04.12.2020
Rapid II, Spielbericht

SK Rapid II: Niederlage im letzten Heimspiel

Unsere junge Mannschaft von SK Rapid II, die es seit Wochen alles andere als einfach hat, nahm sich vor: Das letzte Heimspiel in diesem steinigen Herbst wollte man noch einmal positiv bestreiten. Gegner war mit dem Kapfenberger SV ein unmittelbarer Nachbar in den Niederungen der Tabelle und so wäre jeder Punktgewinn umso wichtiger - allein für das Selbstvertrauen und das Vertrauen in die eigenen Qualitäten. Aber die Obersteirer machten unserem hehren Vorhaben einen gehörigen Strich durch die Rechnung und zeigten das gleich von Beginn weg.

Eine Mischform aus Pass und Schuss zog noch am langen Eck vorbei und brachte somit die erste Halbchance in diesem Duell. Mit der ersten konkreten Möglichkeit ging Kapfenberg dann aber gleich in Führung, Steinlechner setzte sich mit einem Kopfball am Fünfer nach einer Ecke durch - 0:1 (14.). Unser Antwort war gut, aber leider nicht ertragreich: Ein Freistoß-Aufsitzer von Tepecik sorgte für Gefahr, der Tormann war zur Stelle (16.). In der Folge erwiesen sich die Gäste als harte Nuss, die kaum zu knacken war: Kapfenberg reichte es, zu kontern und dabei ließ man Rapid anrennen. Die beste Gelegenheit, als es einmal ein Durchkommen gab: Flanke von Querfeld, Kopfball von Oda, aber dieser brachte zu wenig Druck auf den Ball (26.). Sonst war in einem zerfahrenen Spiel, bei dem sonst Zweikämpfe und kleinere Fouls zu verzeichnen waren, wenig los.

Kaum ein Durchkommen gab es für Fuchshofer und Co.

Das bisher wenig spektakuläre Spiel änderte sich vom Verlauf nicht wirklich in den zweiten 45 Minuten. Unsere Mannschaft bemühte sich, prallte an den kompakt stehenden Gegenspielern aber immer wieder ab, dazu kamen die letzten Pässe nicht an. So blieb es ein mühsames Ringen, um irgendwie in Richtung Tornähe zu gelangen - die beste Chance fand der eingewechselte Zimmermann vor, der an der Strafraumgrenze einmal frei zum (Flach-) Schuss kam, diesen aber gegen den Lauf des Tormanns knapp vorbeisetzte (65.). So wäre Rapid, auch bei einem weiteren Schuss, diesmal aus der Distanz (74.), noch einmal dem Ausgleich nahe gekommen. Im Gegenzug musste man aber immer auf mögliche Konter der Kapfenberger aufpassen, welche diese meist zu überhastet fertig spielten.

Außer in den letzten beiden Torszenen, die beide zu Gegentreffern führen sollten: Nach einem Konter lief Mikic durch unsere Reihen in den freien Raum und bezwang Goalie Unger, der zwar noch dran war, der Ball kullerte aber zum 0:2 über die Linie (80.). Ehe Komolafe mit dem nächsten Vorstoß aus spitzem Winkel auf 0:3 stellte (88.). In der letzten Runde des Jahres geht es für uns dann kommende Woche ausgerechnet ins kleine Derby, zu den Young Violets nach Favoriten - wo man sich mit einem Erfolg doch noch ein bisschen Selbstvertrauen holen könnte. Kopf hoch, Rapidler!

Fotos: GEPA Pictures.

(gub)

2. Liga, 12. Runde:
SK Rapid II - Kapfenberger SV 0:3 (0:1)
Samstag, 4. Dezember 2020, Allianz Stadion

Torfolge: 0:1 Steinlechner (14.), 0:2 Mikic (80.), 0:3 Komolafe (88.);

SK Rapid II spielte mit: Unger; Querfeld, Eggenfellner, Felber (46. Bozic), Gobara; Sattlberger (63. Strunz), Hajdari (90. Kanuric); Savic, Tepecik (46. Zwickl), Oda; Fuchshofer (57. Zimmermann);