27.11.2020
UEFA Europa League, Profis, Spielbericht

UEL: Drei Punkte anvisiert und geholt!

Das Motto für unser Gastspiel beim Dundalk FC, welches im Aviva Stadium von Dublin ausgetragen wurde, war klar: Drei Punkte sollten es werden, um, ganz einfach gerechnet, auch nach dem vierten Spieltag in der UEFA Europa League noch ein Wörtchen mitzureden um den Aufstieg in der Gruppe B. Dementsprechend offensiv wollte man agieren und eines dabei nicht zulassen - eine solche, unerwartete Spannung wie im Hinspiel in Hütteldorf, als es am Ende 4:3 stand. Nicht mit dabei war der angeschlagene Marcel Ritzmaier, dafür kehrten Kelvin Arase und Leo Greiml (auf die Bank) zurück, Filip Stojkovic und Taxi Fountas starteten. In der 3-5-2-Ausrichtung gab es dennoch eine kleine Überraschung, weil Melih Ibrahimoglu auf der linken Seite begann.

Wenige Überraschungen sollte es in unserem Spiel geben und dazu brauchte es das entsprechende Auftreten. Das brachte Rapid auf den Rasen - und erwischte einen perfekten Start: Ansatzlos nahm Christoph Knasmüllner aus rund 28 Metern Maß und wuchtete den Ball platziert ins Eck, ein Traumtor, das seine Treffsicherheit der letzten Wochen unterstrich, 1:0 (11.)! Das schien das probate Mittel gegen die kampfstarken Iren zu sein, zumindest in Hälfte Eins: Auch Taxi Fountas probierte es aus der Distanz, wie ein Strahl kam der Ball, aber pariert (18.). Der dritte im Bunde war Stürmerkollege Ercan Kara, dessen motivierter Freistoß aus gut und gerne 30 Metern von einem Spieler Dundalks abgefälscht wurde und Goalie Rogers viel abverlangte (29.). Unsere Dominanz manifestierte sich noch vor der Pause in das 2:0, das sich auch irgendwie angekündigt hatte: Punktgenaue Flanke von Thorsten Schick, Ercan Kara stand perfekt und auch ungedeckt und köpfelte kraftvoll ein (37.). Ein 2:0, das die eigene Souveränität unterstrich, denn defensiv ließen wir kaum nennenswerte Szenen der Gastgeber zu.

Jubel: Bereits zur Pause lagen wir mit 2:0 vorne.

Ein - unnötiges - Kuriosum bot der Beginn der zweiten 45 Minuten, als wir im Strafraum den Ball unnötig vertändelten, was in ein undurchsichtiges Foul und einen Elfmeterpfiff resultierte. Oduwa trat an und - verschoss klar (49.). Glück gehabt, denn sonst wäre es wohl noch einmal spannend geworden. Den vermeintlich irischen Aufwind erstickte Rapid jedenfalls im Keim: Nach einem Konterangriff gelangte der Ball zu Ercan Kara, der einen Schritt zurück machte und von der Sechzehnergrenze ins Eck schlenzte - das gefühlvolle 3:0 (58.), sowas wie die Entscheidung hier. Denn auch, wenn man sich noch an das spektakuläre Hinspiel erinnerte, sowas schien an diesem Abend nicht möglich zu werden. Aber, es gab dann noch ein Gegentor, als nach einem wohl etwas harten Elfmeterpfiff Shields auf 1:3 verkürzen konnte (63.).

Aber unsere Mannschaft machte es stark, spielte ihre Qualität aus und ließ Dundalk gar nicht mehr groß ins Spiel kommen. Im Gegenzug hatten wir noch eine Doppelchance: Zuerst wurde Schicks Abschluss abgeblockt, der Abpraller kam zum eingewechselten Koya Kitagawa, bei dem aber auch noch ein Gegenspieler im Weg war (77.). Und ein Freistoß von Knasmüllner fiel zu zentral aus (79.). Danach verwaltete Rapid das Geschehen und ließ den souveränen, ruhigen Sieg näherkommen - der uns im Rennen hält und ordentlich Selbstvertrauen für das anstehende Derby am Sonntag gibt. Auswärtssieg!!

Fotos: GEPA Pictures.

(gub)

UEFA Europa League, 4. Spieltag:
Dundalk FC - SK Rapid 1:3 (0:2)

Dublin, Aviva Stadium, SR Bognar (HUN)

Torfolge: 0:1 Knasmüllner (11.), 0:2 Kara (37.), 0:3 Kara (58.), 1:3 Shields (63./Elfmeter);

Dundalk FC: Rogers – Hoare (46./Kelly), Boyle, Cleary – Gannon, Shields, Sloggett (72./Murray), Dummigan (81./Leahy) – Colovic (46./McEleney), McMillan (46./Oduwa), Duffy;

SK Rapid: Gartler – Stojkovic, Hofmann, Barac – Schick, Knasmüllner (81./Demir), Grahovac, Ibrahimoglu (55./Arase), Ullmann – Kara (66./Kitagawa), Fountas (66./Schuster);

Gelbe Karten: Dummigan, Cleary; Grahovac

Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Dundalk

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