08.06.2016 10:30
SK Rapid II, Verein

Rapid II: Nicht alles Gold was glänzt

Erste Bewährungsprobe für Max Wöber und dann gleich auf der großen internationalen Bühne.

Bundesliga ist gleich etwas anderes, aber Attila Szalai warf sich voll ins Zeug.

Oberstes Ziel der Ausbildungs- und Spielphilosophie des SK Rapid ist Spieler auf den einzelnen Positionen für die Profimannschaft auszubilden und gerade hier fungiert Rapid II als wichtige letzte Ausbildungsstufe, wo die jungen Hütteldorfer auf den Erwachsenenfußball vorbereitet werden, um in weiterer Folge den Schritt in die Profimannschaft zu schaffen. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn die Entwicklung junger Spieler geht nicht immer proportional nach oben, hielt Willi Schuldes (Sportlicher Leiter Rapid II, Akademie und Nachwuchsakademie) ganz klar fest.

Professionalisierung durch Fachkräfte

"Wir sind auf einem sehr guten Weg, dennoch Bedarf es im Nachwuchs auch Geduld", legte der 47-Jährige nach, der sich große Ziele mit dem SK Rapid gesetzt hat. Durch die Professionalisierung im Nachwuchs- und Akademiebereich soll über kurz oder lang eine Vorreiter Rolle in Österreich eingenommen werden, die sich neben der guten Arbeit am einzelnen Spieler auch in der internationalen Vergleichbarkeit widerspiegelt. Dieses Vorhaben soll unter anderem durch bestmöglichst ausgebildete Trainer gelingen, denn neben Walter Knaller und Zeljko Radovic werden zukünftig auch Muhammet Akagündüz und Michal Steiner die höchste Ausbildung im Fußball, die UEFA Profi Lizenz, besitzen.

Fehlende Ergebnisse in der Liga

Die Probleme der jungen Mannschaft liegen auch in diesem Jahr sichtbar auf der Hand: Ein reges Auf und Ab durch fehlende Konstanz und Kaltschnäuzigkeit, sowie das Fehlverhalten bei Gegentoren. Mitgründe weshalb die Hütteldorfer vor allem gegen vermeintlich schwächere Gegner immer wieder wichtige Punkte liegen ließen und sich so hinter den anderen Amateurmannschaften einreihen. Damit könnte es heuer zu einer Relegation mit den Mattersburg Amateuren kommen, vorausgesetzt die Burgenländer werden Meister. Dafür gilt es nun die letzte Runde in der Burgenlandliga abzuwarten. "Das ist eben Ausbildungsfußball. Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen, aber wenn durch unser Rapid-Spiel, mit unserer Philosophie vom Fußball. Daher kann es zumeist dazu führen, dass Entscheidungen in erster Linie zugunsten der Entwicklung der Spieler getroffen werden", erklärte Rapid II Trainer Michael Steiner.

 

Debütanten und Trainingsgäste bei den Profis


Nach der Verletzung von Jan Novota nahm Paul Gartler vorübergehend die Position des dritten Torhüters im Profikader ein.

Fakt: Drei Debüts bei den Profis

Es gibt allerdings auch eine erwähnenswerte Kehrseite der Medaille, diesen Teil worum es der Ausbildungsphilosophie des SK Rapid tatsächlich geht. Denn mit Maximilian Wöber (19), Tamas Szanto (20) und Albin Gashi (19) wurden im Winter drei Spieler in den Profikader nominiert und zudem gaben Wöber (im Rückspiel der UEFA Europa League gegen Valencia CF von Beginn an), Szalai (18) und Kovacec (22) ihr Debüt im Profifußball. Nicht zu vergessen die zahlreichen Trainingsgäste, wie unter anderem Gartler (19) und Tüccar (18), die mehrfach in dieser Saison mit Steffen Hofmann und Co. mittrainierten.

Samstag: Tag der Wahrheit

Kommendes Wochenende haben wir dann endgültig Gewissheit, wie es für unsere Mannschaft von Rapid II weitergehen wird, denn da bestreitet die Burgenlandliga ihre letzte Runde. Seit letzter Woche ist es allerdings im Grunde nur noch ein Zweikampf zwischen Eberau (einen Punkt vorne) und den Mattersburg Amateuren, die Chancen auf den Meistertitel haben. Sollte Mattersburg das Rennen machen, steht den jungen Hütteldorfern eine Relegation ins Haus. Der Blick ist daher auf Samstag gerichtet, wo Eberau aus eigener Kraft den Titel fixieren kann.

(cw)