28.11.2017
SK Rapid II

Sonntag vor einer Woche bestritt Rapid II das letzte Meisterschaftsspiel in diesem Jahr und befindet sich damit seither in der Winterpause. Trainiert wird natürlich weiterhin, bis kurz vor Weihnachten, wo es dann endgültig heißt: „Gute Erholung, Frohe Weihnachten und guten Rutsch!“ Aber der Blick zurück auf die bisherige Saison in der Regionalliga Ost, ist ein mehr als positiver – klammert man die beiden ersten sowie die beiden letzten Runden aus! Dazwischen spielte die grün-weiße Auswahl einen „Goldenen Herbst“, legte eine Serie von insgesamt 13 Spielen ohne Niederlage hin – davon 9 Siege und 4 Niederlagen – und rangiert durchaus verdient im oberen Tabellendrittel. Für Rapid II-Cheftrainer Muhammet Akagündüz aber noch kein Grund euphorisch zu werden: „Wir müssen realistisch bleiben. Wir sind mit dem Ziel gestartet nichts mit dem Abstieg zu tun haben zu wollen. Nach einer relativ erfolgreichen Herbstsaison sind wir noch lange kein Aufstiegskandidat. Bis zum Saisonende erwarten uns noch 16 Spiele und es liegen viele Mannschaften eng zusammen. Da werden bestimmt einige alles daransetzen, um aufzusteigen. Unsere Vorgabe ist ein sorgenfreies Frühjahr zu spielen“, so Akagündüz.

Die neue Position steht ihm sehr gut: Andi Dober als zentraler Abwehrchef!

Grün-Weiße Erfolgsserie

In die Spur gefunden mit neuer Position für Andreas Dober

Nach zwei gespielten Runden in der Regionalliga Ost stand Rapid II noch ohne Punkte da und alles deutete auf ein weiteres schwieriges Jahr für die jungen Hütteldorfer hin. Das Trainergespann war veranlasst zu handeln und fand mit einer taktischen Umstellung nicht nur eine neue und passende Position für Andreas Dober, sondern auch die erhoffte Stabilität in der Defensive. Der Routinier wechselte nämlich von der rechten Außenposition ins Abwehrzentrum und bildete zumeist mit Mert Müldür und Stefen Pfeifer die neue Dreierkette, welche bei Ballverlust durch die beiden Flügelspieler verstärkt wurde. Zudem konnte nun im Spiel nach vorne weit mehr Druck erzeugt werden. Gegen Mannsdorf musste man sich zwar noch mit einem Unentschieden (nach 2:0-Führung) zufriedengeben, aber die Steigerung war deutlich sichtbar. Und spätestens nach dem Heimerfolg gegen die Vienna hatte unsere Mannschaft den Rhythmus gefunden und sammelte einen Punkt nach dem anderen.

Dem Tabellenführer die Grenzen aufgezeigt

Besonders hervorzuheben war hier der 4:1-Heimerfolg über den Absteiger aus der Ersten Liga, den SV Horn. Plötzlich fand man sich nach sieben Siegen und zwei Unentschieden auf Platz drei der Tabelle wieder und lag in Schlagdistanz – 2 Punkte Rückstand – zur Tabellenführung. Durch ein Unentschieden gegen Ebreichsdorf und im Derby gegen die Austria Amateure gelang das anvisierte Überholmanöver auf Platz eins zwar nicht, aber die grün-weiße Auswahl blieb weiterhin im Spitzenfeld. Zwar steht der Aufstieg unserer zweiten Mannschaft in die zweithöchste Spielklasse nicht auf der aktuellen Saison-Agenda von Rapid, die Ansprüche vorne mitzuspielen, neben der Hauptaufgabe die eigenen Talente für die Profimannschaft auszubilden, sind allerdings weiterhin gegeben und haben oberste Priorität. Daran angelehnt, ging auch die Serie erfolgreich weiter, sodass noch zweimal die volle Punktezahl angeschrieben werden konnte und Rapid II schlussendlich bei 13 Runden ohne Niederlage Halt machte. In den letzten beiden Partien (inkl. vorgezogener Frühjahrsrunde) war dann aber etwas du Luft draußen, gewohnte Qualitäten konnte nicht mehr auf den Platz gebracht werden und es setzte zwei Niederlagen. Damit überwintert unsere Mannschaft auf dem guten fünften Gesamtrang!

Neben der guten Herbstsaison seiner Mannschaft gab es für Rapid II-Cheftrainer Muhammet Akagündüz zudem ebenfalls einen schönen Erfolg zu vermelden, denn nach zwei Jahren Trainerkurs ist der 39-Jährige im Besitz der UEFA-Pro-Lizenz, der höchstmöglichen Trainerausbildung. Der Ex-Rapid-Profi legte im Oktober die kommissionelle Abschlussprüfung erfolgreich ab, wodurch er nun zur europaweiten Trainertätigkeit in den beiden obersten Spielklassen berechtigt ist - wir gratulieren nachträglich noch einmal.

Fotos: © Red Ring Shots

(cw)

Ein Team! Gemeinsam. Kämpfen. Siegen. | Foto: © Richard Cieslar