03.09.2026Rapidler

Nach dem „Deadline Day“ in Österreich

Geschäftsführer Sport Markus Katzer im aktuellen Kurz-Talk:

Am heutigen Donnerstagnachmittag endete für potenzielle Neuzugänge in die österreichische Bundesliga das Transferfenster. Rapid schloss noch eine Leihe für Andrija Radulović ab, der ehemalige montenegrinische Internationale wird kommende Saison auf Leihbasis bei Ligakonkurrenten TSV Hartberg spielen.

Wir haben mit skrapid.at am Abend noch kurz mit Markus Katzer über sein Resümee der bisherigen (Abgänge sind noch in diverse Ligen möglich, Neuzugänge bei Spielern, die derzeit keinen Vertrag haben) Kaderveränderungen gesprochen:

Markus, nach dem gestern vermeldeten Wechsel von Romeo Amane zum RSC Anderlecht haben viele Experten und auch Fans erwartet, dass noch ein zentraler Mittelfeldspieler zu uns stoßen soll. Warum ist das nicht passiert?

„Natürlich haben wir schon vor dem Abgang von Romeo nach Belgien gewusst, dass wir auf dieser Position bei einem Wechsel von ihm einen hervorragenden Spieler verlieren. Daher haben wir den Markt auch genau beobachtet, aber zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass wir sicher einen neuen Mann holen werden. Durch das Ausscheiden in der Qualifikation in der UEFA Conference League haben wir im Herbst ungewohnt wenige Matches und vertrauen durchwegs unserem Kader. Mit Lorenz Szladits steht zudem ein junger Spieler aus unserem eigenen Nachwuchs vor seiner Rückkehr, er war im Sommer bereits vor seiner Verletzung als wichtiger Bestandteil unseres Kaders eingeplant und ist ein vielversprechender zentraler Mittelfeldspieler, den wir fördern und auch fordern wollen. Ähnlich wie wir das bei Eaden Roka auf der Außenverteidiger-Position geplant haben und der ist bereits auf einem sehr guten Weg, wie er auch in den Top-Spielen gegen Sturm und Salzburg nach seinen Einwechslungen zuletzt bewiesen hat! Daher bin ich überzeugt, dass wir zumindest bis zur Winterpause in der Meisterschaft und im ÖFB Cup mit unserer aktuellen Mannschaft erfolgreich auftreten können und werden.“

(Artikel wird unterhalb fortgesetzt)

© SK Rapid|Widner

Mit Tobias Gulliksen, Moritz Oswald und zuletzt Andrija Radulović wurden in den letzten Tagen gleich drei Spieler verliehen, Romeo Amane wie erwähnt fix abgegeben. In diesem Zeitraum kam kein Neuzugang dazu. Wird der Kader nun personell nicht ein wenig dünn?

„Nein, da wir auch die Rückkehr von teilweise länger verletzten Spielern erwarten. Claudy Mbuyi stand am Mittwoch erstmals wieder im Kader, Jakob Schöller und Daniel Nunoo – um nur zwei Beispiele zu nennen - sind weitere, mit denen früher oder später ebenfalls zu rechnen ist. Bislang haben wir eher von außen gehört, dass wir einen viel zu großen Kader hätten, ich bin hingegen überzeugt, dass wir das richtige Maß finden werden. Es sind noch Abgänge von Spielern, die derzeit nicht zum Stamm zählen, zum Beispiel auf Leihbasis in Ligen mit späterem Transferende möglich, zudem gibt es ungewöhnlich viele Kicker mit guter Qualität, die derzeit ohne Vertrag sind und daher theoretisch auch noch verpflichtet werden könnten.“

Wie groß war gestern der Frust nach der klaren Niederlage in Salzburg und kann dieser Rückschlag negative Auswirkungen für die kommenden Aufgaben haben?

„Die Enttäuschung war natürlich riesig, wir haben es einer guten Mannschaft viel zu einfach gemacht, zu Chancen und Toren zu kommen. Trotzdem haben wir bewiesen, dass wir richtig gut Fußballspielen können und wenn wir unsere Stärken in den nächsten Monaten auf den Platz bekommen, werden wir viele Siege einfahren können. Wir haben genug, was wir verbessern müssen, aber wir haben in den ersten zwölf Pflichtspielen der Saison mehrfach bewiesen, dass wir attraktiv und erfolgreich unser Spiel auf den Rasen bringen können. Am Samstag möchten wir in der zweiten Cuprunde wieder unsere bessere Seite zeigen.“       

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