21.06.2020
Bundesliga, Profis, Spielbericht

Das schmerzt: Brutales 0:1 zuhause

Nach den erfolgreichen englischen Wochen war das Ziel unserer Mannschaft auch am Sonntag gesetzt: Nachdem man Hartberg unter der Woche mit 1:0 besiegte, wollte man auch im Heimspiel gegen die Oststeirer voll punkten. Kein einfaches Unterfangen, gelang uns genau das in der Meisterschaft bislang noch nie. Wie zu erwarten, gab es neuerliche Rotationen im Spieltagskader: Dass Kelvin Arase nach seiner Gehirnerschütterung eher nicht zum Einsatz kommen würde, war absehbar. Ebenso, dass Dejan Ljubicic nach seiner Gelb-Sperre wieder dabei sein wird - er rückte wieder in die Innenverteidigung, weil Leo Greiml nach vielen Spielen hintereinander eine Pause bekam. Ebenso Taxi Fountas, unser Torschütze vom Dienst wurde nach seinem frühzeitigen Austausch in Hartberg ebenso vorsichtshalber nicht aufgestellt, um Blessuren auszukurieren. Tobias Knoflach indes hütete wieder unser Gehäuse.

Und erstmals von Beginn an mit dabei war Yusuf Demir - der Youngster kam gleich zum ersten Schuss aus der Drehung (5.) und sollte als spielerisches belebendes Element mit dem gewissen Schuss Unberechenbarkeit fungieren. Im Gegenzug rasierte Tadic nach einer hohen Hereingabe am Fünfer vorbei, von uns war gerade noch ein Fuß dazwischen (9.). Es entwickelte sich eine sehr flotte Begegnung, beiden Teams war der offensive Antrieb anzumerken. Wie hier: Demir mittels Lochpass auf Christoph Knasmüllner, dessen Flachschuss von Goalie Swete pariert wurde - es war die beste Chance von uns in den ersten 45 Minuten (13.). Einen Demir-Schussversuch blockte Hartbergs Abwehr am Fünfer (14.), Max Ullmann setzte einen Weitschuss drüber.

Das schien nun ein probates Mittel zum Zweck, auf beiden Seiten. Hartbergs Rep visierte das Kreuzeck aus 25 Metern an, sein gefährlicher Weitschuss verzog nur knapp (26.). Bei uns strich indes ein Versuch von Filip Stojkovic am langen Eck vorbei (28.). Ehe Thorsten Schick direkt übernahm, den Ball aber übers Tor setzte (30.). Rapid hätte sich in Hälfte Eins die Führung redlich verdient, aber es kam anders. Zuerst legte Demir im Strafraum noch clever auf Stefan Schwab ab, dessen Volleyabnahme hauchdünn vorbeiging (32.). Dann hebelten die Gäste mit einem Pass von Kainz in den Lauf von Tadic unsere Abwehr aus, Letzterer stellte via Schuss ins lange Eck auf 1:0 (42.). Ein Schock noch vor dem Pausenpfiff.

Das entscheidende (Gegen-) Tor: Hartberg ging vor der Pause in Führung.

Zur Halbzeit ersetzte Koya Kitagawa seinen Sturmpartner Ercan Kara und unsere Mannschaft war erneut einem Tor sehr nahe: Schick mit einer scharfen Hereingabe, Demir drückte den Ball, aber dieser ging hauchdünn am Tor vorbei - wieder nichts (46.). Hartberg fokussierte sich nun mehr auf die Defensive, blockte und ließ uns anrennen. Daraus ergaben sich für uns nun deutlich weniger Räume und Zugriffe im Spiel nach vorne, konkrete Möglichkeiten entwickelten sich in dieser Phase kaum. Nach einer Stunde reagierte unser Trainerteam erneut und brachte mit Dejan Petrovic (für Srdjan Grahovac) und Dragoljub Savic (Offensivkraft von Rapid II, erster Profi-Einsatz, für Knasmüllner) frische Kräfte. Hartberg meldete sich mit einer Kopfball-Chance von Luckeneder nach einem Standard (67.), auf unserer Seite fand Kitagawa eine Schusschance vor (70.).

Aber es zeigte sich weiter: Ein effektives Durchkommen, spielerisch oder mit der Brechstange, war weiterhin schwierig. Hier am ehesten: Angriff von uns, Stojkovics Stanglpass wurde abgeblockt, ein Weitschuss aus einem Abpraller aus der nächsten Aktion von Savic zog drüber (79.). Mit Paul Gobara gab danach ein weiterer junger Rapidler sein Profi-Debüt, er kam ebenso ins Spiel wie Stephan Auer. Aber trotz aller Bemühungen am Ende - es reichte nicht, es gab kein Durchkommen mehr. Es ist eine Niederlage, die brutal schmerzt, wenn man sich den Blick auf die Tabelle vergegenwärtigt. Am Mittwoch kommt es nun zum direkten Duell mit dem Tabellenführer aus Salzburg.

Fotos: GEPA Pictures.

(gub)

Schwab: "Wir haben es verabsäumt in den beiden Spielen mehr Tore zu erzielen"

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Knoflach: "Haben zum Glück nicht viel Zeit zum Nachdenken"

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Bundesliga, 28. Runde:
SK Rapid - TSV Hartberg 0:1 (0:1)
Allianz Stadion, SR Drachta

Tor: 0:1 Tadic (42.)

SK Rapid: Knoflach – Stojkovic (80./Gobara), D. Ljubicic, Hofmann – Schick, Grahovac (62./Petrovic), Schwab, Ullmann – Demir (81./Auer), Kara (46./Kitagawa), Knasmüllner (62./Savic);

TSV Hartberg: Swete – Kainz (78./Tschernegg), Rotter, Luckeneder, Klem – Nimaga – Gabbichler (46./Dossou), Ried (46. Lienhart) Rep, Dante (84./Huber) – Tadic (57./Kröpfl);

Gelbe Karten: Grahovac; Nimaga

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