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23.04.2021
2. Liga, Rapid II, Spielbericht

SK Rapid II: Punkteteilung in Graz

Am Freitagabend musste unsere zweite Mannschaft in Graz Liebenau ran. Die Jungs von Cheftrainer Franz Maresch trafen auf den Aufstiegsaspiranten und Traditionsklub GAK und wollten nach dem Heimsieg gegen den SV Horn am vergangenen Sonntag direkt mit drei Punkten nachlegen. Mit dabei war wieder Leo Querfeld, der zusammen mit Fabian Eggenfellner in der Innenverteidigung startete. Auch im Mittelfeld durften sich die Grün-Weißen über einen Rückkehrer freuen, denn Lion Schuster gab nach über einem Monat Verletzungspause sein Startelfdebüt auf der rechten Achterposition. Ebenfalls neu mit dabei war Marko Dijakovic, der auf der linken Abwehrseite verteidigte. Die letzte Änderung im Vergleich zur Vorwoche gab es im Tor, es durfte wieder Bernhard Unger den Kasten hüten. Dafür fehlten unter anderem Adrian Hajdari nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung am Sonntag gegen Horn und Dragoljub Savic mit muskulären Problemen.

Bei perfektem Fußballwetter in Graz erwischte die Heimmannschaft den besseren Start ins Spiel. Nach einem Ballverlust von Rapid in der eigenen Hälfte, schalteten die Steirer schnell um, flankten von rechts in den Strafraum und Gabbichler legte die Kugel über das grün-weiße Tor (4.). Das erste offensive Warnsignal der Hütteldorfer setzen Bozic und Strunz. Der Mittelfeldmotor setzte sich gut gegen zwei Gegenspieler durch und schickte unseren Kapitän mit einem tollen Pass in den Strafraum, doch Strunz sprang das Spielgerät vom Fuß und rollte direkt in die Arme des Keepers (11.). Kurze Zeit später gab es eine aussichtsreiche Freistoßposition für Grün-Weiß rund 25 Meter vor dem Tor. Das war ein Fall für Kanuric, der sich den Ball hinlegte und nur knapp über den Kasten der Grazer schoss (14.). Das war es aber leider auch schon mit den Offensivakzenten von Rapid in der ersten halben Stunde. Grund dafür waren vor allem die vielen kleinen Ungenauigkeiten im Spiel mit dem Ball, immer wieder versuchten die Hütteldorfer den direkten Weg nach vorne zu suchen und machten dabei leider ungewöhnlich viele Fehlpässe. Doch auch das Heimteam wusste das eine oder andere Geschenk im Spielaufbau nicht anzunehmen und wurde kaum einmal im letzten Drittel richtig zwingend.

Alles änderte sich aus grün-weißer Sicht nach etwas mehr als einer halben Stunde. Ein Freistoß der Steirer aus dem rechten Halbfeld. Querfeld klärte die Hereingabe per Kopf ideal für einen Konter. Sulzbacher marschierte mit der Kugel und sehr viel Tempo über das halbe Feld, bis er im Strafraum der Heimischen den Blick hob und perfekt den mitgelaufenen Wunsch bediente. Unsere Nummer 10 musste nur noch den Fuß hinhalten schon stand es 1:0 für Rapid – ein blitzsauberer Konter. Der Treffer brachte nicht nur viel Freude, sondern vor allem auch wieder etwas mehr Ruhe ins Spiel der Hütteldorfer. Nur zwei Minuten später wurde diese Ruhe aber zum Kochen gebracht. Bozic zauberte einmal mehr gegen zwei Gegenspieler und kam im Strafraum zu Fall. Sofort ertönte der Pfiff des Unparteiischen – Elfmeter für Rapid. Gerade als sich Strunz die Kugel zurechtlegte, startete der Schiedsrichter einen Lauf zu seinem Assistenten an der Linie, der etwa 70 Meter entfernt stand. Nach einem kurzen verbalen Austausch nahm der Referee den Strafstoß zurück. Diese Entscheidung sorgte für großes Unverständnis, denn immerhin ist der Unparteiischen nur wenige Meter neben dem Zweikampf gestanden und hatte sich sofort entschieden. Warum es hier keinen Strafstoß gab, bleibt wohl nur das Geheimnis des Mannes an der Seitenlinie. Nichtsdestotrotz hielten die Grün-Weißen das Tempo bis zu Pause hoch und kamen noch zu der einen oder anderen guten Gelegenheit, die meistens vom blendend aufgelegten Bozic initiiert wurden. Im Netz zappelte das Spielgerät jedoch vor dem Seitenwechsel nicht mehr. 

Eggenfellner ließ defensiv heute fast nichts zu.

Der Start in die zweite Hälfte war optimal, doch dann übernahm das Heimteam das Kommando.

Nach der Pause waren es diesmal die Hütteldorfer, die besser aus der Kabine kamen. Wunsch wurde auf der linken Seite freigespielt und steckte gut durch auf Bozic, der noch einmal seinen Gegenspieler zum Tanz bat und dann aus kurzer Distanz abschloss. Ein Abwehrbein war dazwischen – Eckball für Grün-Weiß (51). Den Corner spielten Bozic und Kanuric kurz ab, letzterer flankte ins Zentrum, die Kugel wurde geklärt aber landete genau bei Wunsch, der von der Strafraumkante direkt abzog. Eine starke Reaktion des Schlussmanns verhinderte den zweiten Treffer für Rapid (52). Ein kurzes Raunen ging durchs leere Grazer Stadion als ein Spieler der Heimmannschaft fast überraschend und ansatzlos aus 25 Metern aufs Tor von Unger hämmerte. Das Spielgerät flog nur knapp an der Stange vorbei (58.).

Trotz des guten Starts in die zweite Hälfte schafften es die Grün-Weißen nicht die Führung auszubauen und so sah das Heimteam nach wie vor eine Chance ins Spiel zurückzufinden. Der GAK erhöhte mit Fortdauer des zweiten Durchgangs das Tempo und der Faden im Offensivspiel der Rapidler riss etwas ein. Immer wieder musste ein Abwehrspieler vor einem Stürmer der Grazer klären oder Unger die Situation entschärfen. Obwohl die Heimischen einen Gang zulegten, schauten kaum wirklich zwingende Gelegenheiten heraus. Für Entlastung sorgte der eine oder andere gute Angriff der Hütteldorfer. So prüfte Strunz den gegnerischen Tormann aus 20 Meter mit einem platzierten Distanzschuss (74.). Kurz vor dem Ende war es dann aber leider so weit, der GAK traf zum 1:1-Ausgleich. Ein Corner wurde per Kopf an die zweite Stange verlängert, wo ein Steirer völlig freistand und den Ball im Tor versenkte (81). Die Reaktion unserer zweiten Mannschaft war gut. Sofort übernahmen sie wieder die Initiative aber im letzten Drittel war es immer wieder zu ungenau. In der Nachspielzeit vergaben etwas entgegen dem Spielverlauf sogar noch die Steirer die beste Chance auf einen Siegestreffer. Somit blieb es beim 1:1-Endstand. Unterem Strich war es ein gerechtet, wenn auch etwas unglückliches Remis. Aus dem Spiel ließ die grün-weiße Hintermannschaft eigentlich kaum etwas zu, das Gegentor resultierte aus einem Standard. Großen Einfluss auf den Endstand hatte auch das Schiedsrichtergespann, mit der äußerst fragwürdigen Rücknahme des Elfmeters für Rapid in der ersten Halbzeit. 

Fotos: GEPA

Datenquelle: Overlyzer

2. Liga, 25. Runde:
Grazer AK : SK Rapid II 1:1 (0:1)
Freitag, 23. April 2021

Torfolge: 1:0 Wunsch (32.), 1:1 Hackinger (81.);

SK Rapid II spielte mit: Unger – Sulzbacher, Eggenfellner, Querfeld, Dijakovic – Kanuric, Bozic (58. Softic), Schuster, Wunsch (72. Bosnjak) – Zimmermann (81. Binder), Strunz (81. Fuchshofer);

Ersatz: Habetler, Gobara, Obermüller, Bosnjak, Softic, Binder, Fuchshofer

Die Highlights des Spiels

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Lukas Sulzbacher und Franz Maresch nach dem Spiel

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