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21.04.2021
Spielbericht, Profis, tipico Bundesliga

Intensiver Fight in Pasching bringt einen Punkt

Mit einer Trauerminute für den gestern verstorbenen Alfred Teinitzer, der sowohl für den LASK als auch unseren Verein gespielt hat, begann das große Schlagerspiel der 26. Runde im einstigen Waldstadion zu Pasching.

Es gab Veränderungen: Die Gastgeber vergrößerten den Rasen um ein paar Quadratmeter (und brachte die Gästekabine auf Vordermann), Rapid-Cheftrainer Didi Kühbauer setzte auf eine komplett neue Innenverteidigung. Für den gesperrten Leo Greiml kam Maximilian Hofmann retour in die Start-11, ebenso der zuletzt an der Zehe verletzte Mateo Barac, dafür rückte Dejan Ljubicic auf seine Stammposition ins Mittelfeld. Anstelle von Marcel Ritzmaier kam zudem Christoph Knasmüllner, der beim letzten Auswärtssieg bei den Stahlstädtern den grün-weißen Siegtreffer zum 2:1-Endstand erzielen konnte, in die Anfangsformation.

Die Ergebnisse der beiden ersten Partien der 26. Runde der Meistergruppe brachten, man hält es kaum für möglich, noch mehr Brisanz in die Partie. Da WSG Tirol doch überraschend 3:2 gegen Tabellenführer Salzburg und der WAC 1:0 bei Sturm in Graz gewinnen konnten, lagen zwischen Platz 2 und Platz 6 nur mehr fünf Punkte! Der erste Torschuss kam schon in der 2. Minute von den Gastgebern, der Versuch von Ex-Rapidler Marvin Potzmann war aber nur eine willkommene Aufwärmübung für Richard Strebinger. Ansonsten blieb es in der Anfangsphase eine ziemlich zerfahrene Partie, erst in der 11. Minute eine echte Torchance. Diese ging auf das Konto der Schwarz-Weißen, glücklicherweise gelang Werder Bremen-Leihspieler Johannes Eggestein, der kurz nach dieser Aktion auch die erste Gelbe Karte des Spiels sah, der letzte Pass nicht. Unsere Offensivbemühungen endeten vorerst leider in Abseitsstellungen oder "Stürmerfouls", die vom Schiedsrichterteam wohl korrekt geahndet wurden. Nach rund einer Viertelstunde begannen die Linzer mit einer kleinen Druckphase, konkrete Chancen ließ die grün-weiße Defensive aber nicht zu, auch nicht bei den ansonsten gefürchteten Standards von Peter Michorl & Co. In der 21. Minute konnte dann Ercan Kara, wie schon gegen Sturm mit einem Turban gewandete, den ersten Eckball für unsere Mannschaft herausholen. Dieser brachte leider nichts ein, schon gar nicht einen von manchen Rapidlern geforderten Handelfmeter. Die Zeitlupe gab Schiedsrichter Sebastian Gishamer nicht unrecht. 

Einmal mehr blieben Kapitän Dejan Ljubicic und Co in den blau-roten Gründungsfarben ungeschlagen

Ohne Tore in die Pause

Es blieb ein intensives Duell, beide Mannschaften schienen am engen Paschinger Spielfeld, das kürzlich um ein paar Quadratmeter vergrößert wurde, keinen Millimeter Platz verschenken zu wollen. Die Folge: Wenig zusammenhängende Aktionen, viele Zweikämpfe und zahlreiche Fehlpässe auf beiden Seiten. Fast wie aus dem Nichts dann in der 32. Minute fast die Führung für unsere in den Gründungsfarben Blau-Rot angetretenen Grün-Weißen. Thorsten Schick, der von Mateo Barac mit einem sensationellen weiten Pass freigespielt wurde, mit einer schönen Auflage auf Christoph Knasmüllner, dessen Schuss aus guter Distanz konnte aber von LASK-Goalie Alexander Schlager abgewehrt werden, der Nachschuss von „Knasi“ landete dann im Paschinger Nachthimmel. Schade! Doch die gelungene Aktion dürfte für das Selbstvertrauen unserer Mannschaft gut gewesen, schon vier Minuten später die nächste Gelegenheit, doch dieses Mal konnte die LASK-Defensive einen Drehschuss von Taxi Fountas noch abblocken. Danach passierte nicht mehr viel, ehe der Pausenpfiff ertönte, beiden Teams neutralisierten sich und daher ging es mit einer Nullnummer in die Kabinen. 

Erneut bärenstark, nur beim Gegentor chancenlos war Richard Strebinger

Turbulente zweite Halbzeit

Personell unverändert ging es in Halbzeit 2 und in der 48. Minute kam Taxi Fountas nach einem Freistoß, dem ein Foul an ihm voranging, auch die erste Chance. Quasi im Gegenzug dann aber Glück für unsere Mannschaft, nach einem Fehler im Spielaufbau kam Johannes Eggestein frei zum Schuss, der aber glücklicherweise an der Stange landete. Richard Strebinger hatte seinen Fingerspitzen noch dran. Turbulenter Auftakt nach Wiederbeginn! In der 56. Minute dann eine herrliche Aktion unserer Mannschaft. Christoph Knasmüllner schickte Taxi Fountas auf die Reise, der spielte den Ball perfekt wieder retour auf unsere Nummer 28, die traf aber den Ball aus mehr als vielversprechender Position nur schlecht und so kullerte das Leder am Tor der Linzer vorbei. Bei dieser Aktion wäre viel mehr drinnen gewesen! 

Nach 61 Minuten wechselte LASK-Coach Dominik Thalhammer dann gleich doppelt, sein Gegenüber Didi Kühbauer ließ die grün-weiße Elf vorerst unverändert. Das war aber sicher nicht der Grund für die Führung der Gastgeber, die nur knapp 90 Sekunden später von Thomas Goiginger fixiert wurde. Beim Schuss aus kurzer Distanz war Richard Strebinger machtlos. Die Führung schien den Linzern Rückenwind zu geben, kurz darauf kam nämlich der Torschütze zur nächsten guten Chance, verzog aber. Doch ÖFB-Teamgoalie Alexander Schlager brachte uns in der 71. Minute retour ins Spiel. Der sonst so zuverlässige Schlussmann der Linzer ließ einen harmlosen Kopfball von Ercan Kara fallen und Christoph Knasmüllner brauchte den Ball nur mehr über die Linie bugsieren – 1:1! Danach auch der erste Wechsel bei Rapid, für Dejan Petrovic kam der bekannt kampfstarke Srdjan Grahovac in die Partie und in der 78. Minute ersetzte Kelvin Arase unsere Nummer 9, Taxi Fountas. Im Spiel blieb es intensiv, Torszenen blieben aber auf beiden Seiten aus, ehe sechs Minuten vor Ende der regulären Spielzeit Didi Kühbauer den letzten Wechsel vornahm und für Torschützen Christoph Knasmüllner unseren japanischen Stürmer Koya Kitagawa in die Partie brachte. Das Spiel lebte eindeutig von der Spannung und den rassigen Zweikämpfen, spielerische Schmankerl blieben Mangelware. Doch die Moral stimmte, auf beiden Seiten übrigens. Beide Teams wollten gewinnen und vor allem nicht als Verlierer vom Platz gehen. Letzteres gelang und so endete das Schlagerspiel der 26. Bundesligarunde mit einem leistungsgerechten 1:1-Remis! Rapid damit weiter auf Platz 2! 

Fotos: GEPA

Tabelle

Team Spiele Tore Punkte
1. RB Salzburg 31 +58 51
2. SK Sturm Graz 31 +18 37
3. FK Austria Wien 31 +3 26
4. SK Rapid 31 +4 25
5. Wolfsberger AC 31 -6 25
6. SK Austria Klagenfurt 31 -14 20

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