Niederlage in St. Pölten
Die Rapidlerinnen müssen sich in der 11. Runde der ADMIRAL Frauen Bundesliga beim SKN St. Pölten deutlich geschlagen geben. Trotz eines mutigen Beginns nutzen die Niederösterreicherinnen ihre Chancen konsequent und stellen bereits vor der Pause auf 4:0. In Hälfte Zwei war die Partie etwas ausgeglichener und so blieb es bei diesem Spielstand
Effiziente Gastgeberinnen
Grün-Weiß startete mutig in die Partie und hatte in den ersten Minuten mehr Ballbesitz. Bereits in der 3. Minute zog Lilli Brandl von links ins Zentrum und prüfte die gegnerische Torfrau, die ihren Schuss jedoch parieren konnte. Auch in der Folge suchten die Rapidlerinnen den Weg nach vorne. In der 8. Minute zeichnete sich Kayleigh van Niehoff erstmals mit einer starken Parade aus, ehe sie kurz darauf einen Eckball der Gastgeberinnen im Nachgreifen sicherte. In der 12. Minute setzte sich Lana Khalaf auf der Seite durch und bediente Lilli Brandl, deren Abschluss allerdings das Ziel verfehlte. Zwei Minuten später kam Katharina Moser nach einem hohen Ballgewinn vom Strafraumrand zum Schuss, setzte diesen aber knapp über das Tor.
Effizienter präsentierten sich die Gastgeberinnen: In der 19. Minute fand ein Angriff über die Seite im Zentrum Rukavina, die zur Führung für St. Pölten traf. Nur zwei Minuten später kam Aistleitner im Strafraum völlig frei zum Abschluss, schoss glücklicherweise aber deutlich über das Tor. Die Rapidlerinnen versuchten weiterhin, offensive Akzente zu setzen. In der 25. Minute eroberte sich Khalaf erneut Platz, fand Lisa Rammel, deren abgefälschter Schuss die Torfrau gerade noch entschärfen konnte. Während Grün-Weiß die Möglichkeiten nicht nutzen konnte, schlugen die Niederösterreicherinnen eiskalt zu. In der 28. Minute erhöhten die Gastgeberinnen auf 2:0. Die Rapidlerinnen suchten weiterhin nach Lösungen, doch St. Pölten blieb gefährlich. Kurz darauf folgte der nächste Rückschlag: Isabel Aistleitner stellte in der 41. Minute auf 3:0. Nur zwei Minuten später legten die Niederösterreicherinnen nach und erhöhten auf 4:0. Trotz des mutigen Beginns mussten die Hütteldorferinnen damit einen deutlichen Rückstand zur Pause hinnehmen.
Torlose zweite Spielhälfte
Mit einem Wechsel starteten die Rapidlerinnen in den zweiten Durchgang: Ronja Leidler kam für Isabell Schneiderbauer in die Partie. In der 49. Minute wurde es nach einer einstudierten Eckballvariante gefährlich, doch der Abschluss von Lisa Rammel wurde geblockt. Auch in der Folge suchten die Hütteldorferinnen nach offensiven Möglichkeiten. Eine Hereingabe in der 58. Minute fand allerdings keine Abnehmerin. In der 63. Minute brachte Lilli Brandl den Ball gefährlich vor das Tor, doch im Zentrum verpassten die Rapidlerinnen die Kugel knapp. Wenig später musste Kayleigh van Niehoff nach einem Ballverlust aus ihrem Tor kommen. Den anschließenden Angriff konnten die Grün-Weißen jedoch in letzter Sekunde entschärfen.
Nach 70 Minuten reagierte Rapid mit einem Doppelwechsel: Jasmin König und Sophia Zöger kamen für Vanessa Rauter und Lana Khalaf. Zöger sorgte in der Schlussphase für weitere offensive Akzente. Zunächst setzte sie Ilvy Taucher mit einem Freistoß vom Strafraumrand in Szene, deren Abschluss die gegnerische Torfrau festhalten konnte (75.). Drei Minuten später setzte sich Zöger sehenswert durch und spielte einen gefährlichen Stanglpass, in der Mitte verpassten jedoch gleich zwei Spielerinnen knapp. Mit zwei weiteren Wechseln brachte Rapid frische Kräfte: Annika Seidl ersetzte Ilvy Taucher (81.), Viktoria Bittendorfer kam in der 83. Minute für Lilli Brandl. Defensiv blieb van Niehoff ebenfalls gefordert und fing in der 88. Minute einen Kopfball nach einem Freistoß ab. In der Nachspielzeit kamen die Gastgeberinnen noch einmal gefährlich vor das Tor, der Ball ging jedoch knapp vorbei.
Cheftrainerin Katja Gürtler resümiert die Partie: „Wir haben heute zu leichte Gegentore bekommen, obwohl wir insgesamt gar nicht so viele Chancen zugelassen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir noch einmal einen harten Fight geliefert und versucht, dagegenzuhalten. Am Ende fällt das Ergebnis aus meiner Sicht aber doch zu hoch aus.“
ADMIRAL Frauen Bundesliga | 11. Runde | NV Arena
Rapid-11: Van Niehoff; Hoke, Holl, Moser, Schneiderbauer (46. Leidler), Rammel, Khalaf (70. Zöger), Rauter (70. König), Brandl © (83. Bittendorfer), Taucher (81. Seidl), Charwat
Ersatz: Zotter, Leidler, Haupt, König, Bittendorfer, Seidl, Zöger
Fotos: © Christian Müller
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