Rapid-Like: Heimsieg
Zum Abschluss des ersten Saisonblocks empfing der SK Rapid heute Abend die WSG Tirol im Allianz Stadion. Im vierten Bundesligaheimspiel dieser noch jungen Saison war die Devise klar: Mit einem Heimsieg in die Länderspielpause. Niki Hedl war mit seinem 200. Pflichtspieleinsatz für Grün-Weiß der Jubilar des Tages. Mit einer dominanten Leistung feierten die Grün-Weißen einen hochverdienten 3:0 Heimsieg über die WSG. Der beste Ligastart seit 28 Jahren war damit perfekt! Aber alles der Reihe nach …
Viel Spielfreude
… denn das Spiel begann so, wie es sich die rund 18.217 Rapid-Fans am heutigen Freitagabend erhofft hatten. Angeführt von Kapitän Matthias Seidl, der heute eher den defensiveren Part im Zentrum eingenommen hatte, kontrollierten die Grün-Weißen mit Anpfiff den Gegner und das Geschehen. Für das erste positive Raunen sorgte Kreativgeist Yusuf Demir mit einem Zuckerpass über das halbe Spielfeld direkt in den Lauf von Nosa Dahl, dessen Zuspiel auf Tonni Adamsen gut gedacht, aber nicht ideal ausgeführt war.
Die Marschrichtung wurde beibehalten: Bendi Bolla hinterlief seinen Mitspieler und chippte das Leder direkt auf die zweite Stange, wo Nenad Cvetkovic im Gerangel und im Fallen per Kopf nicht mehr genug Druck hinter den Ball bekam. Mit einem 4-1-2-3 im Offensivspiel waren die Hütteldorfer gut auf den defensiven Block der Tiroler eingestellt. Und man näherte sich dem Führungstreffer von Minute zu Minute mehr an.
In Minute 24 war es dann so weit, dachte man zumindest: Bendi Bolla fand mit seiner Freistoßflanke seinen Lieblingszielspieler Ercan Kara, dessen Kopfball zwar im Netz zappelte, aufgrund einer knappen Abseitsposition aber nicht seine Gültigkeit fand. 180 Sekunden später verfehlte Tonni Adamsen mit einem technisch feinen Dropkick aus gut 18 Metern nur knapp das Ziel.
Rapid blieb am Gaspedal und wurde dafür dann auch belohnt. Jannes Horn zog auf der linken Seite auf und wusste, welches Zuspiel unsere Nummer 9 im Zentrum benötigte, um einzunicken – 1:0, Ercan Kara! So ging es mit einer hochverdienten Führung in die Halbzeitpause!
Ercan Kara leitete den Heimsieg mit seinem Führungstreffer ein.
Nicht nachgelassen, verdient gewonnen
Keinen Grund zum Wechseln gab es für das grün-weiße Trainerteam, und so ging es personell unverändert in die zweiten 45 Spielminuten. Kaum hatten die Zuschauer ihre Sitzplätze eingenommen, testete Yusuf Demir mit einem straffen Abschluss aus denkbar ungünstiger Position die Standhaftigkeit des gegnerischen Tors – Latte! Was zuletzt nicht immer der Fall war, war heute Abend gegeben: Rapid hielt den Druck hoch und spielte auf den nächsten Treffer. In der 58. Minute wäre es beinahe auch so weit gewesen. Nach einer Horn-Flanke schlich sich Bendi Bolla im Rücken seines Gegenspielers an ihm vorbei und spitzelte den Ball aus kurzer Distanz aufs Tor – leider zu zentral.
Mit dem nächsten Wimpernschlag folgte die nächste Aktion, und diese sorgte für großes Aufsehen: Nosa Dahl zog im Strafraum ab, ein WSG-Verteidiger war mit der Hand am Ball. Nach einem kurzen VAR-Check folgte dann die Entscheidung: kein Elfmeter, dafür viele überraschte Gesichter! Unbeeindruckt machten die Hütteldorfer weiter – und das mit Erfolg: Eine sehenswerte Kombination war vorausgegangen, ehe Bendi Bolla im 16er unbedrängt zum Abschluss kam und die Kugel unter die Querlatte hämmerte – 2:0!
Um einer Twitter-Nachricht eines Fans nachzukommen: Ist das Rapid oder Prime-Barça? Rapid! Besonders erfreulich: In der 83. Minute feierte Claudy Mbuyi unter tosendem Applaus sein langersehntes Comeback vor heimischer Kulisse. Und um auch die Frage zu beantworten, wie eigentlich der Arbeitstag unseres Jubilars verlief? Ruhig. Umso lauter wurde es dafür als Niki Wurmbrand mit dem Treffer zum 3:0 für den Schlusspunkt sorgte!
Im Kollektiv eine sehr beeindruckende Leistung unserer Rapidler und ein verdienter Heimsieg über die WSG Tirol. Bravo, Männer!
Fotos: GEPA
ADMIRAL Bundesliga | 7. Runde | Allianz Stadion
Tore: 1:0 Kara (33.), 2:0 Bolla (67.), 3:0 Wurmbrand (86.)
Rapid-11: Hedl; Horn, Cvetković, Raux-Yao, Bolla, Seidl ©, Bajlicz (87. Schaub), Demir (87. Tilio), Dahl (73. Wurmbrand), Kara (83. Mbuyi), Adamsen (73. Haidara)
Ersatz: Gartler, Roka., Tilio, Wurmbrand, Schaub, Haidara, Demir F., Gröller, Mbuyi