20.05.2018
tipico Bundesliga, Spielbericht, Profis

4:1 und Platz 3 sicher: "Und wir werden ihn nie vergessen…"

Sportlich gesehen, ging es am Sonntag in der vorletzten Runde nochmal darum, gegen den SCR Altach mit einem Sieg einen weiteren großen Schritt zur Absicherung von Platz 3 zu machen. Aber natürlich stand unser letztes Heimspiel vor allem im Zeichen der Verabschiedung ganz großer Grün-Weißer: Allen voran Steffen Hofmann, der vom Block West mit einer großartigen "Steffen Hofmann Fußballgott"-Choreografie gefeiert wurde, der aber im Juli noch sein verdientes Abschiedsspiel in Hütteldorf bekommen wird. Tränen gab es auch bei Louis Schaub, einem echten Kind Rapids, wie auch bei Mario Pavelic und Joelinton. Bei Andi Kuen, der Rapid ebenso verlassen wird, ließ es der körperliche Zustand nach seiner Kreuzband-Op leider nicht zu, auf dem Rasen verabschiedet zu werden, ihm wünschen wir aber ebenso alles Gute für den weiteren Karriereweg!

Auf dem Platz wollte Rapid unseren Fans im Allianz Stadion zum Abschluss noch etwas bieten, und klar, das war auch notwendig, denn nur drei Punkte halfen uns, den LASK weiter auf Distanz zu halten. Von Beginn weg waren unsere Ambitionen somit auch ersichtlich: Feiner Lochpass von Murg auf Joelinton, dessen Schuss wehrte Goalie Lukse im Fallen ab (1.). Fünf Minuten später ging aber der erste Tor-Roar durch Hütteldorf, als sich Philipp Schobesberger zum Sechzehner durchgetankt hatte, Joelinton mit einer Flanke bediente und dieser per Kopfball zum emotionalen 1:0 stellte (6.). Und unser scheidender Brasilianer drehte weiter auf. Nach einem Pass von Dejan Ljubicic in den Lauf kam es zu einer Art Pressball mit dem herausgeeilten Lukse, Joelinton hatte das Glück des Stürmers und staubte den versprungenen Ball ins leere Tor zum 2:0 ab (15.)!

Unsere Mannschaft blieb gegen ein lethargisches Altach klar am Drücker und setzte nach: Ein Schwab-Schuss wurde abgeblockt, ein Versuch von Ljubicic ging knapp drüber. Als Joelinton schließlich mit einem wunderbaren Schupfer Thomas Murg bediente, dieser den Ball allein vor Lukse nur um Zentimeter nicht mehr erwischte, war klar – der grün-weiße Spielwitz war hier mit von der Partie. Rapid beherrschte das Geschehen somit weiter ohne Probleme, während der Block West minutenlang unseren Ehrenakapitän mit "Fußballgott"-Gesängen hochleben ließ. Erst kurz vor dem Pausenpfiff kamen die Gäste auch mal vor unser Gehäuse und verkürzten, als der zentral angespielte Grbic eine Flanke aus kurzer Distanz zum 1:2 verwandelte (45.). Den Zwei-Tore-Vorsprung hätte beinahe im Gegenzug Thomas Murg wiederhergestellt, sein Schuss nach Schobesberger-Querpass zog aber knapp an der Stange vorbei.

Auch nach der Pause ging es für uns ähnlich weiter: Schobesberger mit einem Schuss aus dem Rückhalt (48.), dann ein Freistoßkracher von Schwab ans Lattenkreuz (55.), bevor der Kapitän Goalie Lukse erneut mit einem Schuss prüfte (57.). Rapid arbeitete sich immer näher in Richtung drittes Tor, das sich auch kurz danach einstellen sollte: Nach einem Eckball stellte Schwab persönlich per Kopf auf 3:1 und jubelte mit einer Dress des schwer verletzten Gio Kvilitaia emotional (58.)! 21.600 Rapid-Fans sahen weiterhin nur Rapid: Schobesberger scheiterte an einer Fußabwehr von Lukse (64.), ehe es endlich soweit war: STEFFEN HOFMANN kam in der 66. Minute ins Spiel und sofort brandete bei jeder Ballberührung Jubel auf.

Und das folgende Kapitel hätte kein Fußballromantiker besser niederschreiben können: Angriff von uns, der Ball kam zentral in den Rückraum, wo Steff gleich abzog, sein Schuss aber abgeblockt wurde. Der Ehrenkapitän setzte nach und spitzelte den Ball über den am Boden liegenden Lukse zum 4:1 ins Netz (72.)! Was für ein irrer Jubel, der da folgte: Ausnahmslos alle Spieler, auch jene von der Bank rannten zur Nummer 11, die emotional vor dem Block West feierte! DAS ist Fußball, das ist legendär!

Es gab noch weitere Torchancen, auch durch Steffen, durch Louis Schaub, durch den eingewechselten Mario Pavelic und Veton Berisha - aber die Sache war sportlich durch, und weil der LASK im Parallelspiel verlor, sind wir fix Dritter! Was folgte, waren unglaubliche Szenen: Joelinton bekam seinen Abgangsapplaus, ehe, nachdem das Austauschkontingent erschöpft war, noch zwei symbolische Wechsel erfolgten: Steffen Hofmann ging ebenso vom Feld, wie Louis Schaub, kein Spieler wurde mehr eingewechselt (konnte auch nicht).

Der Schlusspfiff ertönte, aber die Feierlichkeiten noch lange weitergehen: Steffen bekam eine weitere Ehrung vor dem Block West, vor dem Mitspielern, seiner Familie und uns allen, griff noch einmal zum Mikrofon und schloss mit: "Danke für alles - lang lebe RAPID!" Da verdrückte man schon die ein oder andere Träne….

(gub)

tipico Bundesliga, 35. Runde
SK Rapid - SCR Altach 4:1 (2:1)
Allianz Stadion, 21.600 Zuschauer, SR Jäger

Torfolge: 1:0 Joelinton (5.), 2:0 Joelinton (14.), 2:1 Grbic (45.), 3:1 Schwab (59.), 4:1 S. Hofmann (73.);

SK Rapid: Strebinger - Auer (78./Pavelic), M. Hofmann, Galvao, Thurnwald - D. Ljubicic, Schwab - Schaub, Murg, Schobesberger (66./S. Hofmann) - Joelinton (76./Ve. Berisha)

Altach: Lukse - Gebauer, Zwischenbrugger, Netzer, Schreiner - Salomon, Oum Gouet (71./Aigner) - Cheukoua (46./Janeczek), S. Nutz (28./Ngwat-Mahop), Meilinger - Grbic

Gelbe Karten: Schaub, Ljubicic; Lukse;

Umfrage

Wer war Euer Man of the Match beim 4:1-Heimsieg gegen Altach?
Anzahl der Stimmen: 893
(8) Stefan SCHWAB
9%
(34) JOELINTON
7%
(19) Thomas MURG
1%
(3) Lucas GALVAO
1%
(11) Steffen HOFMANN
78%
(20) Maximilian HOFMANN
1%
(1) Richard STREBINGER
0%
(24) Stephan AUER
0%
(39) Dejan LJUBICIC
0%
(38) Manuel THURNWALD
0%
(22) Mario PAVELIC
0%
(7) Philipp SCHOBESBERGER
2%
(10) Louis SCHAUB
1%
(9) Veton BERISHA
0%

Die Pressekonferenz nach dem Spiel

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