gefährlich an. Eine Hereingabe von Albert Gronbaek fand einen Abnehmer im Zentrum, dessen Kopfball aber über das Tor von Niki Hedl ging. Wenig später gelang dem Hamburger SV dennoch der Ausgleich: Über die rechte Seite kombinierten sich die Gäste sehenswert durch, ehe Yussuf Poulsen eine Flanke aus kurzer Distanz zum 1:1 verwertete (15.). In der 23. Minute musste Hedl erneut eingreifen und parierte nach einem Steilpass in die Schnittstelle stark. Nur eine Minute später drehten die Hanseaten die Partie: Nach einem Zuspiel von Capaldo zog Grønbæk vom Strafraumrand ab und setzte den Ball unhaltbar neben die lange Stange zum 1:2 ins Netz.

Rapid zeigte jedoch die richtige Reaktion. Zunächst setzte sich Wurmbrand auf der linken Seite stark gegen zwei Gegenspieler durch und fand mit seiner Flanke Yusuf Demir, dessen Kopfball nur knapp am Tor vorbeiging (26.). Wenig später kombinierten sich Adamsen und Kara sehenswert durch die Hamburger Defensive. Der Ball sprang zu Demir, dessen Abschluss der HSV-Keeper gerade noch um den Pfosten lenken konnte (34.). Die folgende Ecke brachte schließlich den verdienten Ausgleich. Bendegúz Bolla fand Ercan Kara, der seinen zweiten Treffer des Abends zum 2:2 erzielte (35.). Und Rapid legte sofort nach: Nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff brachte Jonas Auer den Ball scharf zur Mitte. Die Hereingabe landete etwas glücklich im Tor der Gäste und markeierte den 3:2-Führungstreffer (36.). Kurz vor der Pause musste Hedl noch einmal seine Klasse zeigen. Nach einer Doppelchance des HSV parierte der Rapid-Schlussmann zunächst stark, ehe Jakob Schöller den Nachschuss mit vollem Einsatz blockte.

Doppelpacker Ercan Kara jubelt mit unserem heutigen Kapitän Jakob Schöller! © GEPA

Weniger Höhepunkte nach dem Seitenwechsel

Mit mehreren personellen Veränderungen ging Rapid in die zweite Halbzeit. Seidl, Amane, Raux-Yao und Roka kamen für Schaub, Bajlicz, Schöller und Bolla ins Spiel. Im Vergleich zur unterhaltsamen ersten Hälfte entwickelte sich nach dem Seitenwechsel eine deutlich ruhigere Partie. Die erste nennenswerte Möglichkeit gehörte den Grün-Weißen nach rund einer Stunde, als Yusuf Demir einen Freistoß knapp über das Tor setzte. Auf der Gegenseite scheiterte der eingewechselte Rayan Philippe wenig später an Niki Hedl. In der 62. Minute brachte Cheftrainer Johannes Hoff Thorup mit Tobias Gulliksen und Marco Tilio zwei frische Offensivkräfte. Fünf Minuten später dribbelte sich Tilio bis in den Strafraum, wurde im entscheidenden Moment aber noch von einem Verteidiger gestoppt. In der Schlussphase blieb Rapid die aktivere Mannschaft. Nach einem hohen Ballgewinn legte Gulliksen für Haidara ab, dessen Abschluss noch abgeblockt wurde (78.). Zehn Minuten vor dem Ende brachte Horn einen Eckball gefährlich zur Mitte, doch Dahl setzte seinen Kopfball knapp neben den Pfosten. In der Nachspielzeit zwang Haidara den Hamburger Schlussmann mit einem weiteren Abschluss noch einmal zu einer Parade.

Am Ende blieb es beim verdienten 3:2-Heimsieg für Grün-Weiß. Damit beendet Rapid eine gelungene Sommervorbereitung mit einem Erfolgserlebnis und richtet den Fokus nun auf den Pflichtspielauftakt in der UEFA Conference League Qualifikation in Andorra.

Fotos: GEPA

Testspiel | Allianz Stadion

Tore: Kara (3. & 35.); Poulsen (15.); Gronbaek (24.); Auer (36.)

Rapid-11: Hedl; Schöller © (46. Raux-Yao); Adamsen (62. Gulliksen); Kara (62. Tilio); Wurmbrand (68. Dahl); Schaub (46. Seidl); Demir Y. (68. Haidara); Auer (68. Horn); Bajlicz (46. Amane); Cvetkovic (75. Gröller); Bolla (46. Roka/75. Demir F.)

Ersatz: Gartler; Göschl; Roka; Raux-Yao; Tilio; Dahl; Gulliksen; Seidl; Oswald; Amane; Horn; Haidara; Gröller; Demir F.

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