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22.08.2021
Spielbericht, Profis, ADMIRAL Bundesliga

Magische 3 - souveräner Heimerfolg

Nach dem fulminanten 3:0 Sieg im Play-off Hinspiel der Europa-League gegen Zorya Luhansk erwarteten die Hütteldorfer heute Nachmittag die SV Ried im Allianz Stadion. Der Hinspielsieg über Luhansk gab den Grün-Weißen zusätzliches Selbstvertrauen für das bevorstehende Duell gegen die Wikinger. Die Innviertler legten einen gelungenen Saisonauftakt hin. Mit sieben Punkten aus den ersten vier Runden belegten die Rieder vor dem Spiel den 4. Platz in der Tabelle. Demnach selbstbewusst traten die Innviertler auch die Reise in den Westen Wiens an, wenngleich Auswärtsspiele in Hütteldorf in der Vergangenheit nicht von Erfolg geprägt waren, noch nie gelang es den Riedern einen vollen Erfolg in Wien gegen Rapid einzufahren.

Wichtig war für die Grün-Weißen umso mehr, dass Stojkovic, Petrovic und Ljubicic wieder im Kader standen. Dadurch war mehr Variabilität gegeben und die Doppelbelastung der Europa-League Spiele konnte besser kompensiert werden. Unsere Nummer 1 Richard Strebinger hütete den Kasten. Für die Innenverteidigung waren unser Kapitän Maxi Hofmann und Leo Greiml zuständig. Dieser hatte bereits beim Spiel gegen Luhansk eine bärenstarke Leistung aufzeigen können. Die Außenverteidigung übernahmen Max Ullmann und Filip Stojkovic. Im Mittelfeld agierte der wieder genesene Dejan Petrovic gemeinsam mit Robert Ljubicic und Christopher Knasmüllner. Marco Grüll und Thorsten Schick bespielten die offensiven Außenbahnen rund um Solospitze Ercan Kara

Für die erste Offensivaktion dauerte es keine 60 Sekunden aus grün-weißer Sicht. Ullmann zog auf links dynamisch auf, bediente in der Mitte den besser positionierten Kara, dessen Kopfball Keeper Sahin-Radlinger mit den Fingerspitzen um die Querlatte drehen konnte (1.). Defensiv hatte die Kühbauer-Elf ebenso von Beginn an alles gut unter Kontrolle, die Gäste aus dem Innviertel konnten gut von der Gefahrenzone ferngehalten werden. Rapid war das aktivere und angriffslustigere Team. Nach einem Eckball von Schick war es wieder einmal Kara, der den Kopfball knapp neben das Gehäuse setzte (14.). Sahin-Radlinger hielt seine Mannen mit mehreren souveränen Paraden im Spiel.

Auch nach der Anfangsphase waren es die Hütteldorfer die immer wieder für gefährliche Akzente sorgen konnten. So wie in der 30. Spielminute, als es Ullmann mit einem Distanzschuss probierte, der Gäste-Schlussmann aber einmal mehr zur Stelle war. Der Führungstreffer zeichnete sich ab, lag in der Luft und dennoch mussten knapp 14.500 Zuseher bis kurz vor dem Pausenpfiff warten. Dann wurde es aber laut: Eine Schick-Hereingabe landete über Umwege ideal vor den Beinen von Grüll, dieser zögerte nicht und platzierte das Leder gekonnt im rechten Eck – 1:0 (42.)! Zum richtigen Zeitpunkt, kurz vor der Pause, belohnten sich die Grün-Weißen für eine ansehnliche erste Spielhälfte – mit einer verdienten Führung ging es in die Halbzeit! 

Wie so oft im Fußball: Marco Grüll traf gegen seinen Ex-Verein, verzichtete aber aus Respekt auf einen Torjubel.

Es hätte ein Blitzstart in Hälfte zwei werden können, wäre der Abschluss von Schick aufs lange Eck nicht um Zentimeter an der Torstange vorbeigezogen (49.). In dieser Tonart ging es aber weiter. Hoch mitaufgerückt sorgte Ullmann mit einem artistischen Abschluss für die nächste Tormöglichkeit, Sahin-Radlinger wusste aber auch in dieser Aktion seine Hände rechtzeitig an den Ball zu bekommen (55.). Fast im Gegenstoß musste sich dann auch Strebinger erstmals in diesem Spiel so richtig auszeichnen, behielt sowohl beim ersten als auch zweiten Abschluss die Oberhand und vereitelte damit eine gute Aktion der Gäste. Eine Rettungstat mit bitterem Beigeschmack: In dieser Aktion dürfte sich unsere Nummer 1 an der Schulter verletzt haben, probierte es nach einer kurzen Behandlungspause zwar noch einmal, musste kurz darauf aber dennoch angeschlagen ausgewechselt werden. Pauli Gartler kam somit zu einem Pflichtspieldebüt in dieser Saison (64.).

Ebenso eingewechselt wurde Fountas, dessen Balleroberung und Umschaltspiel perfekt zu Ende gespielt wurde. Die letzte Station, bevor das Leder den Weg ins Tor fand, war Kara, der mit einem sehenswerten Seitfallzieher auf 2:0 erhöhen konnte (72.). Mit Anbruch der Rapidviertelstunde stieg auch noch einmal der Lärmpegel im Allianz Stadion und das sollte sich auch bezahlt machen. Im Mittelpunkt des Geschehens Bundesligadebütant Robert Ljubicic. Ein wenig Anlauf und ein solider linker Fuß waren ausschlaggebend, dass der Abschluss von unsere Nummer 5 unhaltbar im langen Eck landete – 3:0 (81.). Damit war die Partie vorzeitig entschieden, Ried gelingt es auch im 42 Gastspiel nicht, drei Punkte aus Wien mitzunehmen. Rapid hingegen darf sich über den vierten 3:0 Erfolg in dieser Saison freuen. Bravo, Rapid!

Pflicht erfüllt und schon werden die Sinne neu geschärft, denn bereits am Mittwoch reist unsere Mannschaft in die Ukraine für das Playoff-Rückspiel am Donnerstag gegen Zorya Luhansk!

Fotos: GEPA

Unsere Tore

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Stimmen nach dem Spiel gegen die SV Ried

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PK nach dem Spiel gegen die SV Ried

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