13.12.2018
Spielbericht, UEFA Europa League, Profis

AUFSTIEG! Lucky Punch durch Ljubicic führt zum 1:0!

Die Vorzeichen am letzten Spieltag in der UEFA Europa League waren klar und gegeben, und somit war auch die Rechnung einfach: Rapid würde zuhause gegen die Rangers aus Glasgow bereits ein Unentschieden genügen, um in der Gruppe G aufzusteigen. Gesagt, getan, will man meinen, aber es verlangte dennoch ein hartes Stück Arbeit, das war jedem im Vorfeld bewusst. Und darum wollte man auch unseren Spielern auf dem Rasen den notwendigen Rückhalt geben, das Stadion war bereits seit letzter Woche mit 23.850 Fans, davon 2.500 aus Schottland, restlos ausverkauft.

Auf der Bank nahm wieder Christopher Dibon Platz, für Mario Sonnleitner ging es sich aber wie zu erwarten war, leider nicht aus. Zunächst saßen dort auch Philipp Schobesberger, Christoph Knasmüllner oder Dejan Ljubicic, denen später noch eine entscheidende Rolle zukommen sollte. Das Mittelfeld bildeten Andrei Ivan, Thomas Murg und wieder Boli Bolingoli, vorne der kampfstarke Veton Berisha, hinten u.a. mit Max Hofmann. Cheftrainer Didi Kühbauer hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass Rapid keineswegs nur reagieren dürfe, weil es die Situation verschärfen würde - vielmehr wollte man agieren und dagegenhalten.

Wieder also: Gesagt, getan. Unsere Mannschaft kaufte den Gästen immer wieder die Schneid ab, es gab Zweikampfszenen und intensive Duelle zuhauf und so waren es vor allem Standards, die Torraumszenen brachten. Aufseiten des Gegners probierte es Barisic (man beachte die Namensgleichheit) mit einem Freistoß, Goalie Richi Strebinger war auf dem Posten (15.). Die beste Chance folgte direkt danach, als nach einem abermaligen Freistoß Goldson seinen Kopfball ans Lattenkreuz setzte, von dort sprang der Ball aus der Gefahrenzone und nicht vor die Beine eines lauernden Schotten (21.). Beste Möglichkeit für uns in einem Spiel mit wenigen Lücken, wo oft der letzte Pass nicht stimmte: Ein Murg-Freistoß, der knapp vorbeizog (24.).

Der entscheidende Schuss: Dejan Ljubcic trifft zum 1:0 und Hütteldorf jubelt!

Zur zweiten Halbzeit brauchte es also eine gewisse Spielverlagerung und -Gestaltung, wollte man hier das erste Tor machen. So kam Christoph Knasmüllner für Thomas Murg in die Partie, und fand gleich den ersten Abschluss vor, der aber vom Sechzehner zu schwach ausfiel und in den Armen von Goalie McGregor landete (52.). Der stimmgewaltige Block West sorgte mit seinem dröhnenden Aufbäumen dafür, dass Rapid immer wieder neue Kraft schöpfte und so den Lucky Punch, diesem einen, an diesem Tag wohl entscheidenden Tor, immer näher war, als der Gegner. Ein Freistoß, natürlich, von Knasmüllner zog an allen vorbei (60.), ein Versuch von Stefan Schwab ging übers Gehäuse (79.).

Einmal kam jetzt der Rangers FC noch sehr gefährlich vor unser Tor, als sich Strebinger strecken musste und einen Weitschuss von Tavernier wegfaustete (82.). Ehe die Szene des Tages alles entschied und den Gästen endgültig nicht nur die Chancen, sondern auch den Mut raubte: Knasmüllner bediente nach einem Doppelpass Ljubicic, der in den Strafraum gelaufen war und den Ball am Goalie vorbei ins Eck schob - 1:0 (84.)! Ohrenbetäubender Jubel folgte und je mehr nun die Minuten verstrichen, desto eher war klar: Rapid war aufgestiegen, denn die Rangers brauchten jetzt zwei Tore. Aber unsere Mannschaft hielt bis in die Nachspielzeit dagegen und als der Schlusspfiff ertönte, feierte Hütteldorf kollektiv den Aufstieg ins Sechszehntelfinale - wer hätte das gedacht?!?

Die Auslosung für unseren nächsten Gegner im Februar erfolgt bereits am kommenden Montag, um 13:00 Uhr in Nyon - wir halten euch auf dem Laufenden! Nun genießen wir aber den schönen Europacupabend - RAPID!!

(gub)

UEFA Europa League, Gruppe G, 6. Spieltag

SK Rapid - Rangers FC 1:0 (0:0)

Weststadion, 23.850 Zuschauer, SR Mazzoleni (ITA)

Tor: 1:0 Ljubicic (84.);

SK Rapid: Strebinger – Müldür, Hofmann, Barac, Auer – Martic (78./Ljubicic), Schwab – Ivan (62./Schobesberger), Murg (46./Knasmüllner), Bolingoli – Berisha;

Rangers FC: McGregor – Tavernier, McAuley, Goldson, Barisic – McCrorie – Arfield, Jack (78./Lafferty), Coulibaly (71./Grezda), Middleton – Morelos;

Gelbe Karten: Ivan, Müldür, Martic; Jack, Goldson

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