13.12.2020
Bundesliga, Profis, Spielbericht

Herber Rückschlag im letzten Heimspiel

Der Donnerstag und damit das Ausscheiden aus dem Europacup lagen hinter uns und damit auch die Enttäuschung: Im letzten Heimspiel des Jahres stand am Sonntag wieder-Liga-Alltag am Plan. Rapid empfing hier die WSG aus Tirol, war vor den Wattenern gewarnt und lief mit einem jungen Mittelfeld auf. Neben Lion Schuster stand Melih Ibrahimoglu, davor rechts Yusuf Demir. Es fehlte Max Hofmann (angeschlagen), Routinier Mario Sonnleitner und Leo Greiml bildeten die Innenverteidigung. Das Ziel war klar: Es galt zu punkten, am besten voll, um weiter im Rennen um die oberen Tabellenplätze mitzumischen.

Mit dem ersten Angriff gingen die Gäste nach einem Eckball in Führung: Kurz abgespielt, gelangte der Ball zu Schnegg, der von der Fünfer-Ecke abzog und den Ball in den Winkel wuchtete (5.). Der frühe Rückstand als Rückschlag, aber auch als Bewährungsprobe für die junge Rapid-Mannschaft, die noch fast das gesamte Spiel vor sich hatte. Unserem Bemühen zum Trotz kam dennoch wieder die WSG zum Abschluss, Yeboah schoss aber drüber (18.). Und eine Flanke von Ex-Rapidler Petsos, wurde noch gefährlich, weil sie sich aufs Tor senkte und Paul Gartler den Ball über die Latte drehen musste (29.). Aus der folgenden Situation vergrößerte sich unser Rückstand aber: Der freistehende Petsos konnte vor dem Sechzehner Maß nehmen und traf ins Eck (30.). Die beste Chance für uns, um zu verkürzen, ergab sich noch vor der Pause - Taxi Fountas tauchte im Strafraum auf, seinen Schuss hatte aber Keeper Oswald (39.). Für die zweite Halbzeit mussten wir aber nun auf jeden Fall reagieren.

Kurz nach der Pause sah Didi Kühbauer, wie sich der nächste Rückschlag einstellte: Rapid nur mehr zu zehnt.

Und das tat unser Trainerteam mit einem Dreiertausch: Mateo Barac (für Mario Sonnleitner), Kelvin Arase (für Yusuf Demir) und Ercan Kara (für Melih Ibrahimoglu) kamen direkt nach dem Seitenwechsel. Wir mussten aber direkt nach dem Wiederanpfiff den nächsten Rückschlag hinnehmen: Filip Stojkovic wurde in der Vorwärtsbewegung mit einem Foul gestoppt, unser Verteidiger hatte seinen Arm in der Bewegung dabei, traf den Gegenspieler und sah Rot. Rapid war nur mehr zu zehnt. Und hätte fast das 0:3 hinnehmen müssen, denn die Gäste setzen den nächsten Angriff, den Koch abschloss und die Latte traf (52.). Zwei Minuten später der nächste Aluminium-Treffer, als Rieder nach einem Konter den Ball an die Stange setzte. Eine ganz schwierige Phase für uns.

In der wir uns wieder zurückmeldeten: Kara übernahm eine weite Flanke direkt und setzte seinen Volley aus kurzer Distanz an die Stange (57.) Nach einer Stunde kam Srdjan Grahovac von der Bank und somit zu seinem 100. Bundesliga-Einsatz für unsere Farben. Wieder Wattens, wieder über Koch, seinen Weitschuss parierte Goalie Gartler (63.). Unser Schlussmann war auch bei einer weiteren Chance von Yeboah zur Stelle. Minute um Minute verging, das Spiel verlagerte sich in Zweikämpfe und weniger Strafraumsituationen: Rapid, weil wir im Gegenzug auch immer auf Konter aufpassen mussten, Tirol, weil man abwarten konnte. Paul Gartler blieb bis zuletzt aufmerksam und parierte eine Chance von Frederiksen mit dem Fuß (88.). Bei einem platzierten Abschluss des Stürmers nach einem weiteren Konter war er aber chancenlos (90.). Dabei blieb es auch - eine deutliche Niederlage, die uns im Bemühen, wieder für die vorderen Plätze weitere Punkte zu sammeln, zurückwarf. Am Mittwoch geht es nun zum Cup-Schlager nach Salzburg.

Fotos: GEPA Pictures.

(gub)

Die Pressekonferenz nach dem Spiel

Dieses Video enthält Produktplatzierungen

Bundesliga, 11. Runde:
SK Rapid - WSG Tirol 0:3 (0:2)
Allianz Stadion, SR Hameter

Torfolge: 0:1 Schnegg (5.), 0:2 Petsos (29.), 0:3 Frederiksen (90.);

SK Rapid: Gartler – Stojkovic, Sonnleitner (46./Barac), Greiml, Ullmann – Schuster, Ritzmaier (63./Grahovac) – Schick, Demir (46./Kara), Ibrahimoglu (46./Arase)- Fountas;

WSG Tirol: Oswald – Koch, Behounek, Gugganig (76./Hager), Schnegg (85./Frederiksen) – Rogelj, Petsos (55./Smith), Celic, Rieder (55./Naschberger) – Dedic (85./Anselm), Yeboah

Gelbe Karten: Ibrahimoglu, Schuster, Schick; Petsos, Rieder, Smith, Gugganig, Yeboah

Rote Karte: Stojkovic (49./Tätlichkeit)