02.11.2019
Spielbericht, Profis, Bundesliga, SKN St. Pölten

Unerwarteter Dämpfer: Niederlage gegen St. Pölten

Nach den beiden Schlagerspielen gegen RB Salzburg zuletzt (2:3) und den WAC zuvor (1:1) wartete auf unsere Mannschaft nun die Aufgabe SKN St. Pölten. Eine trügerische Angelegenheit gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht, gegen das man in dieser Saison bereits einmal auswärts Punkte ließ (2:2 zu Saisonbeginn) und sich im abgelaufenen Spieljahr auch geschlagen geben musste (0:2 zuhause). Dazwischen gab es immerhin ein klares 4:0 in der NV-Arena, aber schon diese Resultate zeigten, dass mit den Niederösterreichern immer zu rechnen ist. Und, dass es die vermeintlich leichten Aufgaben nicht gibt.

In die Startelf war wieder Thomas Murg zurückgekehrt, nachdem er gegen den WAC vor zwei Wochen sein Comeback gegeben hatte, Philipp Schobesberger (noch nicht ganz fit) fehlte wie zu erwarten war. Kurzfristig fiel aber auch Taxi Fountas aus, der gegen seinen Ex-Verein aufgrund von leichten Knieproblemen passen musste. Die Gäste fanden jedenfalls die erste Möglichkeit vor, als Pak vor Richi Strebinger zum Schuss kam, der aber im Nachfassen den Ball hatte (2.). Rapid antwortete mit Schussversuchen von Christoph Knasmüllner und Max Ullmann, die beide abgeblockt wurden (8.). Ehe es nach guter Kombination Elfmeter-Alarm gab, als Knasmüllner im Strafraum zu Fall gebracht-, aber auf Weiterspielen entschieden wurde (9.).

Im Verlauf gab es immer wieder Halbchancen zu verzeichnen, etwa bei einem Kopfball von Filip Stojkovic (22.), während man hinten aufpassen musste: Wieder Pak, diesmal mit einem wuchtigen Schuss in Rücklage, aber drüber (27.). Oder, als Dreschers Kopfball nach einer Ecke knapp an unserem Tor vorbeiging (34.). Die besten Chancen stellten sich vor der Pause ein, und zwar auf beiden Seiten: Scharfe Flanke von Ullmann auf Knasmüllner, der sich hochgeschraubt hatte - sein Kopfball drehte sich aber am langen Eck knapp vorbei (35.). Ehe auf der Gegenseite Meisl, ebenfalls per Kopfball, die Querlatte traf (44.). Mit dem Pausenpfiff kam Aliou Badji im Fünfer nochmal im Fallen zu einer Gelegenheit, brachte den Ball aber nicht kontrolliert aufs Gehäuse (45.).

Rapid dominierte, St. Pölten gelang aber das Goldtor.

Ohne Wechsel kam man aus den Kabinen und 20.400 Rapid-Fans sahen eine grün-weiße Mannschaft, die sich weiter bemühte. Aber sich ebenso schwer tat, die richtigen Lösungen zu finden, um die St. Pöltener Abwehrreihen auseinanderzubrechen. Somit blieb es lange Zeit ein Geduldspiel, bei dem es mit Fortdauer auch nicht mehr die großen Chancen zu verzeichnen gab: Die Gäste nutzten das, warteten ab und verlagerten sich aufs Kontern und Intervenieren. Somit blieb zwar Rapid der Willen, zum Erfolg zu kommen, aber die Mittel dazu blieben auf der Strecke. Und wenn man zu Halbchancen kam, fehlte die letzte Konsequenz, etwa, als Knasmüllner eine Stojkovic-Flanke am Fünfer nicht entscheidend drücken konnte (70.). Oder Badji im Gewühl nicht richtig zum Schuss kam (72.).

Noch bitterer wurde es zur Rapid-Viertelstunde: Wir brachten nach einem Eckball des Gegners den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich und Balic zog vom Sechzehner-Eck einfach mal ab - 0:1, direkt ins Eck (74.). Leider entschied sich das Schiedsrichter-Team eine Abseitsstellung von zumindest einem St. Pöltner Spieler, der direkt vor Richard Strebinger stand, nicht zu ahnden. Wir probierten es weiter, aber je weiter die Match-Uhr voranschritt, desto eher wuchs die Erkenntnis, dass es an diesem Tag nichts mit dem anvisierten Heimsieg werden sollte. Max Ullmann noch einmal mit einem Volley-Versuch (80.), aber das war es dann. Ein ganz großer Dämpfer für unsere Bemühungen, uns auf einem der vorderen Tabellenplätze festzusetzen. Die nächste Aufgabe bringt uns kommendes Wochenende nach Altach.

(gub)

tipico Bundesliga, 13. Runde:
SK Rapid - SKN St. Pölten 0:1 (0:0)
Allianz Stadion, 20.400 Zuschauer, SR Schüttengruber

Tor: 0:1 (74.) Balic

SK Rapid: Strebinger – Hofmann (62. Arase), Dibon, Barac – Stojkovic (75. Auer), Murg, D. Ljubicic, Schwab, Ullmann – Badji, Knasmüllner (80. Ibrahimoglu);

SKN St. Pölten: Riegler – Ingolitsch, Meisl, Drescher, Muhamedbegovic, Davies (69. Rasner) – Luxbacher (50. R. Ljubicic), Hofbauer (74. Messerer), Ambichl – Balic, Pak;

Gelbe Karten: Hofmann, Auer; Hofbauer;

Pressekonferenz nach dem Spiel:

Geburtstagskind Dibon nach dem Spiel:

Interview mit Richard Strebinger nach dem Spiel: