16.12.2020
Profis, Spielbericht, UNIQA ÖFB Cup

Brutal klar: Rapid scheidet aus Cup-Achtelfinale aus

Mit Salzburg hatten wir mehr als nur eine Rechnung offen: Zum vierten Mal seit 2017 traf unsere Mannschaft am Mittwoch Abend auf den amtierenden Titelverteidiger im UNIQA ÖFB Cup, zwei Mal duellierte man sich im Finalspiel in Klagenfurt. Ebenso noch in schmerzhafter Erinnerung war das bittere 1:2 (der entscheidende Treffer fiel erst in der Nachspielzeit) in der vergangenen Saison. Und diesmal? Für das Achtelfinale war Max Hofmann wieder fit geworden, indes musste der erkrankte Kelvin Arase pausieren. Cheftrainer Didi Kühbauer war auch zum Umstellen gezwungen, weil Filip Stojkovic am Sonntag gegen die WSG Tirol ausgeschlossen worden war und nun bewerbsübergreifend fehlte. Nach einer Schweigeminute für Trainerlegende Otto Baric konnte es also losgehen.

Aber die Art und Weise hatten wir uns klar anders vorgestellt: Salzburg ließ den Ball laufen, überbrückte mittels Kurzpass-Spiel über mehrere Stationen den Raum, direkter Pass zu Szoboszlai, der über Paul Gartler schupfte und so zum 1:0 traf (16.). Und die Gastgeber setzten leider nach: Ein weiter Freistoß kam zu Koita in den Strafraun, der quer zur Torlinie weiterlegte, wo Berisha den Ball nur mehr hinter die Linie drücken brauchte (19.). Dann bediente Berisha den durchstartenden Koita, der an unserem Schlussmann Gartler vorbeiging, dann nochmal einen Haken nach hinten machte und ins Eck an unseren Spielern vorbei ins Netz abschloss (23.). Jeglicher Rettungsversuch kam zu spät, die Hausherren hatten leichtes Spiel. Für uns ging es in diesen brutalen Minuten nur um Schadensbegrenzung, um nicht in ein Debakel zu schlittern. Ein Weitschuss von Kristensen ging knapp drüber (29.), man hatte uns im Griff. Bis kurz vor der Pause: Zuerst verfehlte Ercan Kara mit einem Heber knapp (44.), aber es war endlich so etwas wie Entlastung, ein grün-weißes Durchschnaufen. Und uns gelang immerhin noch der Anschlusstreffer: Taxi Fountas war auf der Seite durchgegangen, wurde von Kristensen zu Fall gebracht und es gab Elfmeter. Diesen verwertete unser Stürmer mit einem kompromisslosen Flachschuss zum 1:3 (45.).

....und kurz keimte Hoffnung auf, als Taxi Fountas per Elfmeter traf.

Mit dem Wiederanpfiff legte unsere Mannschaft deutlich zu und zeigte den schon viel zu dringlich benötigten Kampfgeist. Und siehe da, es gelangen auch gute Vorstöße. Die konkreten Chancen blieben aber bei Salzburg: Szoboszlai setzte einen Freistoß ans Lattenkreuz (50.), einen Weitschuss von Camara aus 28 Metern drehte Gartler über die Latte (61.). Die (Vor-) Entscheidung fiel aber vor der Rapid-Viertelstunde, als Daka im Strafraum aus spitzem Winkel abziehen konnte und auf 4:1 stellte (74.). Noch einmal kam aber Spannung auf, weil Max Ullmann aus rund 30 Metern mit voller Kraft abzog und eine Granate ins Netz versenkte - ein Traumtor, aber nur ein seltener Lichtblick (78.).

Denn danach war wieder der Gegner dran: Max Hofmann sah nach einem Foul am durchbrechenden Okafor Gelb-Rot und obwohl das Dagegengehen knapp vor dem Strafraum war, gab es Elfmeter. Diesen verwandelte Camara (82.). Den bitteren Schlusspunkt setzte schließlich Kristensen, der sich im Strafraum behauptete und wuchtig zum 6:2 abschloss (88.). Dann war endlich der Abpfiff da. Unsere Mannschaft muss jetzt noch einmal die volle Konzentration sammeln, denn am Samstag geht es zum Jahresabschluss in der Meisterschaft zur Admira.

Fotos: GEPA Pictures.

(gub)

UNIQA ÖFB Cup, Achtelfinale:
RB Salzburg - SK Rapid 6:2 (3:1)
RB Arena, SR Altmann

Torfolge: 1:0 Szoboszlai (16.), 2:0 Berisha (19.), 3:0 Koita (23.), 3:1 Fountas (45.+1/Elfmeter), 4:1 Daka (74.), 4:2 Ullmann (79.), 5:2 Camara (83./Elfmeter), 6:2 Kristensen (87.);

SK Rapid spielte mit: Gartler; Schick, Greiml, Hofmann, Barac, Ullmann; Grahovac (80. Schuster), Ritzmaier (75. Petrovic); Knasmüllner (75. Demir); Kara (85. Sonnleitner), Fountas (80. Kitagawa);