07.06.2020
Profis, Bundesliga, Spielbericht

Klar und verdient: Souveränes 4:0 gegen Sturm!

Als wären wir in diesen Tagen von Ausfällen nicht schon genug geplagt gewesen: Wie bekannt, fällt Christopher Dibon mit einem Kreuzbandriss lange Zeit aus. Am Spieltag gegen Sturm wurden schließlich auch die Verletzungen von Mario Sonnleitner (Muskelfasereinriss im Oberschenkel) und Thomas Murg (Innenbandverletzung im linken Knie, sowie am Syndesmoseband im Sprunggelenk) bekannt. Und schließlich musste mit Richi Strebinger die vierte Stammkraft, aufgrund von Rückenproblemen, passen. Für Cheftrainer Didi Kühbauer und sein Trainerteam hieß es also einmal mehr umdisponieren. Goalie Tobias Knoflach rückte darum ebenso in der Startelf, wie auch wieder einmal Leo Greiml.

Und es ging gleich ordentlich los, beide Teams, die in der Auftaktrunde verloren hatten, wollten zu Beginn an Tempo vorlegen. Genau also das, was Kapitän Stefan Schwab schon vor dem Spiel angemerkt hatte, dass man eine deutlich offensivere Spielanlage vorlegen würde. Nach intensiven Zweikämpfen führte schließlich auch die erste konkrete Torchance zum Tor - und zwar auf unserer Seite: Filip Stojkovic reagierte schnell und köpfelte einen schwachen Abschlag vom Tormann zurück in die Gegenrichtung, Taxi Fountas übernahm und spielte direkt in den Lauf von Kelvin Arase, der an Goalie Siebenhandl zum 1:0 vorbeischob (25.)! Und Rapid setzte nach: Ein hoher Ball wurde von Arase an der Seite im Strafraum in den Fünfer zurückgespielt, Christoph Knasmüllner gelang es nicht, den Ball zu drücken, dieser ging abgefälscht drüber (27.). Sturm konnte sich aus unserer Umklammerung weiter nicht lösen und das nützte wieder unsere Mannschaft: Wieder so ein hohe, unkontrollierbare Hereingabe, Arase schaltete schnell und zog direkt ab - 2:0 (29.)!

Unsere Mannschaft legte nach und hätte noch vor der Pause auf 3:0 stellen können: Rapid ließ den Ball laufen, Dejan Ljubicic auf Knasmüllner, der zu Thorsten Schick, der ideal zum Schuss kam - aber aus dem Eck gefischt von Goalie Siebenhandl (36.). Oder mit dieser Situation: Zuerst wurde ein Versuch von Fountas abgewehrt, dann schaufelte Knasmüllner den Abpraller drüber - eine weitere super Chance (44.).

Der dritte Streich: Kapitän Schwab stellte vom Punkt auf 3:0!

Zur Pause ging dann der Doppeltorschütze vom Platz: Kelvin Arase blieb leicht angeschlagen in Hinblick auf die nächsten Partien vorsichtshalber in der Kabine, für ihn kam Koya Kitagawa. Und unser japanischer Stürmer fand gleich die nächste hervorragende Gelegenheit vor, nach einem Konter brachte er den Ball aber nicht an Siebenhandl vorbei (46.). Im Gegenzug vereitelte Knoflach die erste Chance der Grazer, als Despodov aus kurzer Distanz zum Abschluss kam (48.).

Die nächste konkrete Chance führte zum Elfmeter: Dejan Petrovic, einige Zeit davor eingewechselt für Knasmüllner, erkämpfte sich den Ball, zog nach vorne und legte auf Fountas ab, der von Tormann Siebenhandl gelegt wurde - Stefan Schwab verwandelte sicher ins Eck zum 3:0 (70.)! Rapids Offensivhunger war aber noch nicht gestellt: Der junge Yusuf Demir kam zu seinem zweiten Profieinsatz und gleich zum Schuss – gehalten von Siebenhandl (77.). Direkt danach war das 17-jährige Talent aber wieder mittendrin: Ball erkämpft, dann ein super Stanglpass auf Taxi Fountas, der zum 4:0 einschob (79.)! Jetzt war die Sache endgültig entschieden, auch wenn Sturm noch Schadensbegrenzung versuchte und nach vorne drängte. Die letzte Gelegenheit vergab Koya Kitagawa (90.).

Bevor sich das anbahnende Gewitter am Hütteldorfer Abendhimmel aber einstellen sollte, war das Spiel zu Ende - und es ist hier einer starken Kollektivleistung zu verdanken, dass am Platz so gar kein Sturm aufkam. Ein verdienter Erfolg, der einfach nur gut tut und mit dem wir nun mit viel Selbstvertrauen zum nächsten Gegner, am Mittwoch zum LASK reisen werden! RAPID!!

Fotos: GEPA Pictures.

(gub)

Bundesliga, 24. Runde:
SK Rapid - Sturm Graz 4:0 (2:0)
Allianz Stadion, SR Gishamer

Tore: 1:0 Arase (25.), 2:0 Arase (28.), 3:0 Schwab (70./Elfmeter), 4:0 Fountas (79.);

SK Rapid: Knoflach – Stojkovic, Greiml (72./Grahovac), Hofmann – Schick (76./Auer), Ljubicic, Schwab (77./Demir) Ulmann – Knasmüllner (65./Petrovic), Fountas, Arase (46./Kitagawa);

SK Sturm Graz: Siebenhandl – Sakic, Donkor, Spendlhofer, Trummer (46./Huspek) – Dominguez (60./Leitgeb), Ljubic – Hierländer, Kiteishvili, Despodov (60./Jäger) – Röcher (60./Friesenbichler);

Gelbe Karten: Greiml; Trummer, Despodow, Spendlhofer