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14.06.2024
Verein, Profis

Leopold Querfeld wechselt zum 1. FC Union Berlin

Nun ist es formell fixiert: Mit Leopold Querfeld, der derzeit beim ÖFB-Nationalteam weilt und an der UEFA EURO 2024 teilnehmen wird, wechselt ein Eigenbauspieler des SK Rapid zur kommenden Saison in die Deutsche Bundesliga. Der 20-jährige Innenverteidiger schließt sich dem 1. FC Union Berlin an und ist damit der zweite Rapid-Spieler nach Christopher Trimmel, der seit einem Jahrzehnt bei den „Eisernen“ engagiert ist, der von Hütteldorf nach Köpenick wechseln wird. 

Leopold Querfeld trug über zwölf Jahre das Rapid-Trikot und legte eine Musterlaufbahn in der grün-weißen Nachwuchsschmiede hin. Bereits als 16-Jähriger debütierte er im Oktober 2020 unter dem damaligen Trainergespann Franz Maresch/Steffen Hofmann in der ADMIRAL 2. Liga, knapp ein Jahr später unter Coach Didi Kühbauer in der Profimannschaft bei einem Europacupspiel in Kroatien gegen Dinamo Zagreb. Insgesamt brachte es der großgewachsene Innenverteidiger auf 42 Partien für Rapid II in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse und auf 71 Pflichtspiele (vier Tore) für die Profis. Zudem absolvierte er für den ÖFB 20-Nachwuchsländerspiele und bislang zwei im A-Team, zuletzt kam er erst vor wenigen Tagen beim 2:1-Heimsieg gegen Serbien im Ernst-Happel-Stadion zum Einsatz. 

Nun wagt der am 20. Dezember 2003 geborenen Modellathlet, der im Vorjahr in der grün-weißen Kooperationsschule AHS Wien West maturierte, rund zwölf Monate vor Ablauf seines Vertrages den von vielen Expert:innen erwarteten Schritt in eine der europäischen Top-Ligen

(Artikel wird unterhalb fortgesetzt)

Mehr als 70 Pflichtspiele absolvierte der erst 20-jährige Leopold Querfeld für die grün-weiße Profimannschaft © Red Ring Shots

Stimmen zum Wechsel

Geschäftsführer Sport Markus Katzer meint zum Abgang von Leopold Querfeld: „Es war mit großer Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass Leo in diesem Sommer den nächsten Karriereschritt in Angriff nehmen wird. Seine Vertragsverlängerung vor einem Jahr, die aufgrund der kurzen Restlaufzeit kaum mehr möglich erschien, war eine der ersten großen Herausforderungen in meiner Amtszeit. Dass diese gelungen ist, war erfreulich und hat ´Querli´ mit einer bärenstarken Saison bestätigt. Er ist ein außergewöhnlich professioneller Sportler und eine charakterstarke Persönlichkeit, hat auch jetzt immer offen mit uns über seinen Karriereplan kommuniziert. Ich bin überzeugt, dass er sich auch in der Deutschen Bundesliga durchsetzen wird und wünsche ihm persönlich und im Namen unseres Klubs nur das Beste. Natürlich hätten wir alle ihn noch gerne länger bei uns gesehen und den Vertrag abermals verlängert, aber wir haben uns nicht umsonst auf der Innenverteidiger-Position bereits personell verstärkt. Zudem ist der Wechsel von Leopold Querfeld in die Deutsche Bundesliga eine Bestätigung unserer Philosophie, nämlich die größten heimischen Talente bei uns auszubilden und diesen über unsere Profimannschaft den Sprung in eine der Top 5-Ligen Europas zu ermöglichen.“ 

Geschäftsführer SK Rapid Steffen Hofmann ergänzt: „Es war eine Meisterleistung, dass es im Februar 2023 so kurz vor Ablauf des Vertrages doch noch gelungen ist, den Kontrakt mit Leopold Querfeld zu verlängern. Er ist ein Vorzeigemodell für unsere Nachwuchsspieler, seinen Weg in eine der Top-Ligen Europas hat er bei uns mit großer Disziplin und außerordentlichem Ehrgeiz absolviert. Leo ist grundsätzlich noch immer ein sehr junger Spieler, aber eine enorm reife Persönlichkeit und ich bin überzeugt, dass er sich in allen Bereichen weiter verbessern und viele Erfolge auf Klub- und Nationalteamebene feiern wird. Für mich war es eine Freude in verschiedenen Funktionen mit Leo zusammenarbeiten zu können, er wird natürlich auch in Zukunft bei uns immer herzlichst willkommen sein.“

Leopold Querfeld selbst sagt: „Ein entscheidender und prägender Lebensabschnitt geht nun mit dem Wechsel zum 1. FC Union Berlin für mich zu Ende. Ich bin sehr dankbar für die Zeit beim SK Rapid und werde im Herzen natürlich weiter ein Grün-Weißer bleiben. Für die Ausbildung und Unterstützung in den letzten zwölf Jahren möchte ich allen Wegbegleitern, Mitspielern, Trainern, Betreuern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken. Ich habe in jeder Minute versucht, das Maximum für meinen Verein zu geben und es war mir wichtig, dies bis zur letzten Spielminute zu tun. Nun beginnt ein neues Kapitel, dem ich mit großer Spannung und Zuversicht entgegenblicke. Ich konnte mir bereits in den letzten Jahren einen Kindheitstraum erfüllen: Für meinen Klub, gerade in Hütteldorf vor eigenem Publikum, spielen zu dürfen, wird mir unvergesslich bleiben. Ein besonderes Dankeschön möchte ich auch den Rapid-Fans aussprechen. Es war für mich immer sehr besonders, vor dieser Kulisse unsere Farben repräsentieren zu können. Ich hoffe, dass ich in guter Erinnerung bleibe und mir einige weiter die Daumen drücken und meinen Werdegang verfolgen. Den SK Rapid und meine Heimatstadt zu verlassen, ist kein leichter Schritt, doch freue ich mich, künftig für einen ebenfalls sehr außergewöhnlichen Klub in einer der stärksten Ligen der Welt tätig sein zu dürfen. Ich werde den Weg meines Stammvereins weiter aufmerksam verfolgen und wünsche der gesamten Rapid-Familie, ganz besonders meinen ehemaligen Mitspielern, Trainern und Förderern, viele Erfolge in der Zukunft.“ 

Das erste Bundesligator von Leo Querfeld im Video

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